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Innovationstag Berlin

„Ländle“ auf Platz 1 bei ZIM-Forschungsförderung

Ein der Natur nachempfundener technischer Pflanzenhalm vom Institut für Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf (ITV) – ein für technische Anwendungen hoch interessantes Faserverbundprofil mit geringem Gewicht und hervorragender Schwingungsdämpfung – gehört zu den 200 Exponaten für den Innovationstag Mittelstand am 17. Juni in Berlin.

Veranstalter des bundesweit einzigartigen Technik-Open Air ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), dessen Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) unter Mittelständlern und industrienahen Forschungseinrichtungen mit monatlich rund 700 neuen Anträgen weiterhin hoch im Kurs steht.  

Über das vor knapp zwei Jahren gestartete Programm wurden bereits Fördermittel für mehr als 6.600 Projekte mit einer Gesamtsumme von 830 Mio. Euro bewilligt. Nach Baden-Württemberg gingen bis Mitte März Förderzusagen in Höhe von über 161 Mio. €. Damit werden mit Blick auf neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen inzwischen 1.288 Forschungsprojekte teilfinanziert. Im ZIM-Länderranking nimmt das „Ländle“ damit noch vor Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern unangefochten den ersten Platz ein.

Zu den in Berlin gezeigten Entwicklungen industrienaher Institute und Unternehmen am Neckar gehören ferner: eine Kartusche zur DNA-Diagnostik (Curetis AG, Holzgerlingen), ein neuer Beschriftungslaser für Industrieanwendungen (topex GmbH, Erkenbrechtsweiler) und eine Rundflechtmaschine der Bossert + Kast GmbH & Co aus Pforzheim. Das Technik-Open Air auf dem parkähnlichen Gelände der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungseinrichtungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) gilt als „Mekka der Innovationen“.

BMWi-Informationen zufolge sind für ZIM im Jahr 2010 insgesamt 763 Mio. € geplant. Die Bundesregierung hatte für die Jahre 2009 und 2010 im Rahmen des Konjunkturpakets II für beide Jahren die „normalen“ Haushaltsmittel um insgesamt 900 Mio. € aus dem Investitions- und Tilgungsfonds aufgestockt. Befragungen unter Unternehmen haben ergeben, dass ZIM als besonders unbürokratisch und effizient geschätzt wird. Wohl auch aus diesem Grund hatte sich die ZIM-Antragszahl im Vorjahr gegenüber 2008 auf 8.400 verdoppelt. Erste Zwischenbilanzen weisen aus: Ein Förder-Euro generiert in drei Jahren nach Projektabschluss 12 € Umsatz. Pro Projekt werden im Durchschnitt fünf Arbeitsplätze geschaffen und zehn erhalten – eine innovative Antwort auf die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise.

(Hans-Werner Oertel)


 


 

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