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VfB Stuttgart: Marica geht – Maza kommt

Die neue Formation des VfB Stuttgart gewinnt an Kontur: Nach einer langen Hängepartie des Ablöseprozesses zwischen Ciprian Marica und den Verantwortlichen beim VfB wurde heute die Neuigkeit verbreitet: Der Vertrag des VfB mit seinem Stürmer Ciprian Marica wurde in "beiderseitigem Einvernehmen" aufgelöst.

Der Rumäne Marica war im Jahr 2007 für die damalige VfB-Rekordablösesumme von rund sieben Millionen Euro von seinem Verein „Schachtjor Donezk“ zu den Württembergern gewechselt. Aber Ciprian Marica wurde nie richtig heimisch und fühlte sich offensichtlich nicht wohl. Denn in insgesamt  93 Bundesligaspielen konnte er nur 19 Tore schießen.

Sein letztes Spiel für die Stuttgarter bestritt Marica am 30. Januar 2011 beim 0:1 gegen den SC Freiburg. Anschließend war er nach seiner Kritik an VfB-Trainer Bruno Labbadia nicht mehr ins Spiel gekommen. Einen neuen Klub hat Marica bislang noch nicht gefunden.

Wer kommt - wer geht?

Der Abgang von Marica entlastet den VfB auch wirtschaftlich, denn Marica zählte zu den Großverdienern beim VfB. Und das gibt Spielraum für Neuverpflichtungen. Dazu gehört, dass sich der Deutsche Meister von 2007 gezielt verstärkt: Julian Schieber, der an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen war, soll das Offensivspiel der Stuttgarter unkalkulierbarer machen. Ibrahima Traoré hat bei den bayerischen Schwaben beim FC Augsburg in der vergangenen Saison gezeigt, dass er bei auch bei den württembergischen Schwaben in Stuttgart eine echte Alternative auf der linken Seite sein kann. Insgesamt hat der VfB bislang folgende Spieler neu verpflichtet: Traore (kommt vom FC Augsburg), Kvist (vormals FC Kopenhagen/Dänemark), Bicakcic (VfB II), Leno (VfB II), Schieber (1. FC Nürnberg) und kürzlich auch Maza (PSV Eindhoven). Folgende  Abgänge gibt es: Didavi (geht zum 1. FC Nürnberg), Funk (nach FC St. Pauli), Schipplock (1899 Hoffenheim), Élson (wohin ist unbekannt), Degen (FC Liverpool/England), Stolz (VfB II)

Was mit Christian Träsch passiert, ist unklar. Der deutsche Nationalspieler ist noch bis zum Jahr 2012 gebunden, lehnte aber bislang eine Vertragsverlängerung ab. Stattdessen würde der Mittelfeldspieler wohl gerne zum VfL Wolfsburg wechseln. Wolfsburgs Trainer Felix Magath will den 23-Jährigen unbedingt verpflichten -  und seine Planstelle im defensiven Mittelfeld muss gleichwertig besetzt werden. Derweil macht der VfB Stuttgart seinen nächsten Transfer perfekt: Der Bundesligist verpflichtete jetzt den mexikanischen Nationalspieler Maza. Der Innenverteidiger erhält bei den Stuttgartern einen Vertrag bis 30. Juni 2014. Maza, mit vollem Namen Francisco Javier Rodriguez Pinedo, kommt vom PSV Eindhoven. "Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Matthieu Delpierre wollten wir auf dieser Position noch eine Option haben", sagte der Sportdirektor des VfB, Fredi Bobic: "Mit Maza ist es uns gelungen, einen erfahrenen Innenverteidiger zu verpflichten." Der 61-malige Nationalspieler war im Juni dieses Jahres durch eine positive Dopingprobe aufgefallen. Der der mexikanische Fußballverband hatte allerdings mitgeteilt, dass es sich um verunreinigtes Fleisch gehandelt hatte. Dieser Ansicht schloss sich ebenfalls der Fußballweltverband (FIFA) an.

Zukunft mit Labbadia

Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia möchte mit seinem Team beim Auftaktspiel gegen Schalke 04 an die Vorstellungen im Endspurt der vergangenen Saison 2010/2011 anschließen. In neun der letzten elf Punktspiele blieben die Stuttgarter ungeschlagen und sie zeigten dabei wieder ansehnlichen Fußball. Labbadia, der im Dezember 2010 Jens Keller als Trainer abgelöst hat, führte die Mannschaft aus der Abstiegszone auf Rang zwölf. Wenn der VfB das Niveau auch nach der Sommerpause halten kann, wird er oben mitspielen. Dies gilt umso mehr, als  dass der deutsche Nationalspieler Cacau wieder fit ist.

Allerding gibt eine Sache zu denken: Bruno Labbadia hatte bei seinen letzten beiden Vereinen in seinem jeweils zweiten Jahr als Trainer mit seinen Mannschaften Schiffbruch erlitten. Die Clubs in Leverkusen und Hamburg können ein Lied davon singen. Doch: Keine Regel ohne Ausnahme!

(Redaktion)


 


 

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