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Neues Webportal für energieeffizientes Bauen und Sanieren geht "online"

Der Startschuss für das bundesweite Webportal www.enbausa.de zum Thema energieeffizientes Bauen und Sanieren ist gefallen. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) drückte persönlich gestern (Dienstag, 10. März 2009) den Startknopf. Die Gründerinnen Diane Baumann, Pia Grund-Ludwig und Silke Thole wollen mit ihrem jungen Unternehmen trotz der derzeitigen Wirtschaftskrise ein Signal für den Aufbruch setzen.

„Wir starten mit unserem Portal EnBauSa genau im richtigen Moment“, erklärte Geschäftsführerin Silke Thole bei der Eröffnung. Die von der Bundesregierung vorgegebenen Klimaziele seien letztlich nur durch energieeffizientes Bauen und Sanieren zu erreichen. Ein weiterer Grund dafür, dass der Zeitpunkt stimmt, ist der Rückenwind aus Berlin: Im Rahmen des ersten Konjunkturpakets der Bundesregierung hat die KfW Förderbank ihre Programme für energieeffizientes Bauen und Sanieren seit Januar 2009 deutlich ausgeweitet. Das wird bereits in diesem Jahr dafür sorgen, dass viele Eigentümer Sanierungsmaßnahmen anpacken können.

„Da passt es ausgezeichnet, dass sich Bauherren, Architekten und Handwerker auf einem zentralen Internet-Portal über alle Möglichkeiten des energieeffizienten Bauens und Sanierens informieren können, zumal solche Baumaßnahmen neben ökologischen in der Regel auch wirtschaftliche Vorteile bringen“, lobte Oberbürgermeister Palmer. Dies sei in der derzeitigen Wirtschaftskrise ein eindeutiger Vorteil. Palmer weiter: „Es handelt sich um ein ambitioniertes Projekt, das beispielhaft Deutschlands Weg zu intelligenten Dienstleistungen aufzeigt.“ Der begrüßenswerte Ansatz des Tübinger Start-up-Unternehmens liege vor allem darin, neue Wertschöpfung durch das Zusammenführen von unterschiedlichem Know-how zu schaffen.

Zwar gibt es im Internet bereits eine Reihe von Bau- und auch Energiespar-Portalen. „Diesen fehlt allerdings meist die journalistische Neutralität“, sagte EnBauSa-Chefredakteurin Pia Grund-Ludwig. Zudem seien dort Informationen zum Thema energetisches Bauen in der Fülle allgemeiner Nachrichten und Produktmeldungen nur schwer zu finden. EnBauSa hingegen setze auf einen Mix aus aktuellen News, Hintergrundinformationen, Interview und Elementen des so genannten Web 2.0 wie z.B. Foren, in denen Planer, Architekten, Handwerker und private Bauherren Meinungen austauschen können. Auch Weblogs sollen künftig eingerichtet werden können. Inhaltliche Unterstützung kommt von namhaften Instituten – wie etwa unter anderem dem Institut Bauen und Umwelt e.V, der Fraunhofer Allianz Bau mit 15 angeschlossenen Instituten, dem Institut Wohnen und Umwelt aus Darmstadt sowie dem Institut für Fenstertechnik in Rosenheim.

Der Renovierungsstau in Deutschland ist nach Meinung der EmBauSa-Gründerinnen enorm: 90 Prozent der Gebäude sind hierzulande laut Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) nicht oder kaum wärmegedämmt – man kann also von „energetischen Altbauten“ sprechen. Folglich lassen sich in diesem Bereich auch die größten Einspareffekte erzielen. Bislang werden Außenwände, Dächer, Fenster oder Heizungsanlagen häufig erst dann erneuert, wenn Verfall droht oder sich die Gesetzeslage verschärft hat. Legt man die technisch machbare „3-Liter-Haus“-Sanierung zugrunde, so erschließt die heute praktizierte energetische Sanierung bestehender Gebäude nur ein Drittel bis die Hälfte des Einsparpotenzials, so das BMWi. Die Projektdatenbank des Portals EnBauSa zeigt nun anhand konkreter Sanierungsbeispiele aus ganz Deutschland wie energetisch sinnvolle und angemessene Sanierung aussehen kann.

(Redaktion)


 


 

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