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Workshop richtet Fokus auf Prozessintelligenz

130 Entwicklungs- und Produktionsexperten aus der Holz- und Kunststoff-branche haben am 7. Leitz-Workshop teilgenommen. Der Workshop setzte die Reihe „Neue Werkstoffe und Bearbeitungsverfahren“ der vergangenen Jahre fort und stand unter dem Motto „Prozessintelligenz – Der entscheidende Wettbewerbsfaktor der kommenden Jahre“.

Die Teilnehmer des Workshops tauschten sich im Auditorium der Leitz-Gruppe in Oberkochen über Trends, Innovationen und praxisge-rechte Lösungen in der Holz- und Kunststoffbearbeitung aus. In acht Vorträgen aus unterschiedlichen Bearbeitungskontexten kamen vor allem die Vorteile einer ganzheitlichen Prozessgestaltung zur Sprache. Anhand von Praxisbeispielen zeigten die Referenten auf, wie sich Energie- und Rohstoffverbrauch durch intelligente Verfahrensabläufe verringern lassen und dadurch Herstellungskosten eingespart werden. Thematisiert wurden dabei auch Rolle und Potentiale der Werkzeugtechnologie bei der Prozessgestaltung.

Wilfried Gehart, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der Leitz GmbH & Co. KG, wies darauf hin, dass der Gestaltung und Steuerung intelligenter Prozesse heute eine wettbewerbsstrategische Bedeutung für produzierende Unternehmen zukommt. Vor allem der weltweit steigende Ressourcenverbrauch und die daraus folgenden höheren Rohstoffpreise hätten zu dieser Entwicklung beigetragen. Prozessintelligenz, so Gehart weiter, ziele sowohl auf Ressourcen- wie auch auf Prozesseffizienz.

Voraussetzung für die Implementierung intelligenter Prozesse sei jedoch ein Umdenken bei Investitionen in neue Fertigungstechnik. Effizient könne nur produzieren, wer auf die Lebenszykluskosten schaue. „Entscheidend ist ein geeigneter Pla-nungsansatz zur Identifikation und Bewertung der Einsparpotentiale sowie eine ganzheitliche prozess- und lebenszyklusorientierte Analyse,“ so Gehart. Bisher nutzten lediglich 14 Prozent der produzierenden Betriebe aller Branchen die Lebenszykluskosten als Entscheidungskriterium.

Dr.-Ing. Jörg Mandel vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung vergegenwärtigte das Problem des stetig wachsenden Rohstoffverbrauchs anhand konkreter Zahlen und forderte einen Paradigmenwechsel in der Produktion. Letztlich gehe es darum, Wachstum und Ressourcenverbrauch zu entkoppeln. Dabei müssten alle Produktionsfaktoren verändert werden. In den weiteren Referaten wurden neue ressourceneffiziente Werkstoff- und Verfahrenslösungen aus der Praxis der Holzbearbeitung vorgestellt. Den Abschluss des Workshops bildeten drei Referate über Leitz-Werkzeugsysteme und prozessbegleitende Dienstleistungen und deren Potential für intelligente Bearbeitungsprozesse.

Das Unternehmen
Gegründet 1876 in Oberkochen/Süddeutschland, ist die Leitz-Gruppe der weltweit führende Hersteller von Werkzeugen zur professionellen zerspanenden Bearbeitung von Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoff und Verbund-Materialien. Das Produktspektrum von Leitz umfasst das gesamte Sortiment an maschinengetriebenen Präzisionswerkzeugen. In einem vollständigen Paket an Beratungs- und Servicedienstleistungen geben die 3.300 Leitz-Mitarbeiter ihre ganze Erfahrung im Umgang mit Zerspanungswerkzeugen an die Leitz-Kunden weiter und verwirklichen so täglich die Ideale vom kompletten Problemlöser und produzierenden Dienstleister. Leitz-Produkte kommen in über 150 Ländern der Erde regelmäßig zum Einsatz. Mit zehn Produktionsstandorten in Europa, Asien und Amerika, Leitz-Vertriebsgesellschaften und -büros in 36 Ländern, einem dichten Netz von rund 160 Servicestationen mit angeschlossenen Schnellfertigungen sowie Vertriebspartnern ist Leitz auf allen Kontinenten vertreten.

(Redaktion)


 


 

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