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  • 12.05.2009, 11:03 Uhr
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  • Porto Cervo / Sardinien
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Unternehmen/Porsche

Piech: Porsche muss Schuldenprobleme selbst lösen

Der Volkswagen-Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piech hat den Sportwagenhersteller Porsche aufgefordert, vor einem möglichen Zusammengehen mit VW die eigenen Verschuldungsprobleme zu lösen. VW werde das nicht tun, sagte Piech, der auch Miteigentümer von Porsche ist, am Montag (11. Mai 2009) am Rande der Vorstellung des neuen VW-Polo-Modells auf Sardinien.

Mit den Aussagen Piechs erhöht sich der Druck auf Porsche, die Nettoverschuldung, die sich im Zuge des Mehrheitserwerbs an VW auf neun Milliarden Euro fast verdreifacht hat, abzubauen. Die Höhe der Schulden hat die Eigentümerfamilien von Porsche in der vergangenen Woche dazu veranlasst, die Aufnahme von Fusionsgesprächen mit VW zu forcieren. Eine Entscheidung wird für einen Zeitraum von drei bis vier Wochen angestrebt.

Piech sagte weiter, die Integration von Porsche sei eine Option. Einen kolportierten Kaufpreis von elf Milliarden Euro bezeichnete er allerdings als «zu hoch». Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von VW sitzt auch im Aufsichtsrat von Porsche, da seine Familie als Erbe des Unternehmensgründers neben der Familie Porsche Eigentümerin des Sportwagenherstellers ist.

Zwei weitere Möglichkeiten des Zusammengehens seien «Fusionsoptionen», sagte Piech weiter. Allerdings sei zum jetzigen Zeitpunkt eine Verschmelzung mit Porsche für VW von Nachteil, da die Wolfsburger «Rechte aufgeben» müssten. Piech führte dies nicht weiter aus. Als möglicher Name für den neuen Konzern könne «Auto Union» passen, sagte Piech. Er merkte jedoch an, dass es Jahre dauern könnte, bis die Menschen dies verinnerlicht hätten.

Die Zentrale eines gemeinsamen Unternehmens solle in Wolfsburg angesiedelt sein, sagte Piech. Diese Frage sei «unumstritten seit sechs Wochen». «Es gab keinen Widerstand aus Baden-Württemberg», fügte er hinzu. Die Zentrale von Porsche ist in Stuttgart.

Das sogenannte VW-Gesetz, welches dem Bundesland Niedersachsen ein Vetorecht bei wichtigen Unternehmensentscheidungen und den Arbeitnehmern weitreichende Mitbestimmungsrechte einräumt, soll nach Piechs Worten erhalten bleiben. Er sagte, dass er zu seiner Zeit an der Unternehmensspitze «damit umgehen» musste. Dabei habe sich die Arbeitnehmerseite kooperativ gezeigt. «Die Zukunft wird zeigen, dass es auch mit dem VW-Gesetz  funktioniert», sagte Piech und wies darauf hin, dass das Gesetz nur für die Kernmarke «Volkswagen» gelte.

(Redaktion)


 


 

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