Sie sind hier: Startseite Stuttgart Marketing Unternehmen
Weitere Artikel
Unternehmen/Porsche

Porsche sieht sich bei VW nicht unter Druck

Der Sportwagenhersteller Porsche will sich im Machtkampf mit Volkswagen um die Zukunft als vereinter Autokonzern nicht unter Druck setzen lassen. Konzernsprecher Anton Hunger dementierte am Montag (18. Mai 2009) in Stuttgart Berichte, wonach Porsche einen Kredit von 3,3 Milliarden Euro bis Ende Mai zurückzahlen müsse. Der Kredit laufe bis März kommenden Jahres und könne ein weiteres Jahr verlängert werden. «Wir sind nicht unter Druck.» Dennoch habe der Schuldenabbau für Porsche oberste Priorität, sagte Hunger. Dazu würden auch Gespräche mit potenziellen Investoren geführt.

Betriebsratsvorsitzender Uwe Hück trat erneut Spekulationen entgegen, VW werde Porsche für wenig Geld selbst schlucken: «Wolfgang Porsche und Hans Michel Piëch haben mir zugesichert, dass Porsche eigenständig bleibt und die Eigentümerfamilien stark genug sind, diese Eigenständigkeit zu garantieren», erklärte Hück nach Betriebsversammlungen in Weissach, Zuffenhausen und Ludwigsburg. Der Oberkontrolleur des Sportwagenbauers, Wolfgang Porsche, und Hans Michel Piëch sind die Sprecher der Familienstämme.

Für die Betriebsversammlung hatten konzernweit rund 6000 Mitarbeiter kurzzeitig die Arbeit niedergelegt. Bei den Veranstaltungen habe der Betriebsrat die Belegschaft über die aktuellen Vorgänge bei Porsche informiert, sagte eine
Betriebsratssprecherin. Im Mittelpunkt habe dabei die Situation zwischen den beiden Eigentümerfamilien Porsche und Piech gestanden. Im Anschluss an die gut einstündigen Veranstaltungen hätten die Beschäftigten wieder die Arbeit aufgenommen.

Am Wochenende hatte VW eine für Montag angesetzte Verhandlungsrunde über eine Fusion der beiden Autohersteller kurzfristig abgesagt. Es gebe für «konkrete Gespräche derzeit keine konstruktive Atmosphäre», hieß es dazu aus Wolfsburg. Am Montag wollte der Aufsichtsrat von Porsche über die Lage  beraten.

Porsche hält derzeit 51 Prozent an VW und hatte ursprünglich geplant, 75 Prozent und damit die volle Kontrolle über VW zu übernehmen. Dieser Plan hatte sich jedoch infolge der Finanzkrise und der Absatzkrise der Autohersteller als zu ehrgeizig entpuppt. Das Unternehmen aus Zuffenhausen soll unter einem Schuldenberg von rund neun Milliarden Euro ächzen, vor allem aufgrund der Optionsgeschäfte mit VW-Aktien.

(Redaktion)


 


 

Sportwagenhersteller Porsche
Volkswagen
Autokonzern
Konzernsprecher Anton Hunger
Eigentümerfamilien

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Sportwagenhersteller Porsche" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: