Sie sind hier: Startseite Stuttgart Marketing Unternehmen
Weitere Artikel
Unternehmen/Porsche

Porsche: Showdown am kommenden Mittwoch

Die Familien Porsche und Piech wollen angeblich am Mittwoch, 6. Mai 2009, über einen Verkauf der Stuttgarter Porsche AG an Volkswagen entscheiden. Das Nachrichtenmagazin «Focus» berichtete vorab, an diesem Tag treffe sich der erweiterte Familienkreis in Salzburg. Die fünf wichtigsten Vertreter des Clans, darunter Wolfgang Porsche und Ferdinand Piech, hätten sich bei einem Treffen am vergangenen Mittwoch (29. April 2009) im Porsche-Entwicklungszentrum Weissach nicht auf eine Lösung für die Finanzprobleme des Autokonzerns einigen können.

Das Blatt schrieb, Porsche-Miteigentümer und VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech habe in Weissach für eine Veräußerung der Sportwagenfirma an VW geworben und ein von VW-Vorstandschef Martin Winterkorn erarbeitetes Konzept vorgelegt. Danach solle VW Porsche für elf Milliarden Euro kaufen. Damit wären die Familien auf einen Schlag schuldenfrei.

Piech soll zudem vorgeschlagen haben, sich sofort von Porschechef Wendelin Wiedeking und dessen Finanzvorstand Holger Härter zu trennen. Sie sollten Winterkorn und VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch ersetzt werden. Porsche ist nach Presseberichten durch die milliardenschwere VW-Übernahme in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Derzeit hält das Unternehmen 50,8 Prozent an VW.

Wiedeking sei Piech mit einem Alternativkonzept entgegengetreten, schrieb das Blatt. Er wolle die Geldprobleme vor allem durch eine Kapitalerhöhung lösen. Die Eigentümer sollten die Finanzmittel zur Verfügung stellen, um die Eigenständigkeit Porsches zu bewahren. Zugleich habe Wiedeking auf den Plan verzichtet, 75 Prozent der VW-Anteile zu erwerben sowie einen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag anzupeilen. Er wolle sich nun mit der Rolle eines starken, aber nicht gänzlich dominierenden Großaktionärs begnügen.

Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück machte den Familienvertretern dem Magazin zufolge in Weissach heftige Vorwürfe. Sie hätten in den vergangenen 10 Jahren dank steigender Unternehmensgewinne 15 Milliarden Euro verdient. Er könne nicht fassen, dass sie nun kein Geld in den Konzern stecken wollten und stattdessen sogar einem Verkauf an Volkswagen zustimmen würden. Eine derartige Entschuldung von Milliardären auf dem Rücken der Beschäftigten werde er niemals akzeptieren.

(Redaktion)


 


 

Porsche
Piech
Porsche AG
Volkswagen
Nachrichtenmagazin
Focus
Salzburg
Wolfgang Porsche
Ferdinand Pie

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Porsche" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: