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Aktienmärkte treten auf der Stelle

Die US-Börsen handelten am Mittwoch weitestgehend in einer enger Range. Der Dow konnte sich knapp in der Pluszone etablieren. Deutlicher nach unten ging es hingegen für den marktbreiten Russel 2000. Diesem wird allgemein eine vorauslaufende Eigenschaft zugeschrieben. Insgesamt kann der Verlauf am Big Board als enttäuschend beschrieben werden. Nach den deutlichen Kursverlusten des Vortages hätte man sich eine deutlichere Gegenbewegung gewünscht. Der Umstand, dass diese ausfiel, legt die Vermutung nahe, dass der Markt über keine Kraft auf der Longseite verfügt. Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten fielen enttäuschend aus, die Januar housing-starts notierten auf dem tiefsten Level seit mehreren Dekaden.

Stützend wirkte sich der neue Hilfsplan der Obama-Regierung aus. Es ist geplant, Hausbesitzern mit Problemen bei der Hypotheken-Rückzahlung zu unterstützen. Für Aufsehen sorgte auch eine Aussage vom ehemaligen Fed-Chairman Greenspan. Er geht davon aus, dass die aktuelle, globale Rezession die Längste- und Tiefste seit den 30er Jahren sein wird. Heute werden einige Unternehmen ihre Quartalsbilanz vorlegen. U.a. wird dies bei Intuit, Apache Corp., Newmont Mining, Sprint Nextel Corp. und Noble Energy der Fall sein. Darüber hinaus werden einige Konjunkturdaten veröffentlicht. Zu nennen sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Index der Frühindikatoren und der Philadelphia-Fed-Index. Das Fed-Mitglied Lockhart hält einen Vortrag. Wie aus dem Chartbild des Russel 2000 hervorgeht, wurde die zuletzt etablierte Handelsrange nach unten verlassen. Zudem besteht die Gefahr, dass ein sog. „closing tail“ ausgebildet wird, was ein Hinweis auf eine Beschleunigung der Abwärtsbewegung darstellen würde. Letztendlich bleibt festzustellen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass neue Tiefs erreicht werden, deutlich größer geworden ist. Der Dax geriet im Laufe des Vormittags unter Druck und markierte bei 4.148 Punkten sein Tagestief. Im weiteren Verlauf gelang es, wieder Boden gut zu machen, so dass der deutsche Leitindex mit einem moderaten Abschlag von 0,28 % bei 4.205 Zählern aus dem Handel ging. Weiter lastete die Angst vor einer deutlichen Rezession in Osteuropa auf dem Markt. In diesem Zusammenhang sollte auch die „Liquiditätsschwäche“, beispielsweise von Italien nicht unerwähnt bleiben. Es war zu lesen, dass z.B. beschädigte Polizeifahrzeuge nicht repariert werden können, da der Staat dafür kein Geld hat. Die Daxgewinnerliste wurde von der Commerzbank angeführt. Nachdem die Bank für das Jahr 2008 einen kleinen Gewinn ausgewiesen hatte, ging es für die Aktie um 6,74 % nach oben. Metro verlor erneut deutlich. 4,65 % betrug der Abschlag. Heute Morgen haben bereits einige Unternehmen Quartalszahlen präsentiert. Demnach befindet sich Fresenius Medical Care wieder auf Wachstumskurs. Im Jahr 2008 erreichte der Konzern neue Bestmarken sowohl beim Umsatz- als auch Vortag beim Gewinn. Ausblickend hieß es, man erwarte für dieses Jahr einen währungsbereinigten Anstieg des Gewinns von mehr als 10 %. Die Postbank erwartet in diesem Jahr weitere Ergebnisbelastungen. Das konjunkturelle Umfeld und die Situation an den Märkten wurden als Ursache angeführt. Das technische Bild des Dax ist und bleibt weiter angeschlagen. Gestern ist der Index auf Intradaybasis bereits unter den Support im Bereich von 4.160 Punkten (letzter Gann-Angel) gefallen. Die Tatsache, dass das genannte Niveau auf Schlusskursbasis gehalten werden konnte, lässt auf eine kleine Gegenbewegung auf der Oberseite hoffen. Allerdings scheint es auf Grund des Gesamtbildes lediglich eine Frage der Zeit, wann ein neues Impulstief ausgebildet wird.

Quelle: Helaba

(Redaktion)


 


 

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