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  • 06.05.2009, 19:31 Uhr
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Unternehmen/LBBW

Ratingagentur stuft LBBW herab

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und weitere Landesbanken heruntergestuft. Die Institute sähen sich großen Herausforderungen gegenüber, teilte S&P am Mittwoch (06. Mai 2009) mit. Geprüft worden seien die Ratings unter anderem mit Blick auf den aktuellen wirtschaftlichen Abschwung und dessen Folgen für die Banken. Die hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Landesbanken von ihren jeweiligen Eigentümern unterstützt würden, sei in den Ratings mit je drei bis fünf Stufen berücksichtigt worden.

Zu den Banken gehören außerdem die WestLB und die BayernLB. Die Institute aus Düsseldorf und München wiesen die Entscheidung als nicht nachvollziehbar zurück und veröffentlichten nach der Herabstufung positive Quartalszahlen. Auch die LBBW wies für die ersten drei Monate einen Gewinn aus.

Die WestLB AG hat eigenen Angaben zufolge im ersten Quartal 2009 das beste Ergebnis vor Steuern seit Abspaltung der NRW.BANK erreicht. Das Ergebnis berücksichtige vollumfänglich erhebliche Belastungen aus der Marktbewertung von Staatsanleihen im Auftaktquartal, teilte die Landesbank am Mittwoch mit. Das kundenfokussierte Geschäftsmodell habe hierzu maßgeblich beigetragen.

Die WestLB kritisierte insbesondere den Zeitpunkt der Herabstufung unmittelbar vor maßgeblichen strategischen Weichenstellungen für die Zukunft des deutschen Landesbankensektors. «Wir hätten erwartet, dass die Agentur die zwischen Bund, Ländern und den Eigentümern der Landesbanken entwickelte Entscheidungsfindung abgewartet hätte», heißt es in der Mitteilung. Die WestLB sei im Prozess, ihre strategischen Herausforderungen zu lösen, bereits deutlich vorangekommen. Die Eigentümer der Bank «stehen uneingeschränkt» - insbesondere auch in der Transformationsphase bis zu einem möglichen Bieterprozess - zur WestLB.

Bei der BayernLB hieß es, die Rekapitalisierung der Bank sowie die erfolgte Abschirmung des ABS-Wertpapierportfolios durch den Freistaat Bayern dokumentierten die nachhaltige Unterstützung durch den Mehrheitseigentümer. Im ersten Quartal sei wieder ein positives operatives Ergebnis von etwa 550 Millionen Euro erwirtschaftet worden.

Zuvor hatte die LBBW, die 2008 noch Milliardenverluste geschrieben hatte, mitgeteilt, dass der Konzernüberschuss nach Steuern von Januar bis März auf 236 Millionen Euro gestiegen sei. Im Vorjahreszeitraum hatte das Institut einen Verlust von 514 Millionen Euro verzeichnet. Mit dem Ergebnis seien die eigenen Ziele in den ersten drei Monaten 2009 deutlich übertroffen worden, sagte LBBW-Vorstandsvorsitzender Siegfried Jaschinski.

(Redaktion)


 


 

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