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Oettinger rechnet weiter mit Eigenständigkeit von Porsche

Im Gerangel um die Zukunft des hoch verschuldeten Sportwagenherstellers Porsche rechnet Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) offenbar mit einer Integration in den Volkswagenkonzern. Die Landesregierung habe schon «vor Wochen» die Möglichkeit eines integrierten Konzerns «akzeptiert», sagte er am Mittwoch (22.07.2009) in Stuttgart. Der Porsche - Aufsichtsrat kommt am Donnerstag zu der für die Zukunft des Unternehmens wohl entscheidenden Sitzung zusammen. Weiter Unklarheit herrscht über die Zukunft von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking.

Er habe «aus vielen Gesprächen» mit Vorständen und Mitarbeitervertretern beider Konzerne sowie der IG Metall und dem Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche «den festen Eindruck, dass alle Beteiligten dieser Perspektive von Porsche beipflichten», sagte Oettinger. «Bei gutem Willen aller» werde die Eigenständigkeit von Porsche erreichbar sein. Von diesem guten Willen gehe er aus.

   Dabei gelte das Anliegen der Landesregierung dem Erhalt aller rund 11 000 Arbeitsplätze von Porsche, sagte Oettinger weiter. Zudem gelte es «allen Händlern und allen Zulieferern» und der «Unternehmung von Porsche» in einen integrierten Konzern. In diesem müsse aber die Eigenständigkeit von Porsche »uneingeschränkt« gewahrt bleiben.

 Für Donnerstagmittag (23.07.2009) hat Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück die Mitarbeiter des Stammwerks Stuttgart-Zuffenhausen zu einer Belegschaftsversammlung geladen. Spekulationen zufolge will dann auch Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche das Wort an die Beschäftigten richten.

 Derweil berichtet das »Handelsblatt« (Mittwochausgabe), dass sich die Familie Porsche und Porsche-Chef Wiedeking weitestgehend auf einen Rückzug des Unternehmenschefs verständigt haben. «Es wird neue Gesichter an der Unternehmensspitze geben», sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person der Zeitung. Über Wiedekings Abschied solle möglichst noch vor der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung entschieden werden.

 Ein Konzernsprecher wollte das noch in der vergangenen Woche geäußerte Dementi zu einem möglicherweise bevorstehenden Abgang Wiedekings am Mittwoch nicht wiederholen. Zur Begründung verwies er auf die noch fehlende Abstimmung mit dem Aufsichtsrat . Seinen Angaben zufolge wird Wiedeking am Donnerstag als Vorstandsvorsitzender vor den Aufsichtsrat treten und dort sein Konzept vorlegen.

 Die Zeitung wiederum berichtete, dass das Umfeld des Porsche-Managements der Darstellung einer bevorstehenden Vereinbarung zum Rückzug des Konzernlenkers widersprochen habe. Allerdings wachse unter institutionellen Investoren die Unterstützung für die Pläne, die Porsche AG komplett unter das Dach von Volkswagen zu holen. «Es gibt eine operative Logik für das Zusammengehen von Porsche und Volkswagen», zitiert die Zeitung DWS-Fondsmanager Henning Gebhardt.

 Porsche ist mit knapp 51 Prozent größter VW- Aktionär . Die Stuttgarter halten zudem Optionen zum Erwerb von weiteren rund 20 Prozent. Porsche hatte sich jedoch bei dem Versuch, die Dreiviertelmehrheit an VW zu übernehmen, verhoben und sitzt nun auf einem mindestens neun Milliarden Euro hohen Schuldenberg.

 VW will zunächst 49,9 Prozent der Porsche-Anteile kaufen. Dabei würde Porsche als zehnte Marke in den VW-Konzern integriert. An dem vereinten Unternehmen würden dann die Porsche-Eigentümerfamilien Porsche und Piëch mehr als 50 Prozent der Anteile halten, das Land Niedersachsen 20 und das Emirat Katar bis zu 19,9 Prozent. Durch die Integration würden rund acht Milliarden Euro in die Kassen Porsches gespült.

(Redaktion)


 


 

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