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Porsche strotzt wieder vor Kraft: Mehr Gewinn, mehr Investitionen , mehr Mitabeiter

Der Sportwagenbauer Porsche investiert 150 Millionen Euro ins Entwicklungszentrum Weissach im Kreis Böblingen. Dies wurde vor dem Hintergrund eines kräftigen Sprungs bei Umsatz und Gewinn verkündet. Von August bis Oktober stieg der Absatz im Vergleich zum schwachen Vorjahresquartal um 86,4 Prozent auf 21.218 Fahrzeuge.

Porsche investiert rund 150 Millionen Euro in den Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums in Weissach bei Stuttgart. So will der Sportwagenhersteller unter anderem einen neuen Windkanal bauen, ein Design-Zentrum sowie ein Elektronikzentrum. Dabei sollen diese Anlagen nicht nur für Porsche-Entwicklungen eingesetzt werden, sondern in verstärktem Maße auch für externe Kunden des Autobauers, die dort Projekte entwickeln lassen wollen. Daneben erhöht Porsche auch die personellen Kapazitäten. Bereits relativ kurzfristig  werden rund 100 Ingenieure eingestellt. Porsche will nach der Übernahme durch Volkswagen auch neue Modelle präsentieren, so zum Beispiel einen kleinen Geländewagen. Aber: Solche neuen Modelle bedeuten auch zusätzliche Entwicklungsarbeit, selbst wenn große Teile vom VW-Konzern stammen. Umstritten im VW-Konzern ist gegenwärtig noch, welcher der beiden Marken - Porsche oder Audi die Federführung bei der Entwicklung von Sportwagen bekommt.

Der Umsatz von Porsche betrug im genannten Zeitraum 2,06 Milliarden Euro, das sind 80,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des vorangegangenen Geschäftsjahres. Das operative Ergebnis lag bei 395 Millionen Euro nach 52 Millionen Euro im Vorjahresquartal, wie der Hersteller in Stuttgart mitteilte. Damit weist der Konzern eine deutlich zweistellige Umsatzrendite auf. Aber: Porsche steckt zurzeit in einem verkürzten Rumpfgeschäftsjahr 2010 (1. August bis 31. Dezember), weil der Stuttgarter Autobauer im Zuge der Fusion mit VW sein Geschäftsjahr ändert.

Auch auf die gesamte Geschäftsjahressicht bleibt Porsche zuversichtlich: "Aufgrund der guten weltweiten Auftragseingänge in den letzten Monaten erwarten wir für das Rumpfgeschäftsjahr von August bis Dezember 2010 eine deutlich zweistellige Umsatzrendite", sagte Lutz Meschke, Vorstand Finanzen und Einkauf der Porsche AG. Die Absatzzahlen der einzelnen Baureihen zeigen eine hohe Nachfrage nach der neuen Generation des Geländewagens Cayenne: 10.292 verkaufte Fahrzeuge bedeuten im Vorjahresvergleich einen Zuwachs um 151 Prozent. Die neue Generation wurde seit Mai eingeführt. Auch die Limousine Panamera hat mit 5.778 verkauften Einheiten und einer Steigerung von 94 Prozent großen Anteil am Erfolgskurs von Porsche. Verantwortlich für den hohen Zuwachs ist dabei zunächst, dass der Panamera im Vorjahresquartal noch nicht in allen Märkten weltweit verfügbar war und das Sechszylinder-Modell erst im Mai 2010 zu den Händlern kam, so die Mitteilung. 

Der Sportwagenbauer Porsche will nun auch sein Topmodell, die Limousine Panamera, mit einem Dieselmotor anbieten. "Der Erfolg mit dem Cayenne Diesel zeigt uns: Das Thema bietet  Potenzial. Der Panamera Diesel ist in Vorbereitung für die zweite Jahreshälfte", sagte der Porsche-Vorstandsvorsitzende Matthias Müller dem Bielefelder "Westfalen-Blatt" vor wenigen Tagen. Porsche hatte den Diesel jahrelang abgelehnt, weil die vergleichsweise schweren Maschinen nicht in das Konzept der Sportlichkeit passten. Beim Geländewagen Cayenne hatte Porsche erstmals Dieselmotoren eingebaut.

Porsche-Manager Matthias Müller gab einen positiven Ausblick auf die kommende Geschäftsentwicklung. "Wir sind aber zuversichtlich für das volle Kalenderjahr und auch für 2011. Neben den USA und Deutschland geht es vor allem in China kräftig voran", sagte er. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (31. Juli) hatte Porsche 82.000 Autos verkauft und einen Rekordumsatz von 7,8 Milliarden Euro eingefahren. Müller äußerte sich zum ersten Mal genauer über Pläne zum China-Geschäft: Dort seien es "weniger die reinen Sportwagen, sondern der Cayenne und insbesondere der Panamera, die sich gut verkaufen". 

Um auch den Absatz der Sportwagen anzuschieben, will Porsche auch Kunden-Erlebnisstrecken bauen, zunächst in Peking und Shanghai. "Dort haben dann die Kunden die Möglichkeit, ihren Sport auszuleben." In China seien viele Straßen schlecht und überfüllt, hart gefederte Sportwagen machten dort wenig Freude. Matthias Müller deutete ferner an, neben dem bereits angekündigten neuen kleinen Geländewagen Cajun verfolge Porsche weitere Wachstumspläne bei den Modellreihen: "Die Einstellung zur Mobilität hat sich weltweit geändert, wie das Downsizing zeigt. So ist es nur normal, über ein sehr sportliches Auto unterhalb des Boxsters nachzudenken. Man wird sehen und berücksichtigen, was die Kunden möchten."

Der Porsche-Chef kündigte schließlich an, sich innerhalb des VW-Konzerns nicht der anderen sportlichen Marke Audi unterordnen zu wollen. "Wir werden in jedem Segment das sportlichste Angebot bieten, auch im konzerninternen Wettbewerb. Kompromisse wird es nicht geben."

(Redaktion)


 


 

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