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Innere Sicherheit/Waffenrecht

Regierungspräsident: Frauen sollen auf Waffenrückgabe drängen

Der Stuttgarter Regierungspräsident Johannes Schmalzl fordert die Frauen auf, in ihren Familien stärker auf die Rückgabe legaler Waffen zu drängen. «Wir brauchen die Mütter - sie wissen, welche Waffen in einem Haus gelagert werden, und sie müssen mitsprechen, ob das überhaupt erwünscht ist,» sagte Schmalzl dem Nachrichtenmagazin «Focus» laut Vorabbericht vom Freitag (10. April 2009). Er werde deshalb auf Frauenvereinigungen wie «Terre des Femmes» zugehen.

Häufig seien Frauen Opfer von Waffen, wenn diese eingesetzt würden, um Konflikte zu lösen. Für die Forderung der Opferfamilien des Amoklaufs von Winnenden nach Verschärfung des Waffenrechts hege er «eine Grundsympathie», sagte Schmalzl. «Zur Not könnte man auch das Grundgesetz ändern, das die Unverletzlichkeit der Wohnung in diesem Fall regelt», sagte er.

Für die Rückgabe von illegalen Waffen wünsche er sich eine Amnestie. Sie «würde es sicherlich erleichtern, solche Waffen wieder zurückzugeben. Darüber muss aber die Politik entscheiden», sagte Schmalzl.

Als Konsequenz aus dem Amoklauf in Winnenden verlangte Schmalzl auch ein größeres Engagement der Väter in der Schule. Es sei «eine zentrale Frage, wie sich die Eltern von Tim K. in das schulische Leben eingebracht haben». Väter sollten sich trotz der beruflichen Beanspruchung stärker um den schulischen Alltag kümmern. «Elternabende sind keine Mütterabende, Lehrergespräche sind auch Vätersache», sagte der Regierungspräsident.

(Redaktion)


 


 

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