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Sicherheitskoordinator muss qualifiziert sein

Wer in Deutschland baut, muss einen Sicherheits- und Gesundheitskoordinator (SiGeKo) bestellen, sobald Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber gleichzeitig auf einer Baustelle tätig sind. Das schreibt die Baustellenverordnung vor, wie die ARGE Baurecht im Deutschen Anwaltverein mitteilt.

Sowohl gewerbliche als auch private Bauherren müssen einen solchen Koordinator verpflichten, sobald die Voraussetzungen gegeben sind. Je nach Art und Komplexität der Baumaßnahme können Architekten, Ingenieure, Techniker, Meister mit der Aufgabe betraut werden. «Allerdings müssen die Fachleute ausreichend qualifiziert sein. Und das schon im eigenen Interesse, denn die Haftungsrisiken für den SiGeKo sind enorm», erläutert Peter Sohn, Experte bei der ARGE Baurecht.

Der Koordinator haftet grundsätzlich immer, wenn auf der Baustelle Personen zu Schaden kommen, weil die Unfallverhütungsvorschriften nicht eingehalten wurden. Das gilt nicht nur gegenüber den auf der Baustelle Beschäftigten, sondern auch gegenüber Dritten. 

Niemand sollte sich verleiten lassen, eine solche Tätigkeit zu übernehmen, wenn ihm die Qualifikation fehlt oder die Vergütung nicht den Haftungsrisiken entspricht, sagt Sohn. Da die Honorierung gesetzlich nicht geregelt sei, würden die Sicherheitskordinatoren mitunter vergleichsweise schlecht bezahlt. «Darauf sollten sie sich aber nicht einlassen, denn sie müssen selbst für teuren Versicherungsschutz sorgen», betont Sohn. Die normale Berufshaftpflichtversicherung gewähre ihnen nicht in allen Fällen Deckung.

(Redaktion)


 


 

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