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Obstgroßmarkt Mittelbaden

2008 ein Drittel weniger Obst – Grund ist das Wetter

Insgesamt konnte der Obstgroßmarkt Mittelbaden eG (OGM) in Oberkirch ein passables Ergebnis 2008 erzielen, obwohl es das Wetter nicht allzu gut mit den 5.526 Mitgliedern meinte. Das insgesamt vermarktete Obst sowie Beeren belief sich auf 33.594 Tonnen, was einen Rückgang von fast 37 % gegenüber 2007 bedeutet. Grund waren die schwierigen Wetterverhältnisse, insbesondere eine sechswöchige nass-kalte Periode über die Blüte, was zu einem schlechtem Fruchtansatz führte, insbesondere bei Steinobst. Dem folgten noch Frostnächte, sowie ein beträchtlicher Hagelschaden im Raum Oberkirch am 30. Mai. Durch eine gute Vermarktung konnte preislich jedoch vieles aufgefangen werden. So fiel der Erlös um nur knapp 14 % auf 38,9 Mio. Euro.

Bei den Erdbeeren brachte nicht nur der Hagelschaden Probleme. Durch den plötzlich sehr warmen Mai folgten die Reifeperioden in den wichtigen deutschen Anbaugebieten Mittelbaden, Bodensee und Rheinland entgegen anderen Jahren sehr rasch aufeinander, was zu einem Angebotsdruck bei insgesamt schwächerer Nachfrage führte. Dennoch konnte der Umsatz des Vorjahres mit einem Durchschnittspreis von 1,76 €/kg nahezu gehalten werden. Die Ernte und Vermarktung von Beerenobst, insbesondere rote Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Stachelbeeren, verliefen insgesamt sehr erfreulich. 

Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Raphael Sackmann: „Bei Strauchbeeren ist es gelungen, eine führende Stellung in Deutschland einzunehmen.“ Der Marktanteil bei roten Johannisbeeren liegt mit durchschnittlich um 1.400 Tonnen pro Jahr über 40 %. Groß jedoch waren die Einbrüche bei Steinobst. Bei Brenn- und Industriekirschen wurden mit 945 Tonnen lediglich 14,5 % der Vorjahresmenge erreicht. Auch die neben Äpfeln wichtigste Frucht, die Zwetsche, brachte mit nur 3.459 Tonnen eine sehr kleine Ernte. Trost spendete nur ein gutes Preisniveau von über 1 €/kg. Wer von den Mitgliedern nicht vom Hagelschaden betroffen war, konnte sich wenigstens über ein gutes Apfeljahr freuen.

Den Forderungen nach streng begrenzten Rückständen von Schädlingsbekämpfungsmitteln seitens des Lebensmittelhandels folgt der OGM durch zunehmende eigene Vorernteuntersuchungen, sowie schon länger durch Zertifizierung. Inzwischen stammt 80 % der Ware von zertifizierten Erzeugern. Beim Marketing werden die eigenen Aktivitäten durch Allianzen ergänzt, wie zum Beispiel bei der gemeinsamen Zwetschenmarke Zwetty der drei badischen Obstgroßmärkte sowie „Bodenseeobst“. An den Anstrengungen, durch Forschung und Züchtung zu noch besserer Qualität insbesondere bei Zwetschen zu kommen, wird festgehalten. Die Aussichten für die Ernte 2009 seien bisher insgesamt sehr erfreulich.

(Redaktion)


 


 

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