Weitere Artikel
Kontopfändung

Schuldner künftig besser vor Kontopfändung geschützt

Schuldner sollen im Falle einer Kontopfändung bessere Möglichkeiten erhalten, Geldgeschäfte weiterhin über ihr Girokonto abzuwickeln. Der Bundesrat beschloss am Freitag in Berlin die Einführung eines sogenannten Pfändungsschutzkontos, mit dem ein Betrag von derzeit 985,15 Euro künftig vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt wird. Jeder Bankkunde kann demnach von seiner Bank oder Sparkasse die Umwandlung seines Girokontos in ein solches Konto beantragen. Damit bleiben Einkünfte, die zum Lebensunterhalt benötigt werden, künftig pfändungsfrei. Diese Regelung gilt auch für Selbstständige.

Bislang führt die Pfändung eines Bankkontos dazu, dass es weitgehend blockiert ist. Anfallende Zahlungsgeschäfte des täglichen Lebens wie Miete, Energiekosten oder Versicherungen können erst wieder über das Konto abgewickelt werden, wenn der Schuldner eine Gerichtsentscheidung über die Freigabe in Höhe des für ihn geltenden Freibetrages erwirkt. Darüber hinaus führt die Pfändung des Kontoguthabens in vielen Fällen zu einer Kündigung des Kontos. Vorsichtigen Schätzungen zufolge, auf die die Bundesregierung sich
beruft, werden monatlich bundesweit zwischen 350 000 und 370 000 Konten gepfändet.

(Redaktion)


 


 

Schuldner
Kontopfändung
Girokonto
Bundesrat
BerlinPfändungsschutzkontos
Zugriff von Gläubigern

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Schuldner" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: