Social Media
Die 5 größten Facebook-Fehler von Unternehmen
SaarLorLux. Richtig eingesetzt ist Facebook ein hervorragendes Instrument für die Kundenbindung. So erreichen Bitburger, Globus oder Gerolsteiner mit jedem Posting über 20.000 Fans. Andere Unternehmen haben nicht einmal 500 Fans. Das liegt zum einen an Image, Zielgruppe und Unternehmensgröße. Andererseits setzen viele Firmen Facebook schlichtweg falsch ein.
1. Nicht als Unternehmen posten
Kunden und Interessenten wollen mit einem Menschen kommunizieren, nicht mit einem Sprachorgan der Firma. Deshalb ist es kontraproduktiv Pinnwand-Einträge im Namen der Firma zu platzieren. Postings mit dem Namen des Mitarbeiters sind persönlicher und verlieren außerdem den offiziellen Charakter.
Welcher Facebook-Beauftragte hat sich nicht schon gefragt, darf ich das jetzt schreiben? Ist das die offizielle Meinung des Senders? Sicherlich sind offizielle Statements manchmal notwendig, sollten aber eher die Ausnahme bleiben. Schließlich ist Facebook kein Presseportal.
2. Potential von Facebook wird nicht ausgenutzt
Viele Unternehmen kennen anscheinend nur die Pinnwand von Facebook. Dabei lassen sich viele Inhalte ohne großen Aufwand in weiteren Reitern integrieren: Teamseite, Referenzen, Produktinfos, Bildergalerie und Firmenvideos. Mit einfachen Mitteln lässt sich so für Interessenten und Kunden ein Mehrwert für die Facebook-Seite schaffen.
3. Facebook als reines PR-Instrument
Mit Facebook erreichen Firmen eine interessante Zielgruppe. Immerhin sind alle Fans mehr oder weniger an dem Unternehmen interessiert. Wichtig: Nicht mit Produktinfos, Aktionen und News übertreiben!
Besser: Diskussionen anregen, Fragen an die Community stellen und auch mal als Mitarbeiter eine Meinung haben; Position beziehen. (Es heißt nicht umsonst Social Media)
Wie gut Unternehmen Ihren Job in Sachen Facebook machen, lässt sich für die Region Saar-Lor-Lux in den Facebook-Charts ablesen.
Die Internet-Community durchschaut sehr schnell, wenn Facebook-Seiten nur der Eigenpromotion dienen. So kommen bspw. klassische Imagevideos (sehr werblich) weniger gut an. Besser geeignet sind Testimonials oder Multimedia-Reportagen.
4. Facebook isoliert betrachtet
Facebook ist wie Twitter ein PR-Instrument von vielen. Es macht erst wirklich Sinn, wenn Sie Social-Media-Dienste mit anderen PR-Maßnahmen (Print, Radio, Flugblätter, etc.) abstimmen. So kann eine Print-Kampagne durch Facebook ergänzt werden und umgekehrt.
Wichtig: Überlegen Sie sich bei jeder Kampagne einen eigenen Dreh für Facebook. Es reicht nicht zum Start einer Printanzeige ein Bild auf Facebook zu posten. Nutzen Sie Social-Media nicht nur als "Steigbügelhalter" für andere Aktionen.
Facebook ist ein schnelles Medium. Jeder User kann weltweit Texte, Audio und Videobeiträge posten. Warum nutzen Sie die Möglichkeit nicht? Nicht nur ein Weltunternehmen wie Villeroy & Boch kann daraus eine Idee entwickeln, bspw. um die abgelegensten Orte der Welt zu finden, die die berühmte V&B Keramik beheimaten. Auch Autohäuser können Ihre Fans dazu aufrufen, den schönsten Motorsound zu posten.
Oder eine klassische Umfrage unter Berufseinsteigern: Welche Eigenschaften eines Unternehmens sind Euch besonders wichtig? Das Ergebnis kann man dann in die Tat umsetzen und mit Mitarbeiter-Videos (Testimonials) ergänzen. Das macht das Thema auch nachvollziehbar, ehrlich und transparent.
5. Falsche Krisenkommunikation
Wie wichtig eine richtige Krisenkommunikation zeigen ist, zeigen immer wieder sog. Shitstorms, also massenhafte unzufriedene Postings von Usern.
Was tun bei negativen Postings? business-on.de veranstaltet dazu regelmäßig Facebook-Coachings. Nächster Termin am 2.2.2012 in Saarbrücken.
Das macht deutlich wie wichtig es ist, auf negative Postings richtig zu reagieren. Unzufriedene Nutzer können Ihren Unmut nämlich schnell auch Facebook melden. Die Kritik wird i.d.R. nicht überprüft, ob sie gerechtfertigt ist oder nicht. Schlimmstenfalls wird die Facebook-Seite dann abgeschaltet.
Wichtig ist deshalb, dass ein Community-Manager des Unternehmens alle Postings im Blick hat, Diskussionen moderiert und auf Kritik sehr schnell reagiert. Mit einer geschickte Krisenkommunikation ist es sogar möglich aus zunächst unzufriedenen Fans, treue Stammkunden zu gewinnen.
Über den Autor: Sascha Baron ist gelernter Journalist und Wirtschaftsinformatiker und arbeitet seit Jahren für öffentlich-rechtliche und private Radiosender. Er ist Herausgeber eines Wirtschaftsmagazins und berät Unternehmen in Sachen Social Media.
(FN)
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Glaubt dieser 10% Minderheitspolitiker wirklich er kann mit seiner holtadipolta Methode die Schweiz beeindrucken??? ein MP will... - Guter Beitrag!
Hallo, mit gefällt der Beitrag! Sehr interessant ist auch dies hier: www.wie-verkaufen.de Gruß - -
mein letzter Kommentar wurde nicht gespeichert, offenbar sind hier nur Leiharbeitsbefürworter erwünscht - -
contra: man kann ohne gesichertes Einkommen nur schwer eine Familie gründen. - Die Auferstehung ist ein Erkenntnisprozess
Diejenigen, die sagen: "Der Herr ist zuerst gestorben und dann auferstanden", sind im Irrtum....
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