Stuttgart
OB Schuster wirft hin: 2013 kommt die Verantwortung in andere Hände
Stuttgart. Der Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster (CDU) hat heute seinen Rückzug aus der Kommunalpolitik angekündigt. Für eine dritte Amtszeit in der Landeshauptstadt stehe er nicht zur Verfügung, sagte der 62-Jährige beim Neujahrsempfang im Stuttgarter Rathaus.

Am 7. Januar 2013 ist Schluss - der 62-jährige OB Schuster will sich künftig mehr der Familie widmen.
"Ich hätte anders entschieden, wenn Stuttgart in einer stürmischen Krise wäre", sagte Wolfgang Schuster. "Stuttgart steht in allen Rankings auf dem Siegertreppchen." Sein Nachfolger könne nun auf einer soliden und zukunftsfähigen Grundlage aufbauen. In seinem letzten Amtsjahr wolle er sich bemühen, "Brücken zu schlagen zu denen, die das Bahnprojekt Stuttgart 21 ablehnen. Ich respektiere, dass jeder seine Meinung dazu hat." Er hoffe aber auch, dass die S21-Gegner anerkennen, dass die Mehrheit der Stuttgarter für das Projekt seien.
Wolfgang Schuster ist OB der größten Stadt des Landes Baden-Württemberg - und er ist OB einer Stadt, durch die ein Riss geht, der den Namen "Stuttgart 21" hat. Für viele Gegner dieses Bahnprojekts war er einer der großen Buhmänner.
Wer nun für die CDU bei der Oberbürgermeisterwahl im Herbst kandidiert, ist unklar. Der Posten des OB der Landeshauptstadt gilt traditionell als zweitwichtigstes politisches Amt in Baden-Württemberg. Auch die anderen Parteien – vor allem die starken Grünen – haben sich noch nicht auf Bewerber festgelegt.
(Redaktion)
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