05.02.2012  16:54 Uhr

Gesundheit
Zentrum für Psychiatrie Winnenden Wiedereröffnung des saniertes Hauses D

Winnenden. Nach der Generalsanierung des Hauses D im Klinikum Schloss Winnenden verbessert sich die Versorgung für die Patienten des Zentrums für Psychiatrie (ZfP). Auch die Energiebilanz des Gebäudes wird deutlich günstiger.

Bei der Eröffnung lobte Sozialministerin Katrin Altpeter: „Es wurde eine Atmosphäre geschaffen, die angst- und spannungsreduzierend wirkt und den Heilungsverlauf günstig beeinflusst. Daneben verfügt das Gebäude mit seiner energetischen Ausstattung und Isolierung nun über den modernen Standard eines Neubaus.“

Die akutpsychiatrische Station im Erdgeschoss und die offene Depressionsstation im ersten Obergeschoss verfügen über moderne Therapieräume und insgesamt 60 Betten. Im Gartengeschoss stehen jetzt klinikübergreifende Angebote für die Ergotherapie bereit. „Möglich wurde das unter anderem durch die Förderung aus Landesmitteln mit 6,6 Millionen Euro“, so Altpeter. „Davon profitieren nicht nur die Patienten. Es entstehen auch moderne und zukunftssichere Arbeitsplätze.“

In ihre Rede würdigte die Ministerin die Rolle der Zentren für Psychiatrie beim Aufbau einer gemeindenahen Versorgung. Als „bedeutsamer Partner im Gemeindepsychiatrischen Verbund (GPV) bauen die ZfP, gemeinsam mit anderen Anbietern, vor Ort sektorübergreifende, patientenzentrierte Versorgungsketten auf.“ Das psychiatrische Krankenhaus könne nicht wie früher, der alleinige Versorger sein. Vielmehr sei es Ziel, die stationäre Versorgung mit komplementären Einrichtungen und Diensten in der Gemeindepsychiatrie zu vernetzen. „Wir wollen eine wohnortnahe Behandlung“, erklärte Altpeter ihre Vorstellungen. „Uns ist es wichtig, dass psychisch kranke Menschen in ihrem angestammten sozialen Umfeld leben können und dort – soweit möglich – umfassende Therapien und Betreuung erhalten.“ Dabei müsse der Patient im Mittelpunkt des Denkens stehen. 

Darum gehe es auch bei dem im Koalitionsvertrag vorgesehenen Landespsychiatriegesetz. „Aktuell erarbeitet eine Arbeitsgruppe hierzu Eckpunkte. Wir haben aber alle Interessierten eingeladen, ob Vertreter der ZfP oder Patientenvertreter, sich am Diskussionsprozess zu beteiligen“, stellte Altpeter fest.


 

(Redaktion)

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Bild Nr. 1 © Klinikum Schloss Winnenden



 


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1 Kommentar »

08.03.12 02:26 Uhr
Benno
Gesetz in Baden-Württemberg
"Darum gehe es auch bei dem im Koalitionsvertrag vorgesehenen Landespsychiatriegesetz. „Aktuell erarbeitet eine Arbeitsgruppe hierzu Eckpunkte. Wir haben aber alle Interessierten eingeladen, ob Vertreter der ZfP oder Patientenvertreter, sich am Diskussionsprozess zu beteiligen“, stellte Altpeter fest."

"Grundgesetzwidrige Zwangsbehandlung soll in Ba-Wü wieder eingeführt werden!"

ist der Name eines Artikels, der zu diesem Thema erscheienen ist.
Er behandelt den Gesetzgebungsprozess in BW und eine Anhörung der Grünen zum Thema (Zwangs-)Psychiatrie und die Reaktion der Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener e.V. darauf, die auch ein neues Rechtsgutachten vorstellt, das ans Ministerium von Altpeter ging mit dem Titel:
"Gutachterliche Stellungnahme
zur Frage der Verfassungskonformität eines Entwurfs der Neufassung des
§ 8 des Unterbringungsgesetzes des Landes Baden-Württemberg (UBG).
Von Prof. Wolf-Dieter Narr und RA Thomas Saschenbrecker"

Zitate aus dem Artikel:

"Zwei Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts beurteilen die psychiatrische Zwangsbehandlung in der BRD, als mit dem Grundgesetz der BRD nicht vereinbar und damit als illegal. Die „grün-rote“ Landesregierung in Baden-Württemberg (BW) versucht sie jedoch mit Hilfe einer Gesetzesänderung erneut zu legalisieren. ...

Unter dem Titel
„Zwischen Selbstbestimmung und Schutz: Rechte von psychisch kranken Menschen stärken“
veranstaltete die Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg, am 13. Februar 2012 (13.02.2012) eine Anhörung zum geplanten neuen PsychKG im Gebäude des Landtags von BW in Stuttgart.
Diese Anhörung offenbarte ein weiters Mal, wie die Grünen, – als Srecher geladen waren durchweg Befürworter des psychiatrischen Zwangsbehandelns –, in bester Psychiatermanier von Hilfe und Schutz sprechen, wenn sie Grundrechtsveletzungen und psychiatrischen Zwang umschreiben wollen. Sprecher und Verantwortliche aus dem Justizministerium BW waren nicht anwesend!"

Quelle:
http://linksunten.indymedia.org/de/node/55191


Auch die "Anstifter" aus Stuttgart geben auf iherer Seite die Erklärung der Arbeitsgemeinscheft wieder:
"Das Bundesverfassungsgericht hat die gewaltfreie Psychiatrie auf die Tagesordnung gesetzt – aber Grün-Rot in Stuttgart will das noch verhindern."
Quelle:
http://www.die-anstifter.de/?p=12333
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