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Kraftwerke/Oettinger

Oettinger will Atomkraftwerke wie Kohlekraftwerke behandeln

In der Debatte um die Zukunft der deutschen Atomkraftwerke fordert Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) eine grundsätzliche Abkehr von Laufzeitbegrenzungen. Kernkraftwerke sollten so lange betrieben werden können, wie sie technisch sicher seien, sagte Oettinger am Dienstag (07.07.2009) in Stuttgart. Die Entscheidung darüber sollten allein Sachverständige treffen, nicht die Politik.

Oettinger sprach sich dabei für ein Vorgehen wie bei Kohlekraftwerken aus, für die es ebenfalls keine Laufzeitbegrenzung gebe und über deren Betriebsdauer Fachleute befänden. Die Laufzeitverkürzungen bei Atomkraftwerken seien aus «ideologischen» Gründen beschlossen worden, kritisierte er. Sein Ziel sei es, diese Laufzeitverkürzungen und den von Rot-Grün beschlossenen Atomausstieg aufzuheben. Dabei gehe es ihm aber nicht um den Bau neuer Atomkraftwerke. Er zerbreche sich nicht den Kopf darüber, was nach 2020 zu tun sei.

   Die umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl, nannte Oettingers Forderung unverantwortlich. «Er fordert nichts anderes als einen unbegrenzten Atommüllberg und den offenen Bruch des schwer errungenen Atomkonsenses», kritisierte Kotting-Uhl in Berlin. Sie fügte hinzu: «Anstatt sich als gesellschaftlicher Brandstifter zu betätigen, sollte Oettinger endlich aufhören, die erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg auszubremsen.» Hier hinke das Bundesland anderen Bundesländern mittlerweile deutlich hinterher.

(Redaktion)


 


 

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