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Jahreswechsel

Gute Vorsätze: Durch eigenes Verhalten neue Trends setzen im Jahr 2012

Weihnachten ist vorbei und das nächste Highlight steht vor der Tür. Silvester soll für viele Menschen der fulminante Abschluss eines erfolgreichen Jahres und ein erinnerungswürdiger Start ins neue Jahr werden. Doch so enttäuschend wie manche Silvesterfeier. . .

. . .  ist die Ernüchterung in den ersten Januartagen - wenn die guten Vorsätze zerplatzt und den alten Gewohnheiten gewichen sind. Gute Vorsätze liegen gerade in diesen Tagen im Trend. Doch die meisten Menschen scheitern an der eigenen Komfortzone. Sie werden verändert, statt selbst proaktiv etwas zu ändern, weiß Deutschlands einziger Trendbeobachter Mathias Haas.

"Trends werden zu Megatrends, wenn sie signifikant das Verhalten vieler Menschen verändern", erklärt der Stuttgarter Vortragsredner und Moderator Mathias Haas. Was zunächst als Marotte Einzelner begonnen habe, sei in vielen Fällen heute Teil des Alltags Vieler. Als Beispiele nennt Haas die Nutzung von sozialen Internetnetzwerken oder umweltbewusstes Konsumverhalten. "Das waren mal wenige Trendsetter. Über die hat man am Anfang eher gelächelt", sagt er. Dieses Phänomen sei trendtypisch. Man lache immer über die Ersten, die Trends setzen, und über die Letzten, die auf den Trend vermeintlich viel zu spät aufspringen. Dazwischen gebe es Massendruck.

Folge man dieser Logik, dann hätte aber auch jeder Einzelne die Chance, durch die Änderung der eigenen Verhaltensweisen Trends zu setzen oder sie anders zu gestalten. "Menschen können etwas ändern - sich selbst, aber auch die Gesellschaft", verdeutlicht Haas. Letztlich, so der Trendbeobachter, seien die meisten guten Vorsätze auch nur Ausdruck von Megatrends und dem Wunsch, diesen individuell zu begegnen. "Wer abnehmen möchte, folgt dem aktuellen Schönheitsideal und dem Gesundheitstrend. Wer das Rauchen aufgeben möchte, passt sich der Mehrheit der Nichtraucher an und beugt sich dem aktuellen Druck. Und wer sich für neue Techniken interessiert und hierzu Fortbildungen plant, tut dies auch, um nicht abhängt zu werden " Diese Liste lasse sich fortsetzen, meint Haas. Gute Vorsätze und gesellschaftliche Megatrends seien untrennbar miteinander verbunden.

Die Frage sei vor allem, ob man selbst etwas verändere oder ab man von anderen verändert werde. "Änderungen sind etwas Positives. Wer freut sich nicht auf den neuen Arbeitsplatz, die neue Wohnung oder den neuen Lebenspartner. Aber verändert werden - das ist für die meisten Menschen purer Stress." Es sei an der Zeit, selbst zu gestalten. Auch das sei im Übrigen ein Megatrend: hedonistische Selbstverwirklichung. Wer seine Gewohnheiten ändere, der ändere sein ganzes Leben und setze neue Maßstäbe, die auch für andere zum Trend werden könnten.

"2012 kann das Jahr der Trendsetter werden", meint Haas. Es brauche wieder mehr Querdenker, Querköpfe und Menschen, die Mut zur eigenen Meinung hätten. "Unseren idealtypischen Lebensläufen fehlt es an Vielfalt. Wahrer Individualismus heißt nicht nur im Strom aufzufallen, sondern auch mal gegen den Strom zu schwimmen", ist er überzeugt. Welchem Megatrend wolle man trotzen und welchem wolle man sich anpassen - hierüber entscheiden auch die Gewohnheiten und Verhaltensweisen Einzelner. Die guten Vorsätze zum Ende dieses Jahres könnten entscheidend sein und das persönliche Glück und die Gesellschaft nachhaltig beeinflussen.

Damit gute Vorsätze gelängen, bräuchte es aber mehr als bloßen Durchhaltewillen. Es bräuchte eine konsequente Änderung der alten, unliebsamen Gewohnheiten über den Zeitraum von sechs bis neun Monaten hinweg. "So lange braucht das Gehirn, um alte Gewohnheiten neu zu codieren." Dabei müsse man sich immer wieder auch die positiven Folgen des neuen Verhaltens ins Gedächtnis rufen, um sich selbst zu motivieren.

(Redaktion)


 


 

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