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Münchner Rück

Münchener Rück erleidet Gewinneinbruch - Keine Prognose für 2009

Der Versicherungskonzern Münchener Rück hat im vergangenen Jahr infolge der Finanzkrise einen Gewinneinbruch erlitten. Der Konzernüberschuss sank gegenüber 2007 von 3,9 Milliarden Euro auf rund 1,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis - so teilte der Rückversicherer heute in München mit - ging um mehr als ein Drittel auf 3,3 Milliarden Euro zurück. Wie bereits bekannt stiegen die Bruttoprämien leicht auf 37,8 Milliarden Euro.

Trotz der Finanzmarktkrise habe der Versicherer das vergangene Jahr «vergleichsweise gut gemeistert». Man bleibe verhalten optimistisch. Zugleich verzichtete der Konzern auf eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Trotz der unsicheren Aussichten werde jedoch ein rentabler Geschäftsverlauf erwartet. «Wir gehen davon aus, dass wir 2009 nicht in den roten Zahlen landen werden», sagte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard. Darüber hinaus rechnet der Versicherer mit weiteren Abschreibungen auf die festverzinslichen Anlagen. 2009 und 2010 werde man hinter dem angestrebten Ziel einer Rendite beim Kapitalanlageergebnis von 4,5 Prozent zurückbleiben. «Die kurzfristige Maximierung von Gewinnen steht nicht im Vordergrund, sondern die Sicherung einer nachhaltig profitablen Entwicklung», sagte Bomhard.

Deutliche Einbußen verzeichnete die Münchener Rück den Angaben zufolge 2008 im Bereich der Erstversicherungen. Dort sank das operative Ergebnis um knapp 62 Prozent auf 477 Millionen Euro. Grund seien Rückgänge beim Kapitalanlageergebnis und Abschreibungen. Die Beitragseinnahmen blieben hingegen stabil. Im Segment Rückversicherungen sank das operative Ergebnis um rund neun Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Belastungen seien vor allem wegen hoher Großschäden, darunter durch den Hurrikan Ike, entstanden. Insgesamt verlief das Geschäft jedoch zufriedenstellend.

Mit Blick auf den Erwerb von Anteilen des US-Versicherers AIG hieß es, dass die gegenwärtig angebotenen Unternehmensteile zu groß seien, um von der Münchener Rück übernommen zu werden. «Wir sind im Spiel, wenn die Assets verdaubare Größenordnungen haben und wir uns aussuchen können, was strategisch Sinn macht,» sagte Bomhard. Am Finanzmarkt sorgte das Unternehmen mit seinem Bericht für gemischte Gefühle. Zwar seien die Zahlen wie erwartet ausgefallen, der Ausblick enttäuscht jedoch, sagte ein Händler. Die Aktien kamen unter Druck und verloren bis 11.30 Uhr 1,5 Prozent auf 90,75 Euro.

(Redaktion)


 


 

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