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Weihnachten

Weihnachten - Inhalt und Herkunft des "Festes der Liebe"

Weihnachten - dieses Wort übt nach wie vor bei vielen Menschen rund um den Globus eine ganz besondere Faszination aus. Aber was hat es mit diesem "Fest der Liebe" auf sich? Was für einen Ursprung hat diese "geweihte Nacht"? Und wie wird dieses Fest in den verschiedenen Ländern gefeiert? Der folgende Artikel möchte ein wenig darüber infomieren...

Kaum eine andere Zeit im Kreislauf eines Jahres ist so gefühlsbeladen wie die Advents- und Weihnachtszeit und der Zeitraum (zur Definition Zeitraum) "zwischen den Jahren". Das mag auch daher rühren, dass sich um diesen Zeitraum um die Sonnwende am 22. Dezember seit je her alte heidnische Bräuche rankten. Die "Rauhnächte" wurden mit der Christianisierung mit Ritualen des christlichen Fest anlässlich der Geburt Jesu vermischt. Was sind Hintergrund und Bedeutung des Weihnachtsfestes genau?

Weihnachten, Weihnachtsfest oder auch das (Heilige) Christfest sind bedeutungsgleich mit dem Fest der Geburt Jesu Christi. Dieses Fest ist mit Ostern und Pfingsten eines der drei Hauptfeste des christlichen Kirchenjahres. Der eigentliche Festtag ist der 25. Dezember, dessen Feierlichkeiten am Vorabend, am sogenannten Heiligabend (auch „Heilige Nacht“, „Christnacht“), also am 24. Dezember, beginnen. Dies wiederum hat seinen Ursprung darin, dass im Altertum ein Fest immer mit den zu gottesdienstlichen Zwecken dienenden klösterlichen Nachtwachen (Vigilien) begonnen wurde. Der 25. Dezember - und in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusätzlich auch der 26. Dezember - ist in vielen Staaten ein gesetzlicher und zugleich kirchlicher Feiertag und zugleich Auftakt der Weihnachtsferien. Der Zweite Weihnachtsfeiertag wird in der römisch-katholischen und in der altkatholischen Kirche als „Stephanstag“ bzw. Stephanitag begangen. Übrigens: Der Heilige Stephanus war Diakon der urchristlichen Gemeinde von Jerusalem und reichte in seiner kirchlichen Bedeutung nahe an die zwölf Apostel heran. Er galt als herausragender Prediger und wurde der Legende nach am 26. Dezember am Damaskus-Tor in Jerusalem gesteinigt.

Als kirchlicher Feiertag ist der 25. Dezember erst seit dem Jahre 336 n.Chr. belegt. Wie es zu diesem Datum kam, ist umstritten. Diskutiert wird eine Beeinflussung durch den römischen Sonnenkult. Als Geburtstag des Sol Invictus (lateinisch „unbesiegter Sonnengott“) galt schon im 3. Jahrhundert der 25. Dezember. Auf dieses Datum hatte Julius Cäsar bei seiner Kalenderreform den kürzesten Tag des Jahres festgelegt, den Tag der Wintersonnenwende. Eine weitere Hypothese erklärt die Datumswahl mit dem Abstand von neun Monaten zum angenommenen Termin der Inkarnation. Hierfür sprechen Texte verschiedener westlicher Autoren, die die Verkündigung des Herrn für den 25. März angeben.

Das Geburtsdatum Jesu wird im Neuen Testament nicht genannt. Es war auch den Urchristen nicht wirklich bekannt. Denn diese interessierten sich eher für die Todestage, nicht aber so sehr für die Geburtstage ihrer Märtyrer. Anfang des 3. Jahrhunderts bezeichnete der römische Gelehrte Julius Africanus den 25. März als Datum der Zeugung Jesu, was bei einer - exakt - neunmonatigen Schwangerschaft Marias zu einem Geburtstag am 25. Dezember führen würde. Doch dieses Datum war lange Zeit höchst umstritten und ist bis heute nicht geklärt. Clemens von Alexandria gab nämlich zur etwa derselben Zeit einen Tag zwischen Ostern und Pfingsten als Geburtstermin Jesu an. Hinzu kommen noch verschiedene andere Erklärungen. Das bedeutet: Der Geburtstag von Jesus ist nicht mit letzter Sicherheit herauszufinden. Erstmalig wird der 25. Dezember ausdrücklich von einem römischen Kopisten (ein Schreiber, dessen Aufgabe in erster Linie darin besteht, vorhandeneTexte abzuschreiben) mit dem Namen Furius Dionysius Filocalus im Jahr 354 genannt, der auf römischen Quellen aus dem Jahre 336 beruht (ein Jahr vor dem Tod des ersten christlichen Kaisers Konstantin).

Auch das tatsächliche Geburtsjahr von Jesus ist vermutlich nicht das Jahr 0 unserer Zeitrechnung, sondern zwei bis sieben Jahre früher. Da der Stern von Bethlehem von Wissenschaftlern mit einer speziellen Konstellation aus Saturn und Jupiter im Sternzeichen der Fische gleichgesetzt wird, die nur alle 805 Jahre zu sehen ist, wird von manchen Astrologen vermutet, dass Jesus 7 Jahre früher geboren wurde, weil in diesem Jahr diese spezielle Planetenkonstruktion wieder einmal aufgetreten ist. Dies wurde übrigens auch bereits von Johannes Kepler ( geboren am 27. Dezember 1571 in Weil der Stadt, gestorben am 15. November 1630 in Regensburg), dem großen deutschen Astrologen, festgestellt.

In den germanischen Religionen gehörte das Datum des 25. Dezember zu den "12 heiligen Nächten der Sonnenwende". Von dort stammt auch der deutsche Namen "Weihnachten", abgeleitet von "ze wihen nahten". Ursprünglich umfasste der damit gemeinte Zeitraum sowohl die sogenannten Rauhnächte (auch "zwölf heilige Nächte" genannt) und den Zeitraum zwischen dem Ende des alten Jahres am 24. Dezember und dem Beginn des neuen Jahres am 6. Januar. Der Name "Rauchnächte" kommt einerseits vom Räuchern, mehr aber noch von rauh - den wilden, haarigen Dämonen, die in diesen Nächten ihr Unwesen getrieben haben sollen. Auch heute noch ist in weiten Teilen des deutschen Sprachraums, insbesondere in alpenländischen Gegenden, vielerorts entsprechendes Brauchtum lebendig. Die Rauhnächte sind eine Zeit der Wiederkehr der Seelen und des Erscheinens von Geistern. Das "Wilde Heer" tobt durch die Nacht, Frau Holle geht um, Orakel erlauben den Blick in die Zukunft und zauberisches Wirken ist besonders machtvoll. Druden (besessene Frauen), Hexen und Kobolde treiben besonders in dieser Zeit ihr Unwesen.

Um sie zu bekämpfen bzw. unschädlich zu machen, nahm sich das Familienoberhaupt die Räucherpfanne mit heller Glut und viel Weihrauch, Kräuter und Zweige und ging damit durch sein Haus, durch seinen Stall und seinen Hof. Auf diese Weise sollten Mensch, Vieh, Hab und Gut vor dem Einfluss der Dunkelheit beschützt werden. Auch die "wilde Jagd" war des Öfteren in diesen Nächten anzutreffen: Sie zieht durch die Lüfte, geführt von Wodan und Frau Holle. Oft hieß es auch, die Hexen ritten auf Stecken durch die Nacht und jagten verängstigten Leuten hinterher. Tatsächlich werden auch heute noch vielerorts in den ,,Zwölften'' die neuen Hexenbesen angefertigt.

Weihnachts-Brauchtum

Christen und Nichtchristen feiern Weihnachten heute meist als Familienfest mit dem Brauch des gegenseitigen Beschenkens. Dieser Brauch wurde seit dem Jahre 1535 von Martin Luther als Alternative zur bisherigen Geschenksitte am Nikolaustag propagiert. Zweck war, das Interesse der Kinder auf Christus anstelle auf die Heiligenverehrung zu lenken. In katholischen Familien jedoch fand die Kinderbescherung weiterhin lange Zeit am Nikolaustag (am 6. Dezember eines jeden Jahres) statt. Hinzu kamen alte und neue Bräuche verschiedener Herkunft, zum Beispiel die Krippenspiele (etwa seit dem 11. Jahrhundert), der geschmückte Weihnachtsbaum (ab dem 15. Jahrhundert), der Adventskranz (nachgewiesen seit dem Jahre 1839) und der Weihnachtsbaum (erst seit dem 20. Jahrhundert, im Elsass aber bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts).

Christkind oder Weihnachtsmann? Vor allem in den katholischen Regionen (im deutschsprachigen Raum vor allem in Österreich, der Schweiz und in den katholischen Regionen Deutschlands) bringt das Christkind den artigen Kindern Weihnachtsgeschenke. Erwachsene erzählen den Kindern, dass zu Weihnachten das Christkind kommt und - ohne dass gesehen wird - die Weihnachtsgeschenke bringt. Dabei wird Christkind (Christuskind) häufig als blondgelocktes Kind mit Flügeln und Heiligenschein dargestellt. Das Christkind steht in seiner Bedeutung für den neugeborenen Christus. Der heutige Weihnachtsmann hat seinen Ursprung um die europäischen Volkslegenden des Heiligen Nikolaus. Er hieß Nikolaus wirkte im 4. Jahrhundert vor allem in der Region um den türkischen Ort Myra; Myra ist eine antike Stadt, die heute Demre heißt und in der Provinz Antalya liegt. Myra ist heute ein Wallfahrtsort. Nikolaus von Myra war ein Bischof, der ein Kern zahlreicher Legendenbildungen war. Er wird nach wie vor als Schutzpatron unserer Kinder verehrt. In Deutschland wird auch heute noch meist am 24. Dezember morgens der Weihnachtsbaum geschmückt. Am Abend gibt es dann für alle die Geschenke ("Bescherung"). In vielen Familien gehört der Besuch eines Gottesdienstes am Heiligen Abend oder am Ersten Weihnachtsfeiertag zum gewohnten Ritual, auch bei Nicht-Kirchgängern. Die Gottesdienste am Heiligen Abend sind daher in allen christlichen Konfessionen die am besten besuchten im ganzen Jahr. In Deutschland ist es ferner immer noch weit verbreitet, am Heiligen Abend eine eher einfachere Mahlzeit zu sich zu nehmen, zum Beispiel Kartoffelsalat mit Würstchen. Aber auch aufwendigere Gerichte wie Gans oder Karpfen sind nicht unüblich.

Weihnachten im Ausland

Russland

Die russisch-orthodoxen Christen feiern am 7. Januar das Fest der Erscheinung des Herrn, also den Tag, an dem Gott Mensch wurde. Der 07. Januar hat seine Ursache darin, weil die russisch-orthodoxe Kirche den Julianischen Kalender verwendet. Zum Leidwesen vieler russisch-orthodoxer Christen durfte man in Russland nach der Oktober Revolution von 1917 Weihnachten - wie auch viele andere religiöse Feste - nicht mehr feiern. Einige Bräuche wurden sogar ganz  vergessen. Doch seitdem im Jahr 1991 der 7. Januar zu einem offiziellen Feiertag erklärt wurde, wird Weihnachten wieder gefeiert.

Niederlande

In den Niederlanden und Flandern dreht sich alles um Sinterklaas und seinen Diener, den "zwarte Piet". Dort heißt der Nikolaus nämlich „Sinterklaas“. Die Niederländer feiern am 5. Dezember den „Sinterklaasavond“. Der bringt aber nicht nur die Geschenke für die Kinder, sondern ist auch der Schutzpatron für die Seefahrer. Mit seinem langen weißen Bart und dem roten Mantel sieht er unserem Nikolaus zum Verwechseln ähnlich. Sobald die Glocken läuten, machen sich Sinterklaas und sein Knecht, der „Zwarte Piet“, mit dem Schimmel auf, um kleine Geschenke und Süßigkeiten für die Kinder zu verteilen. Am Tag seiner Ankunft sind alle Kinder in Holland aufgeregt. Sie stellen einen Stiefel neben dem Ofen auf, in dem ihr Wunschzettel steckt. Schließlich soll Sinterklaas auch ja nichts vergessen!

Am 24. Dezember ist in Holland dann nicht mehr so viel Trubel. Da gehen die Menschen in die Kirche und essen etwas Leckeres, aber die große Bescherung kam ja bereits vom Nikolaus...

Skandinavien

In der katholischen Kirche hat das Christkind seinen festen Platz: es beschenkt die Kinder. Das Julfest ist dagegen Tradition in Skandinavien. Es entstammt von den Ernte- und Mittwinter-Bräuchen, bei denen Julbrot gebacken, Julbier gebraut und Julstroh in der Julstube verstreut wurde. Typisch finnisch: das gemeinschaftliche Saunabad am 24.  - und der "gebackene Schwede", das Festtagsgericht aus Schweinefleisch. Das Julfest endet am 13. Januar mit einem zünftigen Gelage.

Die Weihnachtsfeiertage werden meistens im Kreise der Familie mit üppigen Speisen verbracht. Gänsebraten und viele andere Leckereien stehen dann auf dem Speiseplan. An Weihnachten in Norwegen, Schweden oder Finnland spielen alte heidnische und neuzeitlich-christliche Bräuche eine Rolle. Der Aberglaube, dass die Kobolde des Waldes mit Hilfe köstlicher Speisen besänftigt werden müssen, ist dort noch weit verbreitet. Einen Schwerpunkt bildet das Licht in der Adventszeit. Da die Tage dort um diese Zeit sehr kurz und die Nächte recht lang sind, werden die Häuser und Bäume umfangreicher und festlicher geschmückt. Auch in Skandinavien kommen zur Weihnachtszeit die Familien zueinander, um gemeinsame die stille Festlichkeit zu genießen.

Italien

Nicht der Weihnachtsbaum sondern prächtig geschmückte Krippen stehen im Mittelpunkt der italienischen Weihnacht. Alle Nachbarn wetteifern um die schönste "presepio". Heilig Abend findet eine Art Familien-Lotterie statt. Jeder zieht aus einem Säckchen die Nummer seines Geschenks. Am 6. Januar kommt "Befana", eine alte, häßliche Hexe mit Besen, und bringt braven Kindern Geschenke, bösen ein Stückchen Kohle.

Schon am 6. Dezember kommt „San Nicola“, der Nikolaus und legt Geschenke für die Kinder vor die Schlafzimmertür. Er ist aber nicht, wie bei uns, als Nikolaus gekleidet. Am 13. Dezember wird „Santa Lucia“ gefeiert: Die „Heilige Lucia“ ist die Lichterkönigin und wurde im Jahr 281 in Sizilien geboren. Sie vererbte ihr Vermögen den Armen. Noch heute wird das mit einer Mahlzeit für die Armen gefeiert „Torrone die poveri“: Kichererbsen werden in Zucker gekocht, bis daraus eine feste Masse entsteht.

Heute verkleiden sich Kinder am 23. Dezember als Schäfer, gehen von Haus zu Haus und singen Lieder mit Flötenbegleitung. Dafür bekommen sie etwas Geld oder Süßigkeiten. Einen Tag vor Weihnachten dürfen die Italiener nichts essen und trinken. Erst Weihnachten (24.12.) ist die Fastenzeit vorbei und es gibt ein großes Festmahl.

England

In England werden die Traditionen des Weihnachtsfestes auf die Lebzeiten des englischen Königs Artus zurück geführt. Jedes Jahr an Weihnachten gab er ein großes und buntes Fest am Hofe. Spielleute und Akrobaten wurden an den Hof gerufen und ein köstliches Festmahl wurde aufgetragen, dessen Pausen mit den Vorführungen der Künstler gefüllt wurden.

Und die Tradition des bunten Festes gibt es in England noch heute: Die ganze Wohnung wird mit Misteln, Stechpalmen, Lorbeer und bunten Papiergirlanden geschmückt. Denn wer unter einem Mistelzweig steht, darf von jedem geküsst werden und der Zweig bringt Glück. Außerdem werden Weihnachtskarten auf den Kaminsims gestellt oder in der Wohnung auf einer Wäscheleine aufgehängt. Höhepunkt des Festes bildet das große Menü - es gibt meistens Plumpudding auf den Tisch und zuvor natürlich "Gregor", der typische britische Turkey. Nach dem Essen wird getanzt, Kinder und Jugendliche erscheinen dazu maskiert. Ausgelassen toben sie herum und entzünden kleine Feuerwerkskörper. Doch auf ihre Geschenke müssen sie noch geduldig warten, denn die gibt es erst am nächsten Morgen. 

Frankreich 

Weihnachten ist zwar das wichtigste Familienfest in Frankreich, aber trotzdem begehen die Franzosen den Heiligen Abend genauso wie jeden anderen. Nach einem normalen Arbeitstag kommen sie nach Hause und erst dann beginnt bei ihnen Weihnachten. Das traditionelle Festtagsgericht ist der "Dinde aux marrons", ein mit Maronen garnierter Truthahn. Außerdem werden am "Le réveillon" - am Heiligabend - gerne Austern, Pasteten, Truthahn und Champagner mit gezuckerte Maronen verzehrt - das ist der Höhepunkt des französischen Festes. 

Die Geschenke bringt Pere Noel, der französische Weihnachtsmann, in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember durch den Kamin, wo sehnsüchtig die Schuhe der Kinder darauf warten reichhaltig gefüllt zu werden.

Eine altgepflegte Tradition in Frankreich ist, dass man einen dicken Holzklotz an den Weihnachtstagen langsam im Kamin verbrennen lässt und die Asche anschließend an den Festtagen auf einem Feld verstreut, was Glück und eine gute Ernte bringen soll. Doch diese Tradition gibt es nicht nur auf dem Land. In der Stadt gibt es auch einen "buche de noel". Das ist ein Kuchen, der aussieht wie der Holzklotz.

Im Elsass, wo 1605 der Weihnachtsbaum "erfunden" wurde, wird das Christkind von dem bösen Hans Trapp begleitet. Ritter Hans von Trotha (geboren um 1450 in Sachsen-Anhalt, gestorben am 26. Oktober 1503 auf Burg Berwartstein in der Südpfalz), war Marschall der Kurfürsten von der Pfalz und trug den französischen Ehrentitel eines Chevalier d’Or. „Hans Trapp“ oder (seltener) „Hans Trott“ wurde nicht nur mit dem erst später geprägten Begriff Raubritter bezeichnet, sondern im Laufe der Zeit auch immer mehr als Kinderschreck bezeichnet, der als „schwarzer Ritter“ angeblich keine Ruhe findet und nächtens durch die Gegend geistert. 

Griechenland

Ganz im Gegensatz zum Weihnachtsfest in Deutschland, schenken sich die Griechen im Normalfall am 24. oder am 25. Dezember nichts. Der Geschenkeaustausch findet erst am 1. Januar statt. Der 25. Dezember, ein arbeitsfreier Tag, ist Besuchstag. Man geht zu Freunden und Verwandten, ißt üppig und genießt süßes Gebäck, wie zum Beispiel Kourabiedes und Melomakarona. In Griechenland ziehen am 24. Dezember vor allem Kinder mit Trommeln und Glocken durch die Straßen, singen die Kalanda (Lobgesänge, die Glück bringen sollen) und bekommen dafür kleine Geschenke. 12 Nächte lang werden dann Weihnachtsfeuer zum Schutz vor den Kalikanzari (Kobolden) entzündet. Höhepunkt des Weihnachtsfestes ist Epiphania am 6. Januar.

Und dann der Weihnachtsbaum: Wer es sich leisten kann, kauft sich einen richtigen Weihnachtsbaum - denn die sind in dieser waldarmen Region richtig teuer. Daher haben viele Griechen ein Weihnachtsplastikbäumchen...

Amerika

"Happy Xmas" - der lässige Spruch der Amerikaner hat einen tieferen Sinn. Das "X" ist der Anfangsbuchstabe der griechischen Schreibweise von Christus. Dank der vielen Auswanderer ist Weihnachten in den USA ein multikulturelles Treiben mit Dutzenden aus Europa importierten Bräuchen. Einmalig sind jedoch die gigantischen Christmas-Paraden.

In den USA ist Weihnachten eine ganz große Sache - bunt und laut. Das liegt sicher auch daran, dass viele Amerikaner sehr gläubige Christen sind. Und das soll auch jeder sehen. Also dekorieren sie ihre ganzen Häuser mit bunten Lichterketten und stellen riesige Figuren vom Weihnachtsmann, seinen Rentieren in ihren Vorgarten. Die Geschäfte machen zu Xmas das Geschäft des Jahres. Sie haben riesige Weihnachtsabteilungen eingerichtet. Auch Hollywood dreht jedes Jahr spezielle Weihnachtsfilme, da die Amerikaner im Advent öfter ins Kino gehen.

Santa Claus bringt den amerikanischen Kindern übrigens erst am Morgen des 1. Weihnachtsfeiertages Geschenke. Dafür fährt er mit seiner Kutsche, die von Rentieren gezogen wird, vom Nordpol aus durchs Land. Die Kinder haben am Vorabend festlich verzierte Strümpfe an den Kaminen aufgehängt, die Santa Claus in der Nacht mit Geschenken füllt. Dass Santa Claus heute meistens rot-weiß gekleidet ist, liegt an einer erfolgreichen Werbekampagne von Coca-Cola. Vor dieser Werbekampagne war Santa meist braun gekleidet.

(Redaktion)


 


 

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