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Tod der Glühbirne

Abschaffung der Glühbirne beschlossen, Standardbirne ab 01.09.2011 verboten

Die wohl spektakulärste Ökodesign-Vorschrift wurde nun beschlossen: Die schrittweise Abschaffung von Glühlampen in der EU zwischen 2009 und 2012. Damit sorgt die praktische Durchführung der geltenden Ökodesign-Richtlinie für Aufsehen, während parallel die europäischen Gesetzgeber über eine Ausdehnung des Geltungsbereichs der besagten Richtlinie diskutieren.

Die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten haben am 8. Dezember 2008 dem Vorschlag einer Verordnung über Haushaltsbeleuchtung der Europäischen Kommission zugestimmt.

Die Verordnung betrifft nichtgerichtete Lichtquellen wie Glühlampen, Halogenlampen und Kompaktleuchtstofflampen und beinhaltet folgende Elemente:
− einen Zeitplan für das schrittweise Abschaffen (phasing-out) von
   Glühlampen und weniger effizienten Halogenlampen,
− Anforderungen an die Funktionalität von Lichtquellen,
− Anforderungen an die Produktinformation für Verbraucher.

Die Verordnung legt Mindestanforderungen an die Energieeffizienz von
Leuchtmitteln fest, die dazu führen, dass Glühbirnen und bestimmte Halogenlampen nach und nach vom Markt verbannt werden.

Bereits ab 1. September 2009 dürfen matte Glühbirnen und Halogenlampen
sowie solche, die mehr als 100 Watt leisten, nicht mehr in der
EU verkauft werden.
Danach werden schrittweise weitere klare Lampen untersagt: Ab 1. September 2010 werden Birnen mit 75 Watt und ab 1.
September 2011 die Standardbirnen mit 60 Watt verboten. Ab 1. September
2012 dürfen dann überhaupt keine Glühbirnen und bestimmte
Halogenlampen nicht mehr verkauft werden. Ein letzter Schritt erfolgt
am 1. September 2016.

Dann werden die Effizienzanforderungen an klare Lampen erneut angehoben, so dass auch eine Vielzahl von herkömmlichen Halogenlampen vom Markt verdrängt wird. Die neue Verordnung ist die fünfte sogenannte Durchführungsmaßnahme
der Ökodesign-Richtlinie von 2005. Damit nimmt das Konzept der umweltgerechten Gestaltung konkrete Formen an und wird für die
entsprechenden Hersteller und Importeure in der EU direkt relevant.

Denn produktspezifische Ökodesign-Vorschriften sind verbindliche
Mindestanforderungen, die unmittelbar gültig sind und deren Einhaltung
mit dem CE-Kennzeichen nachgewiesen werden muss. Die Vorschriften
werden von der EU-Kommission gemeinsam mit einem Expertengremium
aus Vertretern der Mitgliedstaaten erarbeitet.

Die neue Glühbirnen-Verordnung muss nun vom Europäischen Parlament
geprüft und soll dann Anfang 2009 formell von der EUKommission verabschiedet werden.

Weitere Ökodesign-Vorschriften, z. B. zu Fernsehern, Waschmaschinen und Kühlschränken, werden im  Laufe des Jahres folgen.
Parallel dazu will die EU-Kommission den Geltungsbereich der Ökodesign-
Richtlinie von energiebetriebene auf alle energieverbrauchsrelevanten
Produkte ausdehnen. Dann sollen nicht mehr nur Elektrogeräte, sondern auch Fensterrahmen und Wasserhähne betroffen sein. Einen entsprechenden Gesetzesvorschlag hat die Kommission im Juli als Teil des „Aktionsplans für Nachhaltigkeit in Produktion und Verbrauch und für eine nachhaltige Industriepolitik“ vorgelegt.

(Redaktion)


 


 

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