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Die neue Leitung der Oper Stuttgart präsentiert Spielplan 2011/2012

Am 6. Juni 2011 stellte der designierte Opernintendant Jossi Wieler zusammen mit seinem neuen Leitungsteam (Operndirektorin Eva Kleinitz, die Leitende Regisseurin Andrea Moses und Chefdramaturg Sergio Morabito) im Rahmen der Jahrespressekonferenz der Staatstheater Stuttgart den Opernspielplan 2011/12 vor.

Acht Premieren (davon zwei Uraufführungen der Jungen Oper), vier Wiederaufnahmen sowie 13 Opern des Repertoires stehen auf dem Spielplan 2011 / 12 der Oper Stuttgart. Die drei regieführenden Mitglieder des Leitungs-Teams, Jossi Wieler, Sergio Morabito und ndrea Moses, werden fünf der sechs Neuproduktionen im Opernhaus inszenieren und künftig ausschließlich in Stuttgart arbeiten. Als prominenter Gastregisseur kehrt Calixto Bieito für eine Neuproduktion nach Stuttgart zurück. »Mit unserer exklusiven Entscheidung für Stuttgart wollen wir der Verantwortung für dieses einzigartige Repertoire- und Ensembletheater gerecht werden«, so Jossi Wieler. »Oper ist das kollektive Kunstwerk schlechthin. Wir glauben an die kontinuierliche Entfaltung von Werken, Künstlern und der Institution im kreativen, langfristigen und verbindlichen Dialog.« 

Neben den etablierten Konzertreihen in der Liederhalle – in der Konzertsaison 2011 / 12 mit einem deutlichen Schwerpunkt auf neuer und zeitgenössischer Musik – werden die Liederabende in der kommenden Spielzeit mit drei zusätzlichen Liedmatineen zu einer umfangreicheren Reihe mit außergewöhnlichen Programmen erweitert. Das neu kreierte Format der Stuttgarter Komponistenwochenenden bietet je zwei Tage lang dem Publikum ein thematisch verdichtetes Musiktheaterprogramm. Ab der Spielzeit 2011 / 12 werden außerdem vor allen Opernvorstellungen und Konzerten kostenlose Einführungen angeboten. Im Anschluss an zahlreiche Vorstellungen wird das Publikum zudem die Möglichkeit haben, direkt mit Mitwirkenden, Regieteam und Dirigent ins Gespräch zu kommen.

Mit Hector Berlioz’ Fausts Verdammnis, der Eröffnungspremiere am 30. Oktober 2011 unter der musikalischen Leitung von Kwamé Ryan, zeigt die Leitende Regisseurin Andrea Moses in Zusammenarbeit mit ihrem langjährigen Bühnenbildner Christian Wiehle ihre erste Regiearbeit in Stuttgart. Die beiden folgenden Neuproduktionen liegen in den Händen von Jossi Wieler und seinem langjährigen Regiepartner und Chefdramaturg Sergio Morabito: Gemeinsam mit dem ehemaligen Stuttgarter Generalmusikdirektor Gabriele Ferro werden sie in der Ausstattung von Anna Viebrock Vincenzo Bellinis Nachtwandlerin (Premiere am 22. Januar 2012) zur Aufführung bringen sowie unter der musikalischen Leitung des designierten Generalmusikdirektors Sylvain Cambreling im Bühnenbild von Bert Neumann einen Doppelabend mit zwei selten gespielten Meisterwerken der frühen Moderne gestalten: Arnold Schönbergs Einakter Die Glückliche Hand und Leoš Janáčeks Schicksal (Premiere am 11. März 2012). Bei Alban Bergs Wozzeck (Premiere am 12. Mai 2012), wiederum unter der Regie von Andrea Moses, wird Michael Schønwandt, Erster Gastdirigent des Staatsorchesters, nach Stuttgart zurückkehren.

Ein Wiedersehen gibt es auch mit Calixto Bieito, der unter der musikalischen Leitung von Christian Curnyn Jean-Philippe Rameaus Oper Platée (Premiere am 1. Juli 2012) inszenieren wird. Die Musiktheatersaison 11/12 beschließt wiederum Andrea Moses mit Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni (Premiere am 25. Juli 2012), eine Übernahme vom Theater Bremen. Es dirigiert Antony Hermus.

Mit Georg Friedrich Händels Alcina, der ersten Wiederaufnahme der Spielzeit am 5. Oktober 2011 (Dirigat: Sébastien Rouland, Regie: Jossi Wieler und Sergio Morabito), kehrt eine Stuttgarter »Kultaufführung« nach Gastspielen in Edinburgh, San Francisco, Budapest und Lyon an das Haus zurück. In der Wiederaufnahme von Vincenzo Bellinis Norma (Musikalische Leitung: Ivan Anguélov, Regie: Wieler / Morabito), eine Inszenierung, die als kreativer Paradigmenwechsel im Umgang des Theaters mit dem Belcanto-Repertoire begrüßt wurde, gibt es ein Wiedersehen mit Catherine Naglestad in der Titelpartie, die ihre internationale Karriere als gefeiertes Ensemblemitglied in Stuttgart begann. Schließlich ist ab 25. Mai 2012 Peter Konwitschnys Ausnahmeinszenierung von Richard Strauss’ Elektra unter der musikalischen Leitung von Ulf Schirmer wieder an der Stuttgarter Oper zu sehen.

In der Jungen Oper wird Ludger Vollmers Oper Gegen die Wand nach dem gleichnamigen Film von Fatih Akin wiederaufgenommen. Das Projekt Smiling Doors, das in Zusammenarbeit mit an Krebs erkrankten und gesunden Jugendlichen entsteht, wird im Dezember 2011 uraufgeführt. Jennifer Walshes Musiktheater Die Taktik (Arbeitstitel) für junge Leute ab 13 Jahren, ein Auftragswerk der Jungen Oper, ist ab Juni 2012 zu sehen.

In der kommenden Saison wird es in Zusammenarbeit mit der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie eine erstmals sechsteilige Liedreihe geben, die die Miniaturform des Liedes in kontrastreiche Zusammenhänge setzt: Die Spannweite der Programme reicht vom klassischen Klavierlied bis zum französischen Chanson, von vokal-instrumentaler Kammermusik bis hin zum Melodram und zur großen Opernszene. Neben Ensemblemitglied Christiane Iven sind unter anderen Claudia Barainsky und Salome Kammer, Majella Cullagh und Claudia Mahnke, Mark Padmore und Christianne Stotijn, Georg Nigl sowie Dame Felicity Lott zu Gast.

Das erste der neu eingeführten Stuttgarter Komponistenwochenenden (17. / 18. März 2012) steht im Zeichen von Vincenzo Bellini und seiner Protagonistin Giuditta Pasta. Für sie komponierte Bellini die Primadonnenpartien in Die Nachtwandlerin und Norma, die an den beiden Abenden des Wochenendes im Opernhaus zu sehen sein werden. Das zweite Komponistenwochenende (23. / 24. Juni 2012) widmet sich mit Aufführungen von Katja Kabanova und Die glückliche Hand – Schicksal dem Komponisten Leoš Janáček. Beide Wochenenden werden mit Sonderkonzerten, Künstlergesprächen und Vorträgen namhafter Gastreferenten abgerundet.

Unter den Dirigentenpersönlichkeiten, die in der nächsten Spielzeit im Rahmen der Sinfoniekonzertreihe des Staatsorchesters Stuttgart zu erleben sein werden, befinden sich neben bewährten Partnern des Staatsorchesters wie Fabio Luisi und Pietari Inkinen namhafte Wunschkandidaten des Staatsorchesters Stuttgart, wie etwa Teodor Currentzis, Hartmut Haenchen und Kazushi Ono. Auch der scheidende Generalmusikdirektor Manfred Honeck führt in der Spielzeit vor Amtsantritt seines Nachfolgers Sylvain Cambreling seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Staatsorchester und Staatsopernchor in zwei Konzerten fort. Das Neujahrskonzert dirigiert Gabriele Ferro.

Die Kammerkonzerte bieten mit unkonventionellen Programmen zwischen Streichquartett und Filmmusik, zwischen Neuer und Alter Musik, zwischen west- und osteuropäischen Traditionen und mit außergewöhnlichen vokal-instrumentalen Zwischenformen etliche kompositorische Kostbarkeiten und Raritäten.

(Astrid C. Koke)


 


 

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