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Arbeitsmarktbericht April 2011

Knapp 10.000 Arbeitslose weniger als im März

Im April ist die Arbeitslosigkeit zum dritten Mal in Folge zurückgegangen: Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen sank die Quote um 0,2 Prozentpunkte auf nun 4,2 Prozent.

Die Arbeitslosenzahl sank im Vergleich zum März um 9.698 (minus 4,0 Prozent) auf nun 235.150 Personen. Vergleicht man den Rückgang mit dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (minus 1,7 Prozent), fällt er mehr als doppelt so stark aus. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind 53.694 Frauen und Männer weniger arbeitslos. Dieser Rückgang entspricht einem Minus von 18,6 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 5,2 Prozent.

„Die Konjunktur kommt mittlerweile bei allen Personengruppen am Arbeitsmarkt im Südwesten an. Erstmals seit September 2008 liegt auch die Arbeitslosigkeit der über 55-Jährigen leicht unter dem Vorjahresniveau. Verglichen mit dem Rückgang bei den jungen Menschen – minus ein Drittel gegenüber April 2010 – ist bei den Älteren aber noch viel Potenzial“, sagte Eva Strobel, Leiterin der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.

Im Vergleich der Regierungsbezirke war die Quote im Bezirk Tübingen mit 3,6 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Freiburg mit 4,0 Prozent und Stuttgart mit 4,4 Prozent. Schlusslicht ist Karlsruhe mit 4,5 Prozent.

Knapp 65 Prozent mehr Stellen als im April 2010

Die Zahl der gemeldeten Stellen hat im April im Vergleich zum März um 4.209 (plus 6,0 Prozent) zugenommen, gegenüber dem Vorjahresmonat sind es 29.041 Arbeitsplätze mehr (plus 64,5 Prozent). Derzeit sind 74.076 Stellen offen, etwa 93 Prozent sind ab sofort zu besetzen. Seit Jahresbeginn gingen bei den Agenturen 32.020 Stellen mehr ein als im gleichen Jahreszeitraum 2010 (plus 44,4 Prozent) und 25.634 mehr ab (plus 39,2 Prozent). Unternehmen melden offene Stellen vor allem im Verarbeitenden Gewerbe, in der Kfz-Branche, in der Zeitarbeit sowie im Gesundheits- und Sozialwesen.

Jugendarbeitslosigkeit sinkt auf 2,6 Prozent

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im April spiegelt sich bei allen Personengruppen wider. Sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen am stärksten. Im April waren 17.520 junge Frauen und Männer unter 25 Jahren arbeitslos, das sind 1.978 weniger (minus 10,1 Prozent) als im März und ein Drittel weniger als vor einem Jahr (minus 8.678/minus 33,1 Prozent). Die Quote sank auf 2,6 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 3,8 Prozent.

Die Politik erwartet von Agenturen und Kommunen, dass kein Jugendlicher länger als drei Monate arbeitslos bleibt. Im April ist das bei 64,9 Prozent gelungen.

Im April ist die Quote bei den arbeitslos gemeldeten Ausländern um 0,3 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent gesunken. Insgesamt waren 57.045 Ausländer ohne Arbeit. Dies sind 2.220 weniger (minus 3,7 Prozent) als im März, gegenüber dem Vorjahresmonat sind es 11.983 (minus 17,4 Prozent) weniger.

Rund 22.700 Kurzarbeiter im Südwesten

Im Januar 2011 arbeiteten in Baden-Württemberg rund 22.700 Beschäftigte in knapp 3.000 Betrieben kurz. Im Vorjahresvergleich ging die Zahl der Kurzarbeiter um fast 90 Prozent zurück. Im März haben 287 Betriebe für rund 6.500 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Für April erwarten die Arbeitsagenturen Anzeigen für weitere 3.000 Personen.

Mehr Stellen als Bewerber am Ausbildungsmarkt

Bei den Arbeitsagenturen waren im April mehr Lehrstellen als Ausbildungsbewerber gemeldet: Seit Beginn des Berufsberatungsjahres (Oktober 2010) ist die Zahl der Stellen auf 57.430 gestiegen. Das sind 7.053 mehr (plus 14,0 Prozent) als im Vorjahr. Den Stellen stehen rein rechnerisch 53.803 Ausbildungsbewerber gegenüber. Das sind 66 (plus 0,1 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Südwesten liegt beim Beschäftigungsaufbau unter dem Bundesschnitt

Ende Februar 2011 gab es im Land 3.934.100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, das sind 95.797 (plus 2,5 Prozent) mehr als im Vorjahr. Außer im Finanz- und Versicherungsbereich erleben alle Branchen in Baden-Württemberg einen Beschäftigungsaufbau. Strobel: „Allerdings bleibt das Land beim Zuwachs an Beschäftigten unter dem Bundesschnitt von 2,6 Prozent. Die westlichen Bundesländer erreichen sogar einen Schnitt von 2,7 Prozent. Spitzenreiter sind Niedersachsen und Bayern mit jeweils 3,1 Pozent.

(Redaktion)


 


 

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