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Verleger Holtzbrinck kauft Titel seines ehemaligen Verlagshauses

Verleger Dieter von Holtzbrinck kauft mehrere Titel der Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Der Verlag bestätigte am Donnerstag (26. März 2009) entsprechende Medienberichte, wonach der 2006 aus dem Unternehmen geschiedene 67-Jährige die Verlagsgruppe Handelsblatt (VHB) mit den Titeln «Handelsblatt» und «Wirtschaftswoche», den Berliner «Tagesspiegel» und 50 Prozent an der Wochenzeitung «Die Zeit» erwirbt.

Die Verlagsgruppe teilte weiter mit, dass Holtzbrinck die Titel zum 1. Juni über die von ihm gegründete Familiengesellschaft Dieter von Holtzbrinck Medien GmbH (DvH Medien) übernimmt. Im Gegenzug soll der ehemalige Chef der Verlagsgruppe auf finanzielle Ansprüche verzichten, die ihm aus seiner Trennung von der Verlagsgruppe zustehen.

Dieter von Holtzbrinck hatte die Verlagsgruppe 2006 verlassen. Sein Vermögen sollte schrittweise in eine Familienstiftung überführt werden. Dem Branchendienst «Kress» zufolge sah die Regelung vor, dass der Verleger im Ruhestand als eine Art Auszahlung auf Raten jährlich eine hohe Summe von der Verlagsgruppe erhält. Dabei soll es sich um bis zu 30 Millionen Euro im Jahr handeln. Die Rückzahlungen sollen die Geschäfte der Verlagsgruppe nachhaltig beeinflusst und die Eigenkapitalbasis erheblich geschwächt haben.

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck wolle mit dem Verkauf ihren Spielraum vergrößern, um «in Zeiten einer weltweiten Rezession und des Umbruchs im Medienbereich ihre strategischen Pläne zu realisieren». Die betroffenen Unternehmen bekämen einen ihnen vertrauten Verleger, der diese Häuser als Geschäftsführender Gesellschafter der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck seit den 70er und den 90er Jahren kontinuierlich ausgebaut habe und deren publizistische Eigenständigkeit in Familienbesitz garantiere.

Die bestehenden Kooperationen zwischen der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und den von der DvH Medien übernommenen Verlagen sollen fortgeführt und ausgebaut werden. Die derzeit zur VHB zählenden Tochterunternehmen Spotlight-Sprachverlag (Starnberg), Lebensmittelpraxis-Verlag (Neuwied) und der Buchverlag Schaeffer-Poeschel (Stuttgart) bleiben bei der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

(Redaktion)


 


 

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