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Wirtschaft auf dem Land mit Breitbandversorgung unzufrieden

Bei den baden-württembergischen Unternehmen in ländlichen Gebieten herrscht große Unzufriedenheit über die Breitbandversorgung. Landesagrarminister Peter Hauk (CDU) präsentierte am Montag in Mannheim Umfrageergebnisse, wonach mehr als die Hälfte der Firmen auf dem Land den Zugang zu einer Datenautobahn mit hohen Übertragungsraten für unzureichend hält. Neben der Verkehrsinfrastruktur, fehlendem qualifizierten Personal und zu viel Bürokratie wurde eine mangelhafte Breitbandanbindung als einer von vier gravierenden Standortnachteile genannt.

Für die Studie befragten Wissenschaftler des Instituts für Geographie der Universität Stuttgart im Auftrag des Ministeriums insgesamt 1007 Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Handel und der Dienstleistungsbranche, darunter auch Kleinunternehmer und Freiberufler. Die Studie zeige deutlich, dass es auch im ländlichen Raum nicht mehr darum gehe, ob das Internet benötigt werde, sondern welche Qualität die inzwischen von allen genutzte Datenautobahn besitze, betonte Hauk.

   Nach den Umfrageergebnissen liegt der Bedarf branchenübergreifend bei der Mehrheit der Unternehmen derzeit bei mindestens sechs Megabit pro Sekunde - Tendenz stark steigend. Die wenigsten ländlichen Regionen können nach Auskunft eines Ministeriumssprechers diesen Bedarf bislang decken. Beim Ausbau setzen die Unternehmen vor allem auf die Kommunen, sofern die Breitbandanbieter die Defizite nicht selbst beheben. Generell sei ein Wunsch nach staatlicher Unterstützung deutlich formuliert worden, hieß es.

   Die Umfrage erbrachte aber auch, dass die Unternehmen sich nicht grundsätzlich benachteiligt sehen. Als Standortvorteile im Vergleich zu Firmen in städtischen Gebieten erachten sie preiswerte Mieten, günstige Boden- und Grundstückspreise und günstige Personalkosten.

   Hauk sah sich durch die Ergebnisse in seiner Auffassung bestätigt, dass der Breitbandausbau in engem Schulterschluss mit den Gemeinden vorangetrieben werden sollte. Aber auch die Landesregierung sieht er in der Pflicht, in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union nach weiteren Möglichkeiten suchen, um die Versorgung zu verbessern.

(Redaktion)


 


 

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