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Wettbewerb "Top Ten Riesling"

Andreas Laible aus Durbach bleibt Spitzenbetrieb

Selten gab es einen Top Ten Riesling Wettbewerb, bei dem sich ein so starkes Mittelfeld gebildet hatte wie beim aktuellen Vergleich 2009. 27 Betriebe hatten insgesamt 75 Weine angestellt. Erstmals wurde die Verkostung durch den Badischen Weinbauverband durchgeführt. Siegerbetrieb ist das Weingut Andreas Laible aus Durbach, gefolgt von Weingut Schloss Neuweier, Baden-Baden und der Oberkircher Winzergenossenschaft. Die drei besten trockenen Rieslinge der Ortenau kommen aus dem Weingut Schloss Ortenberg und dem Weingut Holger Dütsch, Baden-Baden.

Mit einer Gala im Hotel Dollenberg hat das Weinparadies Ortenau e.V. als Initiator und Veranstalter dieses Wettbewerbs die Sieger-Betriebe und Siegerweine am Dienstag gefeiert. Die weiteren Top-Ten-Betriebe der Ortenau sind das Weingut Schloss Ortenberg, das Weingut Dütsch, Baden-Baden, die Alde Gott Winzer eG, Sasbachwalden, das Weingut Alexander Laible, Durbach, die Durbacher Winzergenossenschaft, das Weingut Heinrich Männle, Durbach und die Zeller Abtsberg Winzer eG, Offenburg-Zell-Weierbach. Die Ortenauer Weinprinzessin Katja Bohnert überreichte zusammen mit dem Vorsitzenden des Weinparadies Ortenau e.V., Günter Lehmann die Urkunden an die Top-Ten-Betrieb. Charmant hatte sie in ihrer Ansprache die Vorzüge der Ortenauer Weine und der regionalen Kulturlandschaft skizziert und das ausgeprägte Qualitätsstreben der Betriebe gelobt.

Es waren vor allem die Rieslinge des Jahres 2008, die angestellt worden sind. Diese Weine sind geprägt durch ihre hohe Mineralität und Säure. „So langsam sind diese Rieslinge im Kommen und brechen auf“, betont Hubert Zöllin vom Badischen Weinbauverband, unter dessen Leitung die Verkostung gestanden hat. Der Weinbauverband hatte eine Jury zusammengestellt, die „sehr gut gemischt“ war. Der Proporz zwischen Weingütern, Genossenschaften, staatlicher Behörde und Fachjournalist führte zu einem ausgewogenen Urteil. In der Jury waren Herbert Krebs (Staatliches Weinbauinstitut Freiburg), Bernhard Ganter (Weinbauberater Amt für Landwirtschaft Offenburg), Sommelier Philipp Hettich, Bahlingen a.K., Henning Seibert (Chefredakteur Fachverlag Dr. Fraund), Gerhard Staiblin (Kellermeister Winzergenossenschaft Sasbach), Markus Wöhrle (Weingut Stadt Lahr). „Mit diesem Team hatten wir eine vollkommen neutrale Prüfungsinstanz“, betonte der stellvertretende Vorsitzende im Weinparadies Winfried Köninger.

Seit 2003 führt das Weinparadies Ortenau den Wettbewerb Top Ten Riesling durch. Damit will man auch den Riesling als Alleinstellungsmerkmal der Ortenau weiter herausstellen. „Der Wettbewerb genießt auch unter den Betrieben einen hohen Stellenwert“, unterstrich der Vorsitzende des Weinparadies Ortenau, Günter Lehmann die Bedeutung. Denn schließlich ist „die Ortenau Badens Riesling-Domäne.“ Der Wunsch und das Ziel der Ortenauer Weinwirtschaft ist es, dass der Riesling die Leit-Sorte der Ortenau bleibt. Denn als südlichste Anbauregion Deutschlands ist der Ortenauer Riesling weniger Säure betont als anderswo. Und das wiederum liegt voll im Trend der Zeit. „Die Ortenau hat ihren guten Ruf für hervorragende Rieslinge auch national immer wieder bestätigt“, sagt Köninger. Und dazu gehören vor allem die Spitzenqualitäten. Ein Wettbewerb wie die Top Ten Riesling fördert diese Qualität.

Der Wettbewerb ist daraus entstanden, die Qualität der Rieslinge zu steigern. Es hatte sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die jährlich ein- bis zweimal die Rieslingweine aller Betriebe im Weinparadies blind verkostet. Daraus hervor ging der Wettbewerb. „Wir wollten nicht nur Manöverkritik üben sondern die qualitätsorientierte Arbeit auch nach außen tragen,“ erläutert Winfried Köninger. Die Betriebe haben sich in ihren Leistungen kontinuierlich gesteigert.

Verkostet wurde nach dem 100-Punkte-System. In erster Linie steht der jüngste Jahrgang auf dem Prüfstand. Aber auch ältere gehen mit in den Wettbewerb, vor allem edelsüße Weine. Am Ende werden dann aus den sieben besten trockenen Rieslingen erneut noch einmal die drei besten Weine heraus verkostet. Hier konnte in diesem Jahr vor allem das Weingut Schloss Ortenberg punkten. Es kam gleich mit zwei Rieslingen in die Ränge. Der Siegerwein ist ein 2008er Klingelberger Riesling, Qualitätswein trocken SL, gefolgt von einem 2008er Klingelberger Riesling Spätlese trocken. Das Weingut Holger Dütsch aus Baden-Baden stellte den dritten besten Riesling der Ortenau, einen 2008er Neuweierer Altenberg Riesling Spätlese trocken.

Hotelier Meinrad Schmiederer überreichte im Rahmen der Gala den Dollenberg-Pokal an den Sieger-Betrieb, das Weingut Andreas Laible. Die Gäste feierten die Gewinner. Außerdem hatten sie zu einem Menü von Sternekoch Martin Herrmann reichlich Gelegenheit, die Sieger-Weine zu verkosten und mit den Winzerinnen und Winzern direkt ins Gespräch zu kommen.

Riesling TOP TEN Betriebe 2009 (in alphabetischer Reihenfolge)

Alde Gott Winzer eG, Sasbachwalden
(Kellermeister Michael Huber)

Durbacher Winzergenossenschaft, Durbach
(Kellermeister Jochen Sahler)

Weingut Dütsch, Baden-Baden-Neuweier

Weingut Alexander Laible, Durbach-Unterweiler

Weingut Andreas Laible, Durbach Platz 1
Weingut Heinrich Männle, Durbach

Oberkircher Winzergenossenschaft, Oberkirch Platz 3
(Kellermeister Martin Bäuerle)

Weingut Schloss Neuweier, Baden-Baden Platz 2
(Kellermeister Alexander Spinner)

Weingut Schloss Ortenberg, Ortenberg
(Kellermeister Hanspeter Rieflin)

Zeller Abtsberg Winzer eG, Offenburg-Zell-Weierbach
(Kellermeister Christian Idelhauser)

Die 3 besten trockenen Weine

1. 2008er Klingelberger Riesling Qualitätswein trocken SL
Weingut Schloss Ortenberg

2. 2008er Klingelberger Riesling Spätlese trocken
Weingut Schloss Ortenberg

3. 2008er Neuweierer Altenberg Riesling, Spätlese trocken
Weingut Holger Dütsch, Baden-Baden

(Redaktion)


 


 

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