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Weltpremiere

Mercedes-Benz Aerodynamics Truck & Trailer: Kraftstoff sparen, Umwelt schonen

Aerodynamics Trailer spart 2000 Liter Diesel und fünf Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr. Der Luftwiderstand sinkt sensationell um 18 Prozent, Verbrauch um 4,5 Prozent. Das Beste zum Schluss: das "Boat-Tail", der Heckeinzug und Aerodynamics Truck senkt Verbrauch um drei Prozent

Stuttgart/Hannover – Jede Tankfüllung eines Fernverkehrs-Sattelzugs kostet inzwischen 1000 bis 2000 Euro. Mit der Initiative Aerodynamics Truck & Trailer senkt Daimler den Luftwiderstand und den Kraftstoffverbrauch drastisch. Der Aerodynamics Trailer spart im Jahr pro Sattelzug rund 2000 Liter Dieselkraftstoff und damit fast 3000 Euro Kosten. Gleichzeitig wird die Umwelt um mehr als fünf Tonnen CO2-Emissionen entlastet. Beachtliche Werte erreicht ebenfalls der Mercedes-Benz Aerodynamics Truck. Beide feiern ihre Weltpremiere auf der IAA Nutzfahrzeuge 2012.

Der von Mercedes-Benz entworfene und entwickelte Aerodynamics Trailer senkt den Luftwiderstand des gesamten Sattelzugs um circa 18 Prozent. Praxistests beweisen: Ein Sattelzug mit 40 Tonnen Gewicht und Aerodynamics Trailer kann im Fernverkehr 4,5 Prozent Kraftstoff sparen. Bei einer üblichen Laufleistung von 150 000 Kilometer für einen Fernverkehrszug im Jahr bedeutet dies eine Senkung des Dieselverbrauchs um rund 2000 Liter und eine Entlastung der Umwelt um mehr als fünf Tonnen CO2 im Jahr.
Hochgerechnet auf die Fahrtstrecke aller mautpflichtigen Lkw auf deutschen Autobahnen wären dies 300 Millionen Liter Dieselersparnis im Jahr, das entspricht der Fracht eines Supertankers. Die Umwelt würde um 800 000 Tonnen CO2 entlastet.

Sattelzugmaschine Actros StreamSpace bleibt unverändert
Die Sattelzugmaschine, hier der neue Mercedes-Benz Actros mit StreamSpace-Fahrerhaus, bleibt dabei unverändert. Der neue Actros ist bereits aerodynamisch optimiert. Er wird lediglich mit Luftleitkörper auf dem Dach, Endkantenklappen an der Seite und Seitenver-kleidungen ausgestattet. Dieses Aerodynamikpaket ist ohnehin ab Werk lieferbar.

Aerodynamics Trailer ohne Einschränkung praxistauglich
Kein futuristisches Gebilde, sondern ohne jede Einschränkung praxisgerecht ist der Mercedes-Benz Aerodynamics Trailer. Er basiert auf einem üblichen 13,6 m langen Kofferaufbau für den Tiefkühlverkehr. Ob Bodenfreiheit, Böschungswinkel oder Bedienbarkeit des Heckportals – der Aerodynamics Trailer entspricht allen gängigen Anforderungen des Speditionsalltags. Die Box bleibt trotz der aerodynamischen Maßnahmen unverändert.
Auf die Praxistauglichkeit hatten beide Partner ein besonderes Auge, Daimler Trucks und der renommierte Trailer-Spezialist Schmitz Cargobull. Schmitz Cargobull hat die Anbauten in enger Zusammenarbeit mit Daimler Trucks umgesetzt.

Generell ist der Aerodynamics Trailer nicht markengebunden: Mercedes-Benz lädt alle Trailerhersteller ein, auf der Grundlage des Aerodynamics Trailer wirtschaftliche und umweltschonende Sattelauflieger zu entwickeln.

Höchste Effizienz : Actros und Aerodynamics Trailer
Hintergrund der Initiative Aerodynamics Truck & Trailer: Mit dem neuen Actros hat Mercedes-Benz den effizientesten Schwer-Lkw eingeführt. Den Beweis lieferte er beim Record-Run über 10 000 Kilometer auf Autobahnen in Europa: Der Actros 1845 in Euro VI-Ausführung verbrauchte nur 25,9 l/100 km. Kunden und aktuelle Pressetests betätigen das hervorragende Abschneiden. Weitere große Einsparpotenziale beim Kraftstoffverbrauch sind auf dieser Basis kurzfristig kaum realisierbar.

Der Aerodynamics Trailer beweist: Erst das perfekte Zusammenspiel aus Zugmaschine und Trailer ergibt höchste Effizienz. Ausgehend vom Record Run ist mit der Kombination Mercedes-Benz Actros und Aerodynamics Trailer ein realistischer Kraftstoffverbrauch von weniger als 25 l/100 km für einen 40-Tonnen-Sattelzug möglich. Dies hätten Fachleute noch vor wenigen Jahren als Utopie abgetan.

Kein Showcar, sondern ein realistischer Sattelzug
Zahlreiche Einzelmaßnahmen am Trailer verringern den Luftwiderstand des gesamten Zugs. Ein Anströmkörper an der Stirnwand des Trailers reduziert den Abstand zur Zugmaschine. Die Seitenverkleidungen lenken die vorbeiströmende Luft in Richtung des markanten Heckdiffusors. Er schließt an die Verkleidung des Unterbodens an. Detaillierte Verkleidungen der Rückleuchten un-terstreichen die aerodynamische Feinarbeit ebenso wie die Verkleidung der Stützwinden unter dem Aufbau.

Das Beste zum Schluss: das „Boat-Tail“, der Heckeinzug
Wichtiger Bestandteil des aerodynamischen Konzepts ist das „Boat-Tail“, ein Heckeinzug von maximal 400 mm Länge. Seine Elemente sind klappbar, dies gewährleistet den gewohnten Zugang zum Laderaum. Die Flügel des Heckeinzugs bestehen aus Aluminium, die Seitenteile sind elegant geschwungen.

Künftige EU-Längenvorschrift erlaubt Heckeinzug
Das „Boat-Tail“ verlängert zwar den Aerodynamics Trailer, hat jedoch für die Aerodynamik eines Sattelzugs entscheidende Bedeutung. Entsprechende Appelle an den Gesetzgeber verhallten nicht ungehört: Im Mai diesen Jahres empfahl die EU-Kommission eine Erweiterung der maximalen Länge um bis zu 500 mm bei aerodynamischen Maßnahmen am Heck. Es ist davon auszugehen, dass die neuen Längenvorschriften in der EU bis zum Frühjahr in die Gesetzgebung einfließen.

Aerodynamics Truck senkt Verbrauch um drei Prozent
Mit einem aerodynamisch optimierten Solo-Lkw lassen sich ebenfalls Geldbeutel und Umwelt entlasten, das beweist der Prototyp Mercedes-Benz Aerodynamics Truck. Er verbessert die Aerodynamik im Vergleich zu koventionellen Fahrzeugen um etwa zwölf Prozent. Das bedeutet eine Verbrauchseinsparung von etwa drei Prozent auf Fernstraßen. Daraus errechnet sich bei einer Laufleistung von 50 000 Kilometer im Jahr eine Ersparnis von rund 350 l pro Jahr, das sind eine Ersparnis von rund 500 Euro für den Betreiber oder einer knappen Tonne CO2 für die Umwelt. Messfahrten bestätigen die Hochrechnungen.

Basis des Aerodynamics Truck: Actros ClassicSpace
Basis des Mercedes-Benz Aerodynamics Truck ist ein zweiachsiges Fahrgestell mit 18 t zulässigem Gesamtgewicht und dem 2,3 m breiten Fahrerhaus des Actros ClassicSpace. Auch für den Aerodynamics Truck gilt: Das Fahrerhaus bringt serienmäßig eine gute Aerodynamik mit.

Auf einen Anströmkörper an der Stirnwand kann hier verzichtet werden, nicht jedoch auf den Luftleitkörper auf dem Dach. Im Unterschied zu vielen ungünstig geformten Kofferaufbauten verfügt der Aerodynamics Truck seitlich über einen Kantenradius von 80 mm und einen Kantenradius von 200 mm an der Stirnwand. Dies sichert eine gut anliegende Luftströmung.
Die Seitenverkleidungen und der Heckdiffusor erinnern an den Aerodynamics Trailer. Der Unterboden des Aerodynamics Truck ist ganzflächig verkleidet. Herausragendes Merkmal des Aerodynamics Truck ist ebenfalls das Heckportal mit einem „Boat-Tail“. Die Elemente des Portals klappen hier bei Bedarf federbetätigt zur Seite auf, denn hinter den Klappen gibt eine Ladebordwand den Zugang zum Frachtraum frei.

Weitere Messungen und Kundenfahrerprobung
Noch in diesem Herbst folgen weitere ausgiebige Verbrauchs-messungen und Erprobungsfahrten mit Aerodynamics Trailer und Aerodynamics Truck. Im nächsten Schritt werden ausgewählte Kunden den Sattelzug aus Mercedes-Benz Actros und Aerodynamics Trailer im Speditionsalltag testen.

Aerodynamics Trailer wie Aerodynamics Truck sind bei entsprechender Nachfrage jeweils relativ schnell in die Serienfertigung zu überführen. Beim Aerodynamics Truck sind darüber hinaus Erweiterungen mit einem entsprechend ausgestatteten Anhänger zum Aerodynamics Lastzug denkbar.

(Redaktion)


 


 

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