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Verkaufsprozess von Opel an Magna schreitet gut voran - Chinesen lassen nicht locker

Der Prozess des Verkaufs von Opel an den österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna scheint weit fortgeschritten. Der chinesische Autohersteller BAIC gibt sich im Kampf um Opel aber noch nicht geschlagen.Der Chef von General Motors (GM) Europa, Carl-Peter Forster, rechnet mit einem baldigen Verkauf der GM-Tochter Opel an Magna. «Es geht nur noch um Details», sagte Forster der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» (Ausgabe 05.07.2009) . «Nach dem Treffen der Spitzen von GM und Magna bin ich äußerst zuversichtlich, da wurde weitgehend Einverständnis erzielt», sagte Forster.

Einen Termin für eine Vertragsunterzeichnung nannte Forster nicht. «Es wäre toll, wenn es bis Mitte Juli klappen würde», sagte er. Magna-Chef Siegfried Wolf «macht jetzt Druck», fügte Forster hinzu. Die Gespräche mit anderen Investoren seien bei weitem nicht so weit fortgeschritten. Magna habe «einen ganz erheblichen Vorsprung». Die Nutzung der Patente sei inzwischen weitgehend geklärt. Diskutiert werde jetzt noch die künftige Konstellation in Russland. Allerdings würden die Verhandlungen dadurch behindert, dass «viel zu viel geredet» werde. «Da reden viele Leute, die nichts zu sagen haben», sagte Forster.

   Das Nachrichtenmagazin «Focus» berichtet, dass Magna Opel ausgliedern und an die Börse bringen wolle. Nach dem geplanten Einstieg wolle Magna sein Zuliefergeschäft organisatorisch und personell von Opel trennen, berichtet das Magazin unter Berufung auf Magna-Verhandlungskreise. Magna wolle damit Opel-Konkurrenten besänftigen, die von Magna Teile kaufen oder über Entwicklungsaufträge verbunden sind. «New Opel» solle später an der Börse platziert werden.

   Wie die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» berichtet, will der chinesische Autohersteller BAIC einen Verkauf Opels an Magna vereiteln. In Briefen an mehrere Regierungsmitglieder hätten die Chinesen eindringlich für ihre Offerte geworben. «Kein Opel-Werk in Deutschland wird geschlossen werden», zitiert das Blatt aus einem Schreiben von Chairman Xu Heyi. Ein Abbau von Stellen, auch in der Zentrale, könne jedoch nicht ausgeschlossen werden.

   Die Lage des Rüsselsheimer Autoherstellers sei «ernster, als wir es uns in unseren Worst-Case-Szenarien vorgestellt haben», heißt weiter in dem Brief. Die Chinesen, die von der Deutschen Bank beraten werden, betonten indes, ihr Konzept werde den deutschen Steuerzahler deutlich günstiger kommen als das von Magna, mit dem sich die Bundesregierung schon grundsätzlich auf einen Einstieg geeinigt hatte.

(Redaktion)


 


 

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