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Mittelstand

7. Deutscher Mittelstandstag: 350 Teilnehmer nutzten Vorträge, Workshops und Fachmesse

Auf dem 7. Deutschen Mittelstandstag am 4. November 2011 im Stuttgarter Haus der Wirtschaft kamen rund 350 Interessierte aus ganz Deutschland zusammen, um sich ein Stelldichein unter dem Motto „Chancen ergreifen!“ zu geben. An den Mittelstandstag angekoppelt war die alljährliche Delegiertenkonferenz der Bundesvereinigung Liberaler Mittelstand (LIM), die am 5. November 2011 ebenfalls im Haus der Wirtschaft stattfand.

Im Mittelpunkt der Bundesdelegiertenkonferenz stand die Neuwahl des Bundesvorstandes. Aus Baden-Württemberg gehören dem neugewählten Bundesvorstand Roman Link aus Ettlingen und Hasso Kraus aus Herrenberg an. Der baden-württembergische Landesvorsitzende der LIM, Martin Müller aus Ludwigsburg gehört dem Bundesvorstand als kooptiertes Mitglied an.

Der Deutsche Mittelstandstag fand in diesem Jahr zum 7. Male statt und wird von der Liberalen Initiative Mittelstand jedes Jahr an wechselnden Standorten ausgerichtet. Die Veranstaltung war für jedermann geöffnet, richtet sich aber in erster Linie an Wirtschaftstreibende aller Zweige:  Gewerbetreibende, Handwerker, Dienstleister, Industrielle und Handelstreibende, aber auch Vertreter aus der Wissenschaft und Politiker aus dem Land, aus Berlin und aus Europa waren vor Ort, um hautnah mit Mittelständlern in Kontakt zu kommen. Das Programm war facettenreich und umfasste eine Fachausstellung, Informationsvorträge, mehrere Workshops und Info-Lounges sowie eine Podiumsdiskussion. Zwischen den verschiedenen Veranstaltungen bestand überdies genügend Zeit, um sich auszutauschen und zu netzwerken.

Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch Dr. Heinrich Kolb, dem Bundesvorsitzenden der LIM, richteten Frank Gutsche von der Rechtsanwalts-Gesellschaft Luther, Dr. Hans-Ulrich Rülke, Fraktionsvorsitzender der FDP im baden-württembergischen Landtag, und Ines Aufrecht, Leiterin der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart Grußworte an die Teilnehmer.

In seinem Impulsvortrag  „Herausforderungen durch Strukturwandel“ wies Prof. Dr.  Johann Löhn, Ehrenkurator der Steinbeis-Stiftung und Präsident der Steinbeis-Hochschule Berlin auf den Einfluss der anhaltenden technischen, gesellschaftlichen und politischen Veränderungen auf die Wirtschaft hin. Dabei unterstrich er die herausragende Bedeutung des Faktors Bildung, die für eine erfolgreiche Wirtschaft unerlässlich ist. Die Bildungspolitik nahm auch eine zentrale Bedeutung in der zentralen Podiumsdiskussion ein, an der die Bundestagsabgeordnete und mittelstandspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Claudia Bögel aus Steinfurt, der Unternehmer und Landtagsabgeordnete Leopold Grimm aus Spaichingen, der Rechtsanwalt Dietmar Heise aus Stuttgart und Marcus Strotkötter von der Gläubigerschutzvereinigung aus Köln teilnahmen. Resümee: Bildung muss sich gerade auch an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientieren, denn die Wirtschaft ist ein maßgeblicher gesellschaftlicher Faktor.

An den über 25 Messeständen konnten sich die Besucher des Mittelstandstages über innovative Dienstleistungen und Produkte informieren und an drei speziellen Info-Lounges  entweder „hautnah“ mit Politikern in Kontakt treten, oder sich über die betriebliche Umsetzung und Nutzung von Prinzipien der Nachhaltigkeit informieren oder sich bei der Gläubigerschutzvereinigung wertvolle Tipps zum effektiven Forderungsmanagement holen.

Martin Müller, Vorsitzender der LIM Baden-Württemberg: „Auf dem diesjährigen Deutschen Mittelstandstag hier in Stuttgart konnten wir wieder einmal zeigen, wie leistungsfähig der Mittelstand ist! Aber auch der Mittelstand braucht eine Lobby, damit seine Belange politisches Gehör finden und die Politik die richtigen Rahmenbedingungen setzen kann. Ansprechpartner und Lobby für den Mittelstand - das ist die Aufgabe der Liberalen Initiative Mittelstand!“

An den Mittelstandstag angekoppelt ist die alljährliche Delegiertenkonferenz der Bundesvereinigung Liberaler Mittelstand (LIM). Sie fand am 5. November 2011 ebenfalls im Stuttgarter Haus der Wirtschaft statt. Im Mittelpunkt der Bundesdelegiertenkonferenz stand neben der Beratung inhaltlicher Anträge die Neuwahl des Bundesvorstandes. Als Nachfolger des Vorsitzenden Dr. Heinrich Kolb, der für dieses Amt nicht mehr angetreten war, wählten die rund 100 Delegierten den Erfurter Unternehmer und Landtagsabgeordneten Thomas Kemmerich. Aus Baden-Württemberg gehören dem 13-köpfigen neugewählten Bundesvorstand Roman Link aus Ettlingen als stellvertretender Bundesvorsitzender und Hasso Kraus aus Herrenberg als Beisitzer an. Der baden-württembergische Landesvorsitzende der LIM, Martin Müller aus Ludwigsburg, gehört kraft Amtes nach wie vor dem erweiterten Bundesvorstand an.

Gastredner  der Delegiertenkonferenz der Bundesvereinigung Liberaler Mittelstand (LIM) war der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Dirk Niebel (FDP). Dabei berichtete der Minister insbesondere über die angespannte humanitäre Lage in Afrika und die Notwendigkeit des Aufbaus nachhaltiger Strukturen zusammen mit der Privatwirtshaft in Deutschland, aber auch mit der Privatwirtschaft vor Ort in Afrika. Es gehe bei seiner Arbeit auch darum, die Lebenssituation für die Flüchtlinge, genauso aber auch für die einheimische Bevölkerung mittel- und langfristig zu stabilisieren und zugleich die Eigenversorgungskräfte zu stärken: „Es geht um Ausbildung, etwa durch Kenntnisse zu Umwelt- und Gesundheitsthemen. Wiederaufforstungsmaßnahmen sollen helfen, den Grundwasserspiegel zu erhöhen und die langfristige Wasserentnahmemöglichkeit zu verbessern. Damit wird Schäden durch das Sammeln von Brennholz, die Abholzung von Bäumen und durch weidendes Vieh begegnet. Außerdem werden energiesparende Öfen eingeführt.“

(Redaktion)


 


 

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