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75 Jahre Karl Braun: "Handwerker und Politiker - aber zu allererst ein Mensch"

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In diesem Jahr wurde der Tischlermeister und erfolgreiche Unternehmer Karl Braun 75 Jahre alt. Aber Karl Braun ist nicht nur in der Wirtschaft tätig, er halt sich vielmehr auch einen Namen als "Graswurzelpolitiker" gemacht, der viel für seine Heimatstadt Haiterbach und die Region Nordschwarzwald geleistet hat.

Im Jahr 1966 gründete Karl Braun als 29-jähriger seine eigene Firma und recht bald entwickelte sich sein Betrieb aus kleinsten Anfängen bis heute zu einem schwäbischen Vorzeigeunternehmen, das international "mitspielt", aber gleichwohl treu zur Heimat steht. 1971 erfolgt der Umzug in den Haiterbacher Betriebsneubau. Die Leistungsfähigkeit steigerte sich auch deswegen erheblich. Die Aktivitäten werden auf den gesamten süddeutschen Raum ausgedehnt. Neun Jahre später (1980) erfolgte dann der Bau einer neuen Produktions- und Lagerhalle mit über 800 qm. Insgesamt standen nun mehr als 2000 qm an Produktions- und Lagerfläche zur Verfügung. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf über 30. Die Aktivitäten dehnten sich alsbald auf das gesamte Bundesgebiet aus.

1985:  Die Fertigstellung eines dreigeschossigen Bürogebäudes am Stammsitz Haiterbach mit 400 qm Nutzfläche war ein weiterer Meilenstein der Firmengeschichte und im Jahr 1991 hatte das Unternehmen neben Haiterbach noch zwei weitere Standorte in Berlin und in Sömmerda (Thüringen).  Mit diesen drei Betriebe erreichte Karl Braun einen Umsatz in Höhe von 24 Mio. DM. Jetzt erfolgte auch der Sprung über die Grenzen hinweg ins benachbarte Ausland: 1995 in Falun (Schweden), Luxemburg, Salzburg und Val Gardena (Südtirol) wurden die ersten Sporthallenausbauten im Ausland abgewickelt - und in Südtirol und Luxembourg gehört das Sporthallen-Ausbausystem der Firma Karl Braun Innenausbau GmbH inzwischen zum offiziellen Ausschreibungsstandard

Die ehrenamtlichen Tätigkeiten des bekennenden Liberalen begannen im Jahr 1980, als er als Parteiloser für den Stadtrat in Haiterbach kandidiert hatte - und auf Anhieb gewählt wurde. Inzwischen bin ist er 32 Jahre lang Mitglied dieses Gremiums und wurde dabei sechs Mal wieder gewählt. Bei den letzten drei Kommunalwahlen trat er dann auf der von ihm selbst im Jahre 1998 neu gegründeten Demokratischen Bürgerliste Haiterbach (DBH) an.

In den Jahren 1990 bis 1997 war er Vorsitzender des 1990 neu gegründeten CDU-Stadtverbands von Haiterbach. In dieser Eigenschaft hatte Braun zusammen mit Haiterbacher Vereinen den Haiterbacher Stadtlauf kreiert und in zwölf darauf folgenden Jahren organisiert. Dabei war es ihm gelungen, für den 1. Haiterbacher Stadtlauf den damaligen Landesminister Dr. Mayer-Vorfelder als Schirmherr zu gewinnen.

Im Jahr 1997 hat der erfolgreiche Mittelständler auf einer Delegationsreise in die Emirate Herrn Dr. Walter Döring, den damaligen Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg, kennengelernt. In dessen Folge hat Dr. Döring den engagierten Kommunalpolitiker Braun persönlich zur Gründungsversammlung der Liberalen Initiative Mittelstand (LIM) nach Beutelsbach (Rems-Murr-Kreis) eingeladen. Im selben Jahr wurde Braun dann auch Mitglied dieser Organisation.

1999 wurde durch einen politischen Freund von Herrn Braun und späteren Kreisvorsitzenden, Hasso Kraus, der LIM Kreisverband Calw gegründet - übrigens der 1. Kreisverband in Baden-Württemberg. Im Kreisvorstand wurde Karl Braun einstimmig zum Stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt.Im Jahr 2000 ist Karl Braun dann für die FDP in den Kreistag nachgerückt und ist seitdem Mitglied des Kreistages von Calw, inzwischen zweimal mit jeweils sehr gutem Ergebnis wieder gewählt. Im selben Jahr übernahm Braun den Kreisvorsitz Calw der LIM und wurde zum stellvertretenden Landesvorsitzenden der LIM Baden-Württemberg gewählt, was er bis zum Jahr 2004 innehatte. In diesem Jahr gründete er mit Gleichgesinnten den LIM Bezirksverband Nordschwarzwald, dessen Vorsitz er bis heute innehat. Dieser Verband zählt bis heute zu den aktivsten im Land. 

Aber das ist noch nicht alles: Im Jahr 2002 wurde er als Nachfolger des erwähnten Hasso Kraus nun auch zum Bundestagskandidaten der FDP nominiert - und immerhin in Baden-Württemberg das sechstbeste Ergebnis aller Kandidaten erreicht. Im Jahr 2005 hatte Braun erneut für den Bundestag kandidiert und sein Ergebnis noch gesteigert: Diesmal erreichte er das drittbeste Ergebnis in Baden-Württemberg.

2006 hat der emsige Unternehmer und Kommunalpolitiker dann im Alter von 69 Jahren beschlossen, sich aus dem "hauptamtlichen Geschäftsleben" zurückzuziehen und seinen Betrieb in Haiterbach seinem Sohn Stephan übergeben, der die Geschäfte seither ganz in Sinne des Seniors weiterführt. Doch der Vollblutunternehmer Karl Braun wäre nicht Karl Braun, wenn er sich nicht doch noch ein Spielfeld bewahrt hätte, auf dem er sich tummeln kann: "Meine beruflichen Aktivitäten beschränken sich seither auf die Firma Karl Braun Interieur Luxembourg. Von dort habe ich viele schöne Aufträge akquiriert, von denen neben dem Betrieb in Haiterbach auch eine ganze Reihe anderer Handwerksbetriebe hier im Raum profitieren konnten."

(Hasso Kraus)



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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Karl Braun Haiterbach
Bild Nr. 2 © Hasso Kraus Addconnect


 

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