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Wiedeking verlässt Porsche - Emirat Katar steigt ein - integrierter Konzern mit VW kommt

Der Machtkampf zwischen Porsche und Volkswagen ist entschieden. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking verlässt den Stuttgarter Sportwagenbauer mit sofortiger Wirkung, wie das Unternehmen am heute (23.07.2009) nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung mitteilte. Nachfolger Wiedekings in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender werde der bisherige Produktionsvorstand Michael Macht. Neben Wiedeking räumt auch Finanzvorstand Holger Härter seinen Posten.

Laut Mitteilung wollen Wiedeking und Härter mit diesem Schritt «einen wichtigen Beitrag zur Befriedung der Situation leisten und die Bemühungen um einen integrierten Automobilkonzern fördern». Beide würden den Wechsel an der Spitze von Porsche positiv begleiten und die neuen Vorstände in ihren Aufgaben unterstützen.

Nach Unternehmensangaben erhält Wiedeking eine Abfindung von 50 Millionen Euro, von denen die Hälfte an eine soziale Stiftung gehe. Härter erhalte einen Ausgleich von 12,5 Millionen Euro. Beide Manager verzichteten damit auf dienstvertragliche Ansprüche in erheblichem Umfang.

Zuvor hatte der Porsche- Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt, eine Kapitalerhöhung im Volumen von mindestens fünf Milliarden Euro vorzubereiten. Außerdem ermächtigte der Aufsichtsrat den Vorstand einstimmig, die Gespräche mit Katar über einen Einstieg bei Porsche endzuverhandeln. Ziel beider Vorhaben sei es, die Voraussetzungen für die Bildung eines integrierten Automobilkonzerns aus Porsche und Volkswagen zu schaffen.

Das Kontrollgremium war gestern Abend (22.07.2009) überraschend zusammengekommen, um die Weichen für die Zukunft der beiden Autobauer zu stellen. Ursprünglich war die Sitzung für Donnerstag geplant. Porsche hatte sich bei dem Versuch, Volkswagen zu übernehmen, finanziell übernommen und sucht Investoren, um seine Verbindlichkeiten zu senken. Das Unternehmen hält derzeit 51 Prozent an Volkswagen. VW hat angeboten, 49,9 Prozent der Porsche-Anteile zu kaufen und will das Unternehmen zu seiner zehnten Konzernmarke machen.

Heute kommt auch der Aufsichtsrat von Volkswagen zusammen, um über die Zukunft beider Unternehmen zu beraten.

(Redaktion)


 


 

Der Machtkampf zwischen Porsche und Volkswagen ist entschieden. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking verl

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