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Verlängerung von Risikolebens-versicherung gilt als Neuabschluss

Wenn ein Versicherter seine Risikolebensversicherung verlängert, handelt es sich dabei um einen Neuabschluss. Das hat das Oberlandesgericht Saarbrücken (AZ: 5 U 704/06-89) entschieden. Die Auswirkungen dieses Urteils sind immens, denn durch den Neuabschluss beginnen auch bestimmte Fristen zu laufen - wie etwa die dreijährige Ausschlussfrist wegen Selbsttötung.

Auf diesen Umstand muss die Versicherung den Kunden auch hinweisen. In dem Fall hatte ein Mann seine Lebensversicherung verlängert und sich zwei Jahre danach das Leben genommen. Die Versicherung wollte der Witwe die Versicherungssumme nicht auszahlen und berief sich auf die Ausschlussklausel wegen Selbsttötung, die eine Leistung bei Selbstmord erst nach drei Jahren vorsieht.

Da der Vertrag aber erst vor zwei Jahren neu abgeschlossen worden war, verweigerte die Versicherung die Leistung. Zu Unrecht, wie die Richter entschieden. Denn auch wenn der Vertrag durch die Verlängerung der Lebensversicherung neu abgeschlossen worden war, hätte die Versicherung auf den damit schlechteren Versicherungsstandard hinweisen müssen. Da sie das nicht getan hatte, musste sie wegen dieses Beratungsfehlers die Versicherungssumme als Schadensersatz leisten.

(Redaktion)


 


 

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