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Stuttgart 21

Kritik an S21-Gegnern wird lauter: Dauercamper schaden dem Schlossgarten-Park

Die Interessengemeinschaft (IG) BÜRGER FÜR STUTTGART 21 hat die so genannten Parkschützer aufgefordert, endlich den Schlossgarten zu verlassen. „Der Park ist zu einem Campingplatz für Dauercamper geworden mit Dixiklos, Feuerstellen und Grillpartys“. Zugleich mutmaßt die IG, dass für das Projekt "K 21" mehr Bäume gefällt werden müssten als für "S21".

Dies betonte  der Sprecher der IG BÜRGER FÜR STUTTGART 21, Gerald Holler, in einer Presseerklärung. Der Unmut der Stuttgarter über den Zustand des Parks werde von Tag zu Tag größer. Zugleich bat die IG das Stuttgarter Ordnungsamt, zum Schutz des Parks keine Demonstrationen mehr auf dem Rasen der Parkanlagen zu genehmigen. Ferner appellierte die IG an die Polizei, die Rechtsverstöße der so genannten Parkschützer nicht länger zu dulden. 

Seit Wochen wird im Park gezeltet, es wurden Baumhäuser gebaut, und so genannte Baumschützer haben sich in diesen Baumhäusern eingenistet. Bäume werden mit Stofftieren umwickelt und mit Metallblättchen verunstaltet. Zudem wurden Kreuze im Park aufgestellt. „Das alles wird immer bizarrer“, stellt Holler fest. Und sei für die Stuttgarter nicht mehr nachvollziehbar, geschweige denn tolerierbar. „Der Park gehört uns allen. Es kann deshalb nicht angehen, dass ein kleiner Teil der Bevölkerung ihn zu ‚seinem Park’ erklärt und meint, er kann sich alles erlauben.“ Die IG sammelt derzeit Unterschriften für eine Sammelbeschwerde beim baden-württembergischen Staatsministerium, die die Zustände im Park zum Inhalt hat. Der Schlossgarten ist Eigentum des Landes.

 Grillplätze, Trampelpfade und Dixiklos

Die Gegner der Jahrhundertchance Stuttgart 21 okkupierten seit Wochen diesen Teil des Parks nahe dem Bahnhof. Die Folge: Müll, Dreck überall, der Rasen als Schlammfeld. Durch  die Demonstrationen sei zudem der gesamte Rasen in diesem Teil des Parks in Mitleidenschaft gezogen. Holler: „Da wächst vorerst nichts mehr.“ Ohne die Demonstrationen, ohne die Dauercamper hätte der Park bis Mitte 2012 als normale Parkanlage genutzt werden können. Denn bis dahin dauern die vorbereitenden Baumaßnahmen, erst danach werde – allerdings in Abschnitten – gebaut. Die Menschen könnten während der gesamten Bauzeit durch den Park und den Steg in die Innenstadt gelangen.

 Aus gutem Grund sei Campen im Park nicht erlaubt, ebenso wie Grillen und Feuerstellen, um sich zu wärmen. Doch derzeit scheinen diese Regeln für einen bestimmten, kleinen Teil der Bevölkerung nicht zu gelten, so die IG. Dass die so genannten Parkschützer ihren Namen längst ad absurdum geführt haben, sei für jeden offensichtlich, der in den Park gehe. „Wahrscheinlich sind selbst Bauarbeiten nicht in der Lage, in so kurzer Zeit eine solche Verwüstung zu hinterlassen“, erklärte der Sprecher der IG BÜRGER FÜR STUTTGART 21. In den vergangenen Wochen hätten die so genannten Parkschützer eines gezeigt: „Sie schützen den Park nicht, sie verschmutzen ihn, sie zerstören ihn - und zwar mehr als die Bauarbeiten für Stuttgart 21 es je tun werden.“

„Wir werden die Markierungen spätestens in einer Woche entfernen“, beruhigt der Sprecher der IG BÜRGER FÜR STUTTGART 21, Gerald Holler. Denn die IG will, dass Stuttgart 21 gebaut, nicht dass der Park verschandelt wird. 

Müssen für "K 21" mehr Bäume gefällt werden als für "S 21"?

Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 behaupte immer wieder, ein modernisierter Kopfbahnhof und zusätzliche Gleise wären eine Alternative zu Stuttgart 21 – noch dazu eine Alternative, die „leistungsfähig, nachhaltig und kundenfreundlich“ sei. „Doch das alles trifft nicht zu“, weiß Holler – gleichgültig von welcher K21-Variante die Rede ist. Und auch für die K21-Varianten müssten Bäume gefällt werden. Bei den Diskussionen am Bauzaun werde aber immer wieder deutlich, dass selbst vielen „eingefleischten S21-Gegnern“ die Folgen der K21-Varianten nicht bewusst seien.   

Varianten von K 21 gibt es zuhauf. Deshalb ist zumeist vollkommen unklar, welcher Trassenverlauf jeweils unter K21 verstanden wird. So müssen bei der favorisierten Variante vier zusätzliche Gleise oberirdisch vom Stuttgarter Hauptbahnhof nach Cannstatt gebaut werden, um sowohl das steigende Aufkommen im Fernverkehr als auch den notwendigen Rangierverkehr nach Untertürkheim aufnehmen zu können. Für zwei dieser Gleise müssten die Bäume in der Felix-Mendeslsohn-Bartholdy-Allee im Schlossgarten gefällt werden. Und zwar alle der teilweise bis zu 200 Jahre alten Bäume – exakt 350 Bäume. Da bei K21 nicht wie bei Stuttgart 21 rund 20 Hektar Park hinzu kämen, könnten auch keine neuen Bäume gepflanzt werden. Übrigens: Im Anschluss an diese Trasse müsste der Rosensteinpark parallel zum bestehenden Tunnel aufgegraben werden, da der zusätzliche Tunnel nur in einer offenen Bauweise erstellt werden könnte.  

Den Erfindern dieser K 21–Variante müssen diese Folgen bewusst. Deshalb verschweigt man diese Tatsache und geht nur von zwei zusätzlichen Gleisen aus, die diese Trasse nicht benötigen. Wohl wissend, dass alleine zwei Gleise für den Rangierverkehr mit momentan fünf Gleisen nicht ausreichend sind. Fest steht: Diese zusätzlichen Gleise werden aufgrund der Zugbewegungen gebraucht und die Bäume der Allee werden gefällt werden müssen. Auch wenn das Aktionsbündnis gerne versucht, diesen Umstand als „glatte Lüge“ vom Tisch zu fegen.

Die alten, hohen Bäume in der Felix-Mendelsohn-Bartholdy-Allee sind übrigens nicht die einzigen Bäume, die K 21 zum Opfer fallen würden. Bei einem möglichen Tunnel zur Neubaustrecke Stuttgart-Ulm zwischen Obertürkheim und der Deponie Einöd muss der bestehende Wald im Tunneleingang gerodet werden. Dies sieht selbst der Verkehrsclub Deutschland so: „Natürlich ist nicht auszuschließen, dass dabei Bäume gefällt werden müssen. Ähnliches gilt für den Tunnelmund bei der Deponie Einöd.“ Deshalb kommt Holler zu dem Schluss: „Es ist heuchlerisch, wenn Vertreter des Aktionsbündnisses die für Stuttgart 21 gefällten Bäume im Schlossgarten beklagen.“ Die K 21-Varianten, größtenteils in den 90er Jahren von Bahnfachleuten längst geprüft, „sind vieles - nur keine Alternative zu Stuttgart 21.“ Jeder, der sich ein bisschen Zeit nehme und die Gedankenspiele K21 näher prüfe, komme zu diesem Schluss. 

 Interessengemeinschaft Bürger für Stuttgart 21

Die Interessengemeinschaft Bürger für Stuttgart 21 wurde im September von 32 Aktiven Stuttgarter Bürgern ins Leben gerufen. Die IG ist Initiator und Betreiber der Facebook Gruppe „Für Stuttgart 21“ und hat bislang über 96.000 Fans mit stark steigender Tendenz. Die IG Bürger Stuttgart 21 ist Veranstalter des „Lauf für Stuttgart 21“ mit dem Befürworterbündnis. Ziel der IG ist, Befürwortern des Projektes eine Plattform zu bieten und für die weitere Realisierung des Projektes Stuttgart 21 aktiv  zu sein. Die IG Bürger für Stuttgart 21 ist überparteilich und unabhängig.

(Redaktion)


 


 

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35 Kommentare

von Politika
02.11.10 11:16 Uhr
Lieber Baugrube als Hippie-Park?

Ich verstehe diese Kritik nicht - "Der Unmut der Stuttgarter über den Zustand des Parks werde von Tag zu Tag größer." -
Zum einen stimmt das nicht - der Unmit der S21-Befürworter, die sich ja in der Minderheit befinden, wird möglicherweise größer. Aber die Stuttgarter im Allgemeinen freuen sich über die Zustände im Park.

Nach Wünschen der S21-Befürworter wäre der mittlere Schlossgarten jetzt schon eine einzige Baustelle. Die wäre dann wohl hübscher als die sichtbaren Zeichen einer Stuttgarter Alternativkultur?
Tut mir leid, diese Kritik kann ich nur als heuchlerisch betrachten.

von wrsqprmpf
02.11.10 11:44 Uhr
Ohne Parkschützer wäre der Park schon weg

Man kann einen Park schlecht schützen ohne anwesend zu sein. Daher habe ich volles Verständnis für die Parkschützer. Es geht hier vielmehr darum, den Weg freizumachen für die totale Zerstörung des Parks.

von StefanS
02.11.10 12:11 Uhr
Ein Park fängt an zu Leben

Erst wenn man etwas vermisst, weiss man, was man hat.

Dies haben gestern am 01.11.2010 wieder sehr viele Menschen am neuen Bauzaun im mittleren Schlossgarten und am Nordflügel den ganzen Tag über bewiesen. Es waren sogar einige S21 BefürworterInnen anzutreffen, die leider meist sehr emotional argumentierten.

Zu den 350 Bäumen hatte ich auch schon mal eine Anfrage per Email erhalten - ich hab dann 2-3h im Internet recherchiert, mir etliche Broschüren vom VCD, Nabu, BUND etc. angeschaut und nichts zu diesem Thema gefunden (zu finden unter: http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=291).
Eine Quellenangabe der "Aussage": "350 weitere Bäume müssen gefällt werden", würde mich und andere auch bestimmt brennend interessieren.

Das sich Menschen die ganze Zeit im Park aufhalten müssen!, finde ich auch nicht erstrebenswert. Geschuldet ist dies der Transparenz der Landesregierung und aller Beteiligter Akteure. Deshalb finde ich die Aussage des wüsten Dauercampens unzutreffend. Das dies geduldet wird ist wohl eine politische Entscheidung - da könnten sie sich vielleicht direkt an Herrn Mappus und Co. wenden. Viel erfolg dabei, mehr als Mauerpolitik gab es bis heute leider nicht zurück.

Menschen zu diffamieren bringt uns allen nichts. Oben bleiben!

von lol
02.11.10 12:54 Uhr
Propaganda

Lach. EIn BusinessBlatt was sich über die S21 Gegner aufregt? Wenn wunderts, schließlich hält die Wirtschaft ja zusammen oder so.
Aber das sich ausgerechnet die Befürworter beschweren ist echt der Hammer. Zertrampeltes Graß wächst in 6 Wochen nach. Die Gefällten Bäume in der Größe erst wieder in 200 Jahren. Da sieht man mal wie Kleinkariert die Befürworter denken.

von WIRSindProPark
02.11.10 13:10 Uhr
Voll unlogisch

Schaltet mal das Logikmodul ein. Ihr beklagt euch, dass die Gegner den Park schädigen? Wenns nach euch ginge würder der Park doch platt gemacht. Voll unlogisch, wie eure meisten Argumente. Ihr argumentiert meistens nicht für S21 sondern gegen den Widerstand. Wahrscheinlich weil es keine guten Argumente dafür gibt, nur Schlagworte wie "7000 Arbeitsplätze".

von knoxit
02.11.10 13:16 Uhr
Grauenvoll, indeed!

Bäume werden mit Stofftieren umwickelt!! Der Rasen ist kaputt!! So etwas ist ganz klar nackte und sinnlose Gewalt. Wie wohltuend dagegen das sanfte und verständnisvolle Vorgehen der Betreiber: Teilabriss des denkmalgeschützten Bahnhofs, Wasserwerfer gegen Senioren und Kinder, Baumfällungen gegen den Wunsch der Bahn - warum können sich die Gegener nicht daran ein Beispiel nehmen???

von moiakaefer
02.11.10 14:34 Uhr
Einseitige Propaganda

Toll was Herr Holler da alles zu wissen glaubt. Ich halte es für miserable Propaganda zugunsten dem unsäglichen Bahnprojekt S21. Nachdem die Befürworter während der Fakten-/Schlichtungsgespräche so langsam merken, dass ihre angeblich so guten Argumente immer mehr den Bach runter gehen, begibt sich man als Pro'ler zwischenzeitlich auf ziemlich mieses Niveau. Siehe Herr Pfarrer Bräuchle, siehe T-Shirt-Aktionen wie "tue ihn unten rein" oder ähnlich einfallslose Dinge, die nichts bringen. Man muss zu Pro-Demo's die Leute schon mit kostenloser Busfahrt nach Stuttgart locken und nun soll die völlige Verwahrlosung des Parks drohen. Na denn. Übrigens sei den Schlaumeiern dieser angeblichen Interessengemeinschaft noch gesagt, dass der Park nicht mehr dem Land gehört, sondern der Bahn. Hätten die IG-Herrschaften aufmerksam ihre lokale Propagandazeitungen StN und StZ nach dem unsäglichen Polizeieinsatz im Schlosspark gelesen, tja dann wüßten sie wenigstens ein Mal richtig Bescheid. Dann wäre auch ihnen klar, warum der Park derartig matschig wurde, nämlich Dank des unermüdlichen Einsatzes der Wasserwerfer.
Und die Behauptung bei K21 würden mehrere hundert Bäume, sogar mehr als bei S21, gefällt, ist schlichtweg vollständig erstunken und erlogen. Bei sachkundigem Lesen der K21-Unterlagen wäre das auch einem Pro S21-Menschen nicht entgangen. Aber darum geht's diesen Menschen ja ganz offensichtlich gar nicht.

von froschgruen
02.11.10 15:54 Uhr

schön wie neutral und so überhaupt nicht hetzerisch nicht faktisch orientiert berichterstattung doch laufen kann.
ich dachte die recherche sei ein grundlegendes journalistisches handwerkszeug - dieser jedoch artikel beweist das gegenteil.

von Bogart
02.11.10 17:10 Uhr
Unmut?

An dieser Stelle gäbe es doch längst keinen Park mehr. Die eigentlichen Zerstörer des Parks sitzen nicht im Park ... hier gibt es auch keine Häppchen und Sekt.

von Stoffel
02.11.10 17:17 Uhr
Parkerweiterung

Ich kann diese Lügen nicht mehr hören von wegen Parkvergrösserung.
Der eigentliche Park wird durch S21 kleiner gemacht. Als Ausgleich für die Parkverkleinerung in Stuttgart werden zwischen Aldingen und Kornwestheim Bäume aufgeforstet. Und zwar in der nähe von Pattenville.
Auserdem müssen für K21 keine 350 Bäume gefällt.
Wenn K21 kommt dann wird es eine 4. Terrasse geben. AUserdem kann man Problemlos(ohne Bäume zu fällen) 2 weitere Gleise nach Bad Cannstadt legen.
Einfach mal vor Ort gehn und seine falschen Artikel nicht aus dem Büro aus schreiben.
Bitte keine Lügen verbreiten.

von Stoffel
02.11.10 17:22 Uhr
Parkbewohner

Ich finde es auch nicht toll das der Park derzeit so behandelt wird.
Aber das die Projektbefürworter sich darüber aufregen ist ja wohl eine Farce.
Der Teil in dem es so schlimm zugeht(kann ich nicht wiedersprechen) soll doch eh der Bahn bald zum Opfer fallen. Dann gibts dort sowieso nichts mehr auser eine Grosse Baugrube. Also was regen sich diese Leute so auf?

von C.R.
02.11.10 17:41 Uhr
Ungenau (oder Lüge)?

"Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß, und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!" - Bertolt Brecht, Leben des Galilei.
Herr Holler, ich weiss nicht in welche Kategorie Sie gehören, aber von K21 gibt es ein Konzept, nachzulesen auf http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=8
Daraus ist klar zu erkennen, dass kein Baum der Felix-Mendeslsohn-Bartholdy-Allee. Aber wahrscheinlich wissen Sie das eh...

von Jürgen Weiss
02.11.10 17:48 Uhr
S 21

Heuchlerischer geht es bei "IG Bürger für Stuttgart 21" nicht mehr: Der Park muß weg, aber betreten verboten!

von friedg
02.11.10 18:19 Uhr
Überparteilich und unabhängig!???

Dieser Artikel ist doch der Witz pur! Hier wird einseitig Propaganda für Stuttgart 21 gemacht in dem Gegner angegriffen werden und falsche Tatsachen behauptet werden! Die Krönung des Übels ist jedoch die Behauptung, dass es bei Facebook über 96 000 Fans mit stark steigender Tendenz gibt - klar ich kann mir die ja alle kaufen! Und überparteilich mag ja noch sein - immerhin CDU, FDP, Freie Wähler aber unabhängig ist ja eigentlich schon fast unverschämt!

von cyanide
02.11.10 18:55 Uhr
klasse...

...das einem solch engstirnigen und beschränktem Propagandajournalismus eine Plattform geboten wird....

Nichts gegen freie Meinungsäußerung, sofern diese in Form einer Meinungsäußerung geschieht. Nicht hingegen in dieser Form, in welcher Unwissenheit, und einfarbiges Interesse als Fakt und Wahrheit propagiert wird. Das ist Mißbrauch und gibt lediglich Aufschluss über den geistigen Horizont des Verfassers. Und dort wo dieser den Bahnhof gerne hätte, ist vom Horizont bekanntlich meist nicht viel zu sehen.

von Vanish
02.11.10 19:32 Uhr
Ihr Heuchler!

Gäbe es Eure unsinnigen Pläne für einen absolut überflüssigen Tiefbahnhof nicht, müsste niemand im Park übernachten - was bei den herrschenden Temperaturen übrigens kein reines Vergnügen ist!

Das könnte Euch so passen! Alle Parkschützer verlassen den Park, damit die Baummörder völlig ungestört abholzen können ... nicht mit uns!

Noch widerlicher geht's wirklich nicht: jetzt heuchlerisch Sorge um den Park markieren, der nach Eurem Willen plattgemacht werden soll. Pfui!

Übrigens gibt es unzählige Kommentare von Stuttgarter BürgerInnen, die sich darüber freuen, dass der Park so lebendig ist wie nie zuvor.

Und da sich die städtische Müllabfuhr weigert, das Gelände der Deutschen Bahn vom Müll zu befreien (nicht nur vom Müll der Parkschützer übrigens!) und sich die Deutsche Bahn nur fürs Zerstören, nicht aber fürs Erhalten zuständige fühlt, führen die Parkschützer regelmäßige Müllentsorgungs-Aktionen durch. Die Damen und Herren Befürworter sind eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Müßten für K21 reihenweise Bäume gefällt werden, würde ich rechtzeitig gegen dieses Projekt auf die Strasse gehen. Das wird sich aber vermeiden lassen, da diese Behauptung ins Reich der Mythen und Legenden gehört, wie sie die S21-Befürworter so gerne erfinden.

von gast
02.11.10 20:56 Uhr
dieses...

... tendenziöse geschreibsel kann man ja wohl nicht ernstnehmen.

von Klaus
02.11.10 21:25 Uhr
Demokratie isch scho schlemm, gell?

Und immer diese Menschen, die in aller Öffentlichkeit beginngen zu leben - und, so nebenbei bemerkt, im Schlossgartenn BIWAKIEREN, weil Campen verboten ist. Schlimm, schlimm so eine Demokratie. Da muss man als Undemokrat ganz laut schimpfen, wenn jemand von demokratischen Urtugenden (kommen und erst wieder gehen, wenn ein Thema gehört wurde) Gebrauch macht.
Am allergefährlichsten ist natürlich, Bäume mit CDs zu behängen und mit Stofftieren zu umwickeln. Die, nebenbei bemerkt, SOWIESO GEFÄLLT WERDEN. Was denken Sie, wie es dann im SChlossgarten aussieht? Geht da am Ende mehr kaputt als der Rasen? huiuiui... dann wären diese friedlichen Menschen doch das kleinere Übel: Der Rasen ist nächstes Jahr schon wieder nachgewachsen - wenn man ihn nachwachsen lässt.

von Christoph
02.11.10 22:16 Uhr
Hetzereien,

Seifenblasen, Diffamierungen. Das scheint alles zu sein, was von S21-Befürwortern zu erwarten ist. 1. zu dem Zwecke, den Widerstand aus dem Park zu bekommen, 2. spricht hier der Neid auf unsere Kreativität und unser Durchhaltevermögen., 3. könnten Leute von den "gewaltbereiten Chaoten" und "Berufsdemonstranten" ferngehalten werden, wenn mittels platter Hetzereien die K21-Befürworter durch den Kakau gezogen werden.

Leute, geht in den Park und schaut es euch selber an. Es ist an jedem sonnigen Tag, vor allem an den Wochenenden, zu sehen, dass sich hier eine richtige Parkkultur entwickelt hat. Tausende laufen durch den Park und fühlen sich wohl. Kinder spielen, Alte sitzen auf den Bänken. Die Bäume sind schön geschmückt, es finden Gottesdienste statt, es gibt Fackelshows und viele viele Gespräche. Aus letzteren entwickeln sich durchaus Bekannt- oder sogar Freundschaften.

Im übrigen finden ständig Putzaktionen statt, d.h. der Müll wird von uns aufgeräumt - sogar der von den vielen S21-Befürwortern, die durch den Park laufen, um dem Demotourismus zu frönen und nebenbei ihren Aggressionen freien Lauf lassen.

Dass der Rasen beschädigt ist, hat immer noch etwas mit den Wawes zu tun, die für eine Überschwemmung gesorgt haben. Nächstes Frühjahr wächst dort wieder Gras und das grünt dort auch noch übernächstes Jahr und das Jahr darauf...

von Jockel
02.11.10 22:30 Uhr
Kosten

Wie hoch sind die Kosten welche die Gegner bisher verursacht haben?

von Nico Nissen
02.11.10 22:40 Uhr
Wenn Stuttgart 21 K 21 so überlegen ist ...

... weshalb war dann am 15. Oktober niemand im Bürgerhaus, um das zu beweisen? Zu behaupten, man habe die besseren Argumente, und dann die offene Diskussion meiden, passt nicht zusammen.

von Euer Gewissen
02.11.10 23:06 Uhr
Agitation

Traurig das nicht einmal mehr Propaganda beherrscht wird.
Nichts als billige Polemik- von Apologie ist man weit entfernt.

von wespe
03.11.10 00:14 Uhr
die Erde eine Scheibe

Filbinger war ein Widerstandskämpfer, die Parkschützer wilde, rücksichtslose Camper, die Baustelle (die die Parkschützer bisher verhindert haben) wäre schöner als jeder Park. Stimmt, und die Erde ist eine Scheibe.

von KeinK21
03.11.10 00:19 Uhr
Parkverschmutzer

Ich schlage vor, den Wutbürgern im Park einen neuen Namen zu geben: Parkverschmutzer. Den Park schützen tun sie nämlich nicht, Sie sorgen mit ihren aberwitzigen Aktionen nur dafür, daß unser schöner Schoßpark versaut wird. Außerdem sorgen sie für den Erhalt des Gleisvorfeldes und hindern die Projektbetreiber von S21 daran, uns 20 ha neuen Park zusätzlich zu schaffen. Gleisschützer wäre daher auch noch passend.

von IchBin's
03.11.10 02:24 Uhr
wenn nichts mehr da ist,

kann man auch nichts mehr nutzen - vielleicht sollte sich das Herr Holler mal klar machen. Die S21-Gegner wollen den Park als auch den denkmalgeschützten Bahnhof für ihre Nachkommen erhalten.
Da es sich hier ganz offensichtlich um ein reines Immobilienprojekt handelt, bei dem der Bahnhof im Weg ist, und Sicherheit überhaupt nicht mitgeplant wird (u.a. Halbierung der Tunnelwandstärke, unausgegorenes Unfallmanagement: alle 1000m ein Fluchtstollen, keine 3. Fluchtröhre - wir hatten schon brennende ICE Triebköpfe!), frage ich mich, wie man dafür sein kann. Die Kosten noch nicht einmal angesehen. Ich möchte in keinem Zug sitzen, wenn er wieder überhitzt ist oder der Triebkopf brennt oder durch das Anhydrit die verdünnten Tunnelröhren mit Wasser geflutet werden! Dann haben wir KEINE Fluchtröhre und jeden KILOMETER 1 Fluchtstollen! Nein Danke. Für mich sieht das nach reiner Stimmungsmache gegen die S21 Gegner aus. Da diese IG ebenfalls zum gleichen Club gehört, wie der Pro S21 Lauf (der bekanntlich politisch gefärbt ist), kann man wohl kaum behaupten, dass diese IG überparteilich und unabhängig ist.

von Christoph
03.11.10 14:49 Uhr
@Jockel

Wie wäre es mit der Frage, wie viel die großkotzige miserablige Werbung für Stuttgart 21 gekostet hat? Wie viel kosten die Busse, die die Mitläufer rankarren, wie viel der Sekt, die Buttons, die Fahnen, die Banner? Wie viel die Werbeagenturen, die Freunde, die bei Facebook gekauft werden müssen, damit die Zahlen hoch schnellen? Wie viel kostet der immens hohe Polizei-Einsatz jeden Donnerstag? Wenn die K21-Gegner sich so sicher sind, dass gebaut wird, warum wird dann demonstriert und gehetzt?

von Neckartäler Grabb
03.11.10 18:38 Uhr
Gier und nochmals Gier!

S 21 IST EIN AUSHÄNGESCHILD DER GIERGESELLSCHAFT!
AM 27.3.2011 wird es fallen!!!!

von wolf
03.11.10 19:23 Uhr
schnorrer

Wo bleibt eigentlich das Gesundheitsamt im Park werden Speisen verteilt und auf Spendenbasis verkauft. Es bilden sich Müllhalden die nicht fachgerecht entsorgt werden. Linksextremistische Infostände rufen Schüler zu Blockaden auf. Obdachlose finden hier nun endlich ein Zuhause. In den Bäumen hängen Robin Wood Aktivisten die auf Nachfrage wer die Räumungen eigentlich bezahlen sollten als Antwort "die Polizei zahlt den Aufwand"! Parkschutz?
Ach ohne Parkschützer währe kein Park mehr da? Dies ist die Entschuldigung. Welche Baupläne gibt es eigentlich bei dem der Park vernichtet wird? Angstmacherei!
Wie lange müssen wir uns das noch ansehen und anhören? Wie lange? Oder müssen wir Bürger doch noch auf die Straße und die Kehrwoche einleiten?

von Nico Nissen
04.11.10 13:42 Uhr
Wie lange? Bis zur Volksabstimmung!

Macht eine Volksabstimmung oder Bürgerbefragung - und Euer Park ist wieder frei!

Ein netter Kommentar im Bildblog:
http://www.bildblog.de/24074/allee-hopp/

von Vanish
05.11.10 13:00 Uhr
@ wolf

Dringend empfohlen zum Nachweis der "Angstmacherei": mal den Planfeststellungsbesc hluss des Eisenbahnbundesamtes aus dem Jahr 2005 lesen. Speziell die Seiten 325/326 (Auszug):

Durch die Baumaßnahmen und die Anlage des neuen Bahnhofs müssen im Mittleren Schlossgarten insgesamt ca. 230 Bäume mit einem Stammumfang größer als 80 cm beseitigt werden. Die zu
fällenden Bäume mit einem Stammumfang größer als 80 cm sind dabei einzeln im Anhang in den jeweiligen Biotopbeschreibungsblättern aufgeführt. Zusätzlich werden Bäume gefällt, deren Stammumfang weniger als 80 cm beträgt. Diese werden nicht einzeln aufgeführt, sondern im Rahmen der Biotoptypengruppe Hecke bzw. Feldgehölz erfasst und dort entsprechend in der Eingriffbilanzierung berücksichtigt. Die Unterscheidung größer/kleiner 80 cm Stammumfang ergibt sich aus der Baumschutzverordnung der Landeshauptstadt Stuttgart. Nach dieser werden alle Bäume mit mindestens 80 cm Stammumfang innerhalb des Innenstadtbezirks der Landeshauptstadt Stuttgart unter Schutz gestellt.

Der Planfeststellungsbeschluss kann hier abgerufen werden:

http://www.das-neue-herz-europas.de/de-DE/download/PFA_1_1.pdf

Ja, ja - das macht natürlich Arbeit und es ist viel leichter, einfach mal ein bißchen rumzuhämen. Ernsthaftes Interesse - nicht nur das Verbreiten von Polemik - vorausgesetzt, ist es trotzdem empfehlenswert, sich durch diesen Beschluss durchzuarbeiten.

Aber Vorsicht: beim Lesen blinken reichlich viele Warnleuchten im Kopf auf!

Übrigens: die Parkschützer führen regelmäßige Müllsammelaktionen im Park durch, da sich die Städtische Müllabfuhr weigert, auf dem bahneigenen Gelände tätig zu werden. Die Bahn fühlt sich absolut nicht zuständig und so bleibt nur die Eigeninitiative.

Sie sind herzlich zu diesen Aktionen eingeladen - denn die Mülleimer werden durchaus nicht nur von Parkschützern und - besetzern gefüllt.

von Reset
05.11.10 23:46 Uhr
Schade eigentlich

Ja, schade, dass die Wasserwerfer den Rasen so zerstört haben. Und auch schade, dass immer wieder Leute auch nachts im Park bleiben müssen, weil sie gelernt haben, dass die Fakten zur Durchsetzung von S21 (legal oder illegal) vorzugsweise nachts geschehen (es sei denn Schüler haben eine Demonstration angemeldet). Dass sich in einem solchen Camp auch "nicht vorzeigbare" Menschen einfinden, die mit demokratischen Regeln auch ihre Mühe haben, ist wohl eine logische Konsequenz, nicht hübsch aber auch ein Abbild einer Politik, die lieber in Fahrzeitverkürzungen von ein paar Minuten investiert, als in die Lösung brennender sozialer Probleme.
P.S. Wo werden die Befürworter eigentlich joggen, wenn der ParK Baustelle ist? Würde gerne mal mitlaufen.

von DerDa
09.11.10 18:24 Uhr
Doofe Aussage

"Da wächst vorerst nichts mehr."
Nächstes Jahr ist der Rasen wieder da. Mal schauen wie lange es dauert biss der Baubereich wieder voll mit Bäumen ist...

von DoDo
24.11.10 22:29 Uhr
Kriminelle und Verbrecher bestrafen

Wöchentliche Störungen den Straßenverkehrs, tätliche Angriffe auf Polizeisten, Nutzung von Parks zum Campen sollten hart bestraft werden, denn wenn dies noch länger geduldet wird regieren in Deutschland nicht gewählte Vertreter sonden Chaoten und Verbrecher.

von Stuggi
18.05.11 19:44 Uhr
Mir reichts

Also mir reicht es solangsam es macht weder noch spaß gemütlich in der stadt spazieren zu gehen noch in der city einzukaufen über all k21 aufkleber ich finde es eine viel größere umweltverschmutzung als den bahnhof zu bauen alleine der dreck im stadtpark ist ekelig und dann wird man noch blöd angepöbelt wenn man daran vorbei läuft !! es reicht meiner meinung nach demonstrieren okay aber den park besetzen ? das muß nicht sein ich denke die bagger sollten erstmal mit den wildcampern im park anfangen und dann mit dem bahnhof weiter machen .. ich weis auch nicht ich zahle steuern und arbeite wie ein verrückter und es gibt leute die haben nichts zu tun den ganzen tag .. da sollte man alles streichen ... gruß aus stuttgart

von Nico Nissen
20.05.11 10:07 Uhr
@Stuggi

Deine Arbeit muss bei Dir sehr viel im Denkvermögen angerichtet haben, wenn Du Aufkleber für eine größere Umweltverschmutzung hältst als eine Baugrube, oder wenn Du Aufkleber dafür verantwortlich machst, dass Du nicht mehr in der Stadt spazieren kannst! Ohne die Parkschützer könntest Du auch nicht im Mittleren Schlossgart spazieren gehen!
Deine Argumentation ist hochgradig wirr.

 

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