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Pharmahändler Celesio schließt in den roten Zahlen

Der Pharmagroßhändler Celesio hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinneinbruch erlitten. Das Nettoergebnis sank gegenüber dem Vorjahr von 435,4 Millionen auf minus 18,5 Millionen Euro, teilte das Stuttgarter Unternehmen am Donnerstag (26. März 2009) mit. Bereinigt um Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte verdiente Celesio 268,5 Millionen Euro.

Als Grund für den Gewinnrückgang nannte das Unternehmen unter anderem massive Preiskürzungen in Großbritannien sowie das schwache britische Pfund. Besonders groß seien die Einbußen im Schlussquartal gewesen. Im Gesamtjahr sanken die Erlöse von 22,35 Milliarden auf 21,83 Milliarden Euro. Für 2008 will der Konzern eine Dividende von 0,48 Euro je Aktie zahlen, nach 0,77 Euro im Vorjahr. Die im MDAX notierte Celesio-Aktie verlor bis zum Mittag 4,3 Prozent auf 15,30 Euro.

Bereits Anfang Februar hatte Celesio vorläufige Zahlen vorgelegt und mitgeteilt, die eigene Ertragsprognose erreicht zu haben. Zudem hatte das Unternehmen eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 287 Millionen Euro angekündigt. Grund für die Wertberichtigungen waren den Angaben zufolge die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten, die zu größeren Risikoabschlägen für das Apothekengeschäft in den Niederlanden, in Belgien, Irland und Italien geführt hatten.

Für die Zukunft zeigte sich Celesio jedoch weiter zuversichtlich. Allerdings werde für das erste Quartal 2009 ein Umsatzrückgang erwartet. Aufgrund von Sondereffekten sei für das Gesamtjahr zudem ein niedriger operativer Gewinn zu erwarten. Mittelfristig sieht das Unternehmen dennoch gute Wachstumschancen. «Celesio ist auf dem Weg vom Händler zum kundenorientierten Dienstleister», sagte Vorstandschef Fritz Oesterle. Zudem solle langfristig die Abhängigkeit von dem britischen Markt reduziert werden.

Celesio gehört mehrheitlich zur Haniel-Gruppe und beliefert eigenen Angaben zufolge in zwölf europäischen Ländern insgesamt rund 35 000 Apotheken mit Arzneimitteln. Daneben betreibt der Konzern zusätzlich rund 2300 Apotheken in Eigenregie. In Deutschland darf das Unternehmen wegen des geltenden Rechts keine eigene Apothekenkette unterhalten. Im Mai 2007 hat Celesio zudem rund 90 Prozent der Anteile an der Versandapotheke DocMorris übernommen.

(Redaktion)


 


 

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