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600 Schlecker-Beschäftigte aus vier Ländern demonstrieren in Ulm

Rund 600 Schlecker-Beschäftigte aus vier Bundesländern haben am Montag (18. Mai 2009) in Ulm für bessere Arbeitsbedingungen und gegen den geplanten Stellenabbau der Drogeriemarktkette demonstriert. Wie Streikleiter Manfred Wages auf ddp-Anfrage sagte, streikten zudem 200 weitere Mitarbeiter. Sie hätten aber wegen fehlender Kinderbetreuung nicht nach Ulm kommen können, da zeitgleich zu dem Schlecker-Warnstreik auch viele Erzieher ihre Arbeit niedergelegt hatten. Diese befinden sich seit Freitag im unbefristeten Ausstand, um einen Gesundheitstarifvertrag durchzusetzen.

Die 200 verhinderten Demonstranten mit eingerechnet, seien somit 800 Mitarbeiter aus Baden-Württemberg, Bayern, dem Saarland und Hessen in den Ausstand getreten, sagte Wages. Beschäftigte von 450 Filialen seien dazu aufgerufen worden.

ver.di fordert für die Schlecker-Mitarbeiter 6,5 Prozent mehr Lohn oder Gehalt, mindestens aber 135 Euro mehr. Für Azubis will die Gewerkschaft ein Plus von 50 Euro. Der Tarifvertrag soll nach dem Willen der Beschäftigtenvertretung eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.

Wages betonte, neben dem Arbeitsdruck stiegen auch die psychischen und physischen Belastungen der Beschäftigten. So seien die Mitarbeiter nach wie vor meist allein in ihren Filialen, das Überfallrisiko sei sehr groß, ebenso sei der Druck des Vertriebs «immens gewachsen». Hintergrund dafür sei die bevorstehende «Filialschließungsorgie» im Zuge des Konzern-Umbaus. In den nächsten Jahren sollten 4000 bis 4500 Schlecker-Filialen geschlossen werden.
Dadurch sind laut ver.di 12 000 von 36 000 Arbeitsplätzen in Gefahr.

Nach einer Sternfahrt zum Ulmer Münster und anschließender Kundgebung wollten die Mitarbeiter weiter nach Ehingen fahren. Dort befindet sich die Konzernzentrale von Schlecker. Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten werden Ende Mai fortgesetzt.

(Redaktion)


 


 

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