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Umweltdaten 2012 für Baden-Württemberg vorgestellt

Umweltminister Franz Untersteller und LUBW-Präsidentin Margareta Barth: „Umfassende Umweltberichterstattung gibt unverzichtbare Hinweise über Entwicklungen im Umweltbereich und auf aktuellen Handlungsbedarf“

„Die Umweltdaten sind eine wichtige Grundlage für die Ausrichtung unserer Umweltpolitik“, betonte Umweltminister Franz Untersteller anlässlich der Vorstellung der aktuellen Umweltdaten Baden-Württemberg am heutigen Freitag (9. November 2012) in Stuttgart: „Die Umweltdaten zeigen, ob von uns getroffene Maßnahmen wirksam sind, außerdem geben sie uns wertvolle Hinweise auf weiteren Handlungsbedarf.“ Nicht zuletzt seien verlässliche Umweltdaten unerlässlich, um Transparenz für die Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen. „Mit ihnen können sich die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land über den Zustand der Umwelt informieren. Sie tragen so dazu bei, zu erklären und zu veranschaulichen und damit Akzeptanz für die notwendigen Maßnahmen zum Schutz unserer Umwelt zu schaffen“, beschrieb Minister Untersteller den mehrfachen Nutzen der Umweltdaten.

Die gemeinsam mit der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg herausgegebenen Umweltdaten Baden-Württemberg erscheinen in dreijährigem Turnus und blicken auf eine über 30-jährige Tradition zurück. „In diesem umfassenden Bericht haben wir umfangreiche Daten für alle Umweltbereiche zusammengetragen“, erläuterte LUBW-Präsidentin Margareta Barth. Die Bandbreite reiche dabei von Luft, Wasser, Boden über Natur und Landschaft bis hin zu Radioaktivität, elektromagnetischen Feldern und Lärm.

Die neu veröffentlichten Daten belegten beispielsweise positive Trends in den Bereichen Wasser, Ressourcenschonung, Boden und Luftqualität, erläuterte Margareta Barth. „Unter anderem konnten die Emissionen von Luftschadstoffen von 1994 bis 2010 um bis zu 70 Prozent reduziert werden. Dennoch dürfen wir die Hände nicht in den Schoß legen.“ Bei den Ammoniakkonzentrationen in ländlichen Regionen, die insbesondere aus der Landwirtschaft stammen, sowie den Konzentrationen an Feinstaub und Stickstoffdioxid an verkehrsreichen Standorten seien die Werte stellenweise noch zu hoch. „Teilweise liegen dort die Messwerte für Feinstaub deutlich über den festgelegten Immissionsgrenzwerten, dies gilt auch für Stickstoffdioxid“, erläuterte Margareta Barth. Beide Schadstoffe stammten zu einem erheblichen Anteil aus dem Verkehr.

Die Umweltdaten belegten auch, dass der Klimawandel vor Baden-Württemberg nicht halt mache, betonte Franz Untersteller. So habe die Jahresmitteltemperatur in den letzten 80 Jahren um circa 1,1 Grad Celsius zugenommen. Niederschläge hätten sich besonders im Winterhalbjahr deutlich erhöht. Datenreihen aus der Umweltbeobachtung belegten eine stetige Vorverlegung der Apfelblüte und eine Verlängerung der Vegetationsperiode. „Um sowohl wirksame Klimaschutzmaßnahmen treffen als auch geeignete Strategien zur Anpassung an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels wählen zu können, sind verlässliche Daten und Informationen zu den Treibhausgasemissionen, den Klimaveränderungen und den Entwicklungen in Natur und Umwelt unerlässlich“, so der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.

Die Umweltdaten 2012 können auf den Internetseiten der LUBW unter http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/220765/ bestellt werden. Die Veröffentlichung steht unter der angegebenen Internetadresse auch in digitaler Form zum Download zur Verfügung.

(Redaktion)


 


 

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