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Vom Mythos zur Last – oder die Lust an der Formgebung

Eine Podiumsdiskussion um die Entwicklungsgeschichte der siebten Porschegeneration. Michael Mauer (Chef Design Porsche) erläutert die maßgeblichen Kriterien zur Entwicklung des siebten 911er.

Rat für Formgebung in Person des Hauptgeschäftsführers Andrej Kupetz gab Michael Mauer (Chefdesign Porsche), Professor Dr. Hartmut Esslinger (frogdesign, Gründer der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe),Professor Lutz Fügner (Hochschule Pforzheim) und Christoph Ingenhoven (Ingenhofen Architects) die Gelegenheit über Details und Gedanken zu der Entstehung der siebten Porschegeneration zu diskutieren.

Geführt durch die Moderation von Barbara Hahlweg (ZDF: heute Deutschland), eröffnete Michael Mauer mit einer ansehnlichen Schilderung die Entstehung des neuen Designs. Zu seinen Erklärungen zeichnete er parallel Designstudien die aufzeigten wie die Ikone wieder neu interpretiert wurde. Als Basis dienten Vorgaben aus dem klassischen Design der ersten 1963er Generation.
Ist der 911er eigentlich ein Auto? Formal ja, emotional für jeden individuell. Aus der Runde war zu hören daß man Design eigentlich nicht den Designern überlassen sollte, dazu ist es eigentlich zu wichtig. „Design ist für Kunden, nicht für Designer“. Schmunzelnd, und nicht davon beindruckt erklärte MM (von der Skizze begleitet) das Vorgehen in 3 Phasen. Größere Räder sollte er erhalten, der Radstand länger werden. Trotzdem sollte er kompakt wirken und in den Ausmaßen gleich bleiben. Die Dachlinie klassisch bleiben und die Kotflügel höher als die Haube. Die Spiegel auf Schulter, einen lieben Blick, Kampfhund aber doch Einkaufsauto.
Behutsam aber konsequent Verändern, die Last an der Formgebung halt, die Lust aber am speziellen Design. Also die Sehnsucht nach der Einfachheit kombiniert mit der Schönheit. Ach ja, und Ökologisch sollte er natürlich auch sein.
Nicht jeder der Diskussionsteilnehmer stimmte mit den Ausführungen überein, wie üblich prallten verschiedene Meinungen aufeinander. Letztendlich wird sich die Zufriedenheit der Porsche Kundinnen in den Verkaufszahlen widerspiegeln. Abwarten und Tee trinken heißt es doch so schön.
Wichtig für die Entsceidungen von heute sind doch sicherlich amerikanische Studien? Interessiert es Sie ob der Porsche beim Flirten hilft? Reicht Frauen die Ausstrahlung Ihrer sinnlichen Weiblichkeit? Benötigen Männer diese Hilfe schon?

Ich jedenfalls liebe diese heißen Designschnittchen, bin jedoch der Meinung es geht lediglich um das Genießen und die Streicheleinheiten dieser sinnlich anregenden Ausstattung. Wie sieht das der Porsche Vorstand? Welcher Blick ist da im Spiel, wäre mal interessant zu wissen.

Aus drei vorgeschlagenen Designentwürfen hatte der Vorstand nämlich die Qual der Wahl.

Jedenfalls, der Rat für Formgebung versteht etwas von Design. Dieses war beim anschließenden Dinner ganz deutlich zu sehen und zu schmecken.

Begleitet wurde das Dinner von vielen Einzel Diskussionen zu den vorher gehörten Ausführungen. Unter Fachpublikum versteht sich, viele der Gäste sind Besitzer eines oder gar mehrerer Porsche.
Am Ende des Tages sind Traditionen gebrochen worden, die klassischen Elemente aber wurden bewahrt. Die Lust am Design hat wohl gesiegt, ein typischer Porsche ist wieder entstanden. Wieder ein tolles Auto das eigentlich keiner braucht, in jedem jedoch Sehnsüchte geweckt werden.
Fotos©: BEck, Porsche;Text: BEck;

(Redaktion)


 


 

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