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Unternehmen/betriebliche Sicherheit

Sicherheitspreis Baden-Württemberg verliehen

Im Rahmen der Fachmesse "eltefa" fand am Donnerstag, 26. März 2009, die Verleihung des Sicherheitspreises 2009 durch den Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Richard Drautz statt. Der '1. Preis' ging an die Firma Wallenwein Facility Management GmbH für die Entwicklung eines intelligenten Wächterkontrollsystems mit elektronischem Wachbuch, in Verbindung mit integriertem Sicherheitsmanagement. Das von einem mittelständischen Unternehmen entworfene System ist weltweit neuartig und auch in anderen Branchen einsetzbar. "Wie schon im Jahr 2007 wurden auch dieses Jahr sehr innovative Projekte zum Schutz vor Wirtschaftsspionage eingereicht. Es war deshalb nicht einfach, unter den vielen guten Beiträgen die besten herauszufinden", betonte Drautz.

Mit dem Wettbewerb sollen herausragende Projekte der betrieblichen Sicherheit mit der Zielsetzung des Know-how-Schutzes prämiert werden. Als auszeichnungswürdig werden mustergültige Projekte zur praxisgerechten Konzeption, Realisierung und Kontrolle unternehmensinterner Sicherheitsmaßnahmen betrachtet. "Der Preis macht deutlich, dass es in Baden-Württemberg beispielhafte Projekte gibt, die zum Ziel haben, das Bewusstsein um die Gefahr des Wissensverlustes zu stärken. Dies ist für den Mittelstand und die dort entwickelten innovativen Produkte überlebenswichtig", sagte Drautz. Es wurden auch drei 'zweite Preise' vergeben an

* die Firma SAP AG für das Projekt "[email protected] - globale Awareness-Kampagne",
* die Firma EnBW Kernkraft GmbH für das Projekt "Definition und Anwendung eines IT-Sicherheits-Zonenmodells" und an
* die Firma Edelstahl Rosswag GmbH für das Projekt "Neuordnung IT-Sicherheit und Datenschutz".

"Die prämierten Projekte dokumentieren, dass innovative Produkte und überzeugende Konzepte nicht nur in den Sicherheitsabteilungen der großen Unternehmen, sondern auch in mittelständischen Firmen entstehen können" sagte Staatssekretär Drautz abschließend.

Zusatzinformationen

Sicherheitspreis

Der Preis des Sicherheitsforums wurde nach 2007 bereits zum zweiten Mal vergeben. Zusammen mit Innenminister Heribert Rech hat Wirtschaftsminister Ernst Pfister die Schirmherrschaft für den Sicherheitspreis übernommen. Die Gewinner werden mit einer Urkunde ausgezeichnet. Die Firma Wallenwein als Trägerin des ersten Preises erhält außerdem eine Skulptur.

Sicherheitsforum

Das Sicherheitsforum Baden-Württemberg ist ein unabhängiges Gremium aus Firmen, Forschungseinrichtungen, Verbänden, Kammern und Behörden. Es verfolgt keine geschäftlichen Interessen und ist politisch nicht gebunden. Aufgabe des Sicherheitsforums ist es, den Technologievorsprung der baden-württembergischen Wirtschaft und Forschung vor Wirtschaftsspionage zu schützen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.sicherheitsforum-bw.de .

Preisträger

Erster Preis

"Intelligentes, internetbasiertes Wächterkontrollsystem mit elektronischem Wachbuch, in Verbindung mit integriertem Sicherheitsmanagement" der Firma Wallenwein Facility Management GmbH in Stuttgart

Wie kaum ein anderer Dienstleistungsbereich ist der Wachdienst angehalten, sein Wirken in vielfacher Weise zu dokumentieren. Wachbucheinträge, Besucher- und Schlüssellisten, Listen für Reinigungskräfte, Poolfahrzeuge oder Dienstübergaben müssen erfasst und geführt werden.

Wallenwein hat dazu ein intelligentes internetbasiertes Wächterkontrollsystem
(i-safety) mit Elektronischem Wachbuch und weiteren sicherheitsrelevanten Funktionen entwickelt. Durch die Nutzung des intelligenten Diensthandys
"i-safety" ist es möglich, eine Reihe von Sicherheits- und Qualitätssicherungsmaßnahmen während der Kontrollgänge effizient und sofort umzusetzen oder einzubinden wie zum Beispiel die Erfassung von Wachmeldungen via Diensthandy einschließlich der Fotodokumentation in Echtzeit. Das System ist technisch so vorbereitet und konzipiert, dass es auch sinnvoll in anderen Bereichen Anwendung finden kann, so zum Beispiel in Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz, bei der mobilen Auftragsabwicklung und zur Datenerfassungbei Hausverwaltungen zur Steuerung und Koordination von Hausmeistern.

Zweiter Preis

"Destination: [email protected] - globale Awareness-Kampagne" der Firma SAP AG in Walldorf
Die Awareness-Kampagne "Destination: [email protected]" hatte zum Ziel, das Sicherheitsbewusstsein der SAP-Mitarbeiter zu stärken. Inhalte waren die SAP Security Policy und die wichtigsten dazugehörigen Sicherheitsstandards. Dies geschah erstmalig spielerisch in Form eines Online-Trainings, das allen Mitarbeitern im Mitarbeiterportal vorgestellt wurde. Bei erfolgreicher Teilnahme konnten die Mitarbeiter attraktive Preise gewinnen. Als Schauplatz für die Vermittlung der Sicherheitsinhalte wurde das Thema "Flughafen" gewählt, da Flughäfen mit vielen Sicherheitsvorkehrungen verbunden sind. Auf den Postern, die die Kampagne vorstellten, wurden eine Stewardess oder ein Steward abgebildet. Als Flugblatt, das an jeden Mitarbeiter verteilt wurde, wurde eine Bordkarte erstellt und der Eröffnungsfilm, der zur Teilnahme an der Kampagne einlädt, stellt eine Stewardess dar, die auf typische fehlende Sicherheitsvorkehrungen von Mitarbeitern (insbesondere im Flugzeugen) hinweist. Insgesamt ist die Kampagne ein gelungenes Beispiel dafür, dass Informationsschutz nicht mit erhobenem Zeigefinger erfolgen muss, sondern durchaus auch auf spielerische Weise und mit einem gewissen "Augenzwinkern" erfolgen kann.

"Definition und Anwendung eines IT-Sicherheits-Zonenmodells" der Firma EnBW Kernkraft GmbH in Neckarwestheim

Die lT-Systeme des Preisträgers sind durch ihre Vielseitigkeit, stark unterschiedlich geprägte Schutzbedarfe und durch den Einsatz spezifischer Lösungen gekennzeichnet. Während in Teilen der Bürokommunikation ein großes Kommunikationsaufkommen zwischen den drei Unternehmensstandorten besteht, werden - auch aus Gründen der lT-Sicherheit - anlagennahe lT-Systeme am jeweiligen Standort autark betrieben.
Das IT-Sicherheitskonzept gründet sich im Kern auf die drei Dokumente "IT-Sicherheitsmanagement", "IT-Sicherheitsleitlinie" und "IT-Sicherheitskonzept" zur Beschreibung der Vorgaben, Regelungen, Richtlinien und Organisationsstrukturen zur Erreichung und Wahrung der Sicherheitsziele. Als Teil des standortübergreifenden Managementsystems wurde auch ein IT-Sicherheitsprozess erarbeitet und eingeführt, um die Verantwortlichkeiten und Prozessabläufe genau zu definieren und den Organisationseinheiten zuzuordnen.

Das Zonenmodell sieht vier anhand des Schutzbedarfs gestufte IT-Sicherheitszonen vor. Die inneren Zonen beinhalten die lT-Systeme der technischen lT (Leittechnik) mit überwiegend sehr hohem bzw. hohem Schutzbedarf, während in den äußeren Zonen die IT-Systeme mit überwiegend mittlerem Schutzbedarf angesiedelt sind (z.B. Bürokommunikation). Dieses IT-Zonenkonzept wurde 2007 im Rahmen einer Betriebsbewertung durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) als vorbildlich gewürdigt und dient heute als Referenz für kerntechnische Anlagen weltweit. Das Modell zeigt einen strukturierten, wirkungsvollen und wirtschaftlich vertretbaren Ansatz auf, der auch in mittelständischen Unternehmen umgesetzt werden könnte, um Know-how und sensible Daten entsprechend ihres Schutzbedarfs zu sichern.

"Neuordnung IT-Sicherheit und Datenschutz" der Firma Edelstahl Rosswag GmbH in Pfinztal

Das Unternehmen beabsichtigte, die bisher an drei verschiedenen firmeninternen Standorten verteilte Serverstruktur im laufenden Betrieb in eine standardisierte und den Anforderungen höchster Sicherheit und Verfügbarkeit gerecht werdenden Serverarchitektur zu überführen. Programmtechnisch veraltete Software war dabei in die neue Umgebung zu integrieren. Im Zuge dieser Umstellung wurden umfassende technische und organisatorische Maßnahmen zur Verbesserung des Datenschutzes und der Datensicherheit eingeführt. So wurden zum Beispiel Maschinen aus der Produktion, die bisher eine Netzwerkschnittstelle besaßen, vom Firmennetz und dem Internet getrennt.
Zudem werden die Mitarbeiter durch den Datenschutzbeauftragten der Firma geschult und speziell für die Gefahren durch Social Engineering sensibilisiert. Durch monatliche E-Mails, Hinweise im Intranet und weitere Schulungen soll die Wachsamkeit der Mitarbeiter auf hohem Niveau gehalten werden. Das Projekt steht beispielhaft dafür, wie ein mittelständisches produzierendes Unternehmen die firmeninterne Sicherheit erhöhen kann.

(Redaktion)


 


 

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