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Arbeitsmarkt im Mai 2009

Arbeitslosigkeit erstmals nicht weiter angestiegen

Die Arbeitslosigkeit im Südwesten ist erstmals im Jahr 2009 nicht weiter angestiegen. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen sank die Quote von 5,2 auf 5,1 Prozent. Im April war sie noch von 5,0 auf 5,2 Prozent gestiegen. Insgesamt waren im Mai 286.533 Menschen ohne Arbeit. Das sind 2.829 Menschen weniger (minus 1,0 Prozent) als im Vormonat. Gegenüber Mai 2008 sind 60.927 Menschen mehr arbeitslos (plus 27,0 Prozent).

Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 4,1 Prozent. „Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Baden- Württemberg bleibt nach wie vor angespannt. Der anhaltend hohe Zugang an Arbeitssuchenden lässt einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit erwarten“,
sagte Eva Strobel, Leiterin der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, in Stuttgart. In den Schlüsselbranchen des Landes bleibe das Risiko weiterhin hoch, dass Beschäftigung verloren gehe. „Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen nehmen die Unternehmen in Baden-Württemberg in starkem Maße die Möglichkeit wahr, durch Kurzarbeit Beschäftigung zu sichern“, sagte Strobel. Zudem nutzten immer mehr Betriebe die Zeit der Kurzarbeit, um ihre Beschäftigten für den nächsten Aufschwung zu qualifizieren.

Die Arbeitslosigkeit, die jetzt entsteht, ist konjunkturbedingt und betrifft hauptsächlich
die Arbeitslosenversicherung. Vor einem Jahr gehörten ihr rund 40 Prozent aller Arbeitslosen an, jetzt sind es 50 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen ist in beiden Rechtskreisen zurückgegangen: Im Bereich der Arbeitslosenversicherung sank sie um 1.416 (minus 1,0 Prozent) auf nun 143.348 Menschen. Der Grundsicherung gehören 143.185 arbeitslose Frauen und Männer an. Ihre Zahl nahm im Vergleich zum Vormonat um 1.413 (minus 1,0 Prozent) ab.

Im März 211.842 Beschäftigte in konjunktureller Kurzarbeit

Im März haben landesweit 222.555 Menschen in 8.249 Betrieben kurzgearbeitet.
Darunter waren 6.627 Betriebe, die aus konjunkturellen Gründen für
211.842 Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt hatten. Das ist der höchste Wert seit
16 Jahren. Nur im Mai 1993 waren mehr Menschen im Südwesten von Kurzarbeit
betroffen (248.149). Vor einem Jahr hatten 791 Betriebe mit 5.731 Beschäftigten
kurzgearbeitet. „Drei von vier Kurzarbeitern in Baden-Württemberg
sind Männer“, sagte Strobel. Im Schnitt sei die Arbeitszeit der Betriebe um ein
Drittel verringert worden. Differenziert nach Branchen konzentriert sich die
Kurzarbeit in der Hauptsache auf das Verarbeitende Gewerbe. Rund 83 Prozent
der kurzarbeitenden Baden-Württemberger kommen aus diesem Sektor.
Weiter betroffen sind neben dem Handel, der Instandhaltung und Reparatur
von Kraftfahrzeugen das Baugewerbe, sowie die technischen und wissenschaftlichen
Dienstleistungen. Dies spiegelt sich auch in der regionalen Betroffenheit
wider: In den Landkreisen Esslingen und Ludwigsburg, sowie im
Rems-Murr-Kreis, im Ostalbkreis und im Rhein-Neckar-Kreis ist die Kurzarbeit
am höchsten, in Baden-Baden, in Freiburg und in den Landkreisen Emmendingen
und Breisgau-Hochschwarzwald ist sie am niedrigsten.
Insgesamt hatten im Januar landesweit 89.691 Beschäftigte in 3.713 Betrieben
kurzgearbeitet. Im Februar waren es 164.098 Menschen in 6.110 Betrieben.
Für die Monate April und Mai werden die Zahlen erst zum Ende des zweiten
Quartals vorliegen. Für den aktuellen Monat erwartet die Regionaldirektion
Anzeigen für weitere 60.000 Personen, im April waren es 100.000.

Weiter betroffen sind neben dem Handel, der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen das Baugewerbe, sowie die technischen und wissenschaftlichen
Dienstleistungen. Dies spiegelt sich auch in der regionalen Betroffenheit wider: In den Landkreisen Esslingen und Ludwigsburg, sowie im Rems-Murr-Kreis, im Ostalbkreis und im Rhein-Neckar-Kreis ist die Kurzarbeit am höchsten, in Baden-Baden, in Freiburg und in den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald ist sie am niedrigsten.

Insgesamt hatten im Januar landesweit 89.691 Beschäftigte in 3.713 Betrieben kurzgearbeitet. Im Februar waren es 164.098 Menschen in 6.110 Betrieben. Für die Monate April und Mai werden die Zahlen erst zum Ende des zweiten Quartals vorliegen. Für den aktuellen Monat erwartet die Regionaldirektion Anzeigen für weitere 60.000 Personen, im April waren es 100.000.

Um Auszubildenden und Hochschulabsolventen den Einstieg in den Beruf zu
ermöglichen, können sie direkt in Kurzarbeit gehen, wenn sie von einem Betrieb
übernommen oder beschäftigt werden. „Berufsanfänger und Hochschulabsolventen
erhalten in Verbindung mit einer weiteren Qualifizierung eine Perspektive“,
so Eva Strobel.

Die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen innerhalb des Landes haben auch
im April dazu geführt, dass die Bandbreite der Arbeitslosenquoten groß ist. Sie
liegt zwischen 3,6 Prozent (Landkreis Biberach) und 10,4 Prozent (Stadtkreis
Pforzheim). Insgesamt bleiben von den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten
29 unter der landesweiten Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent. Im Vergleich der Regierungsbezirke war die Quote im Bezirk Tübingen mit 4,5 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Stuttgart und Freiburg mit jeweils 5,1 Prozent. Schlusslicht ist der Regierungsbezirk Karlsruhe mit 5,6 Prozent.

Tendenziell ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr in städtischen Regionen weniger stark gestiegen als in anderen. Diese Entwicklung liegt vor allem am Dienstleistungssektor, der in den Städten einen größeren Anteil einnimmt. Dienstleistungsbranchen haben bislang Beschäftigung in geringerem Umfang reduziert
oder teilweise sogar noch aufgebaut. Betriebe fragen deutlich weniger neue Arbeitskräfte nach: Die Zahl der gemeldeten Stellen hat im Mai im Vergleich zum April um 1.314 (minus 2,4 Prozent) abgenommen, gegenüber dem Vorjahresmonat sind es 22.587 Arbeitsplätze weniger (minus 29,7 Prozent). Derzeit sind 53.538 Stellen offen, etwa 93 Prozent sind ab sofort zu besetzen. Den Agenturen wurden seit Jahresbeginn 35.077 Stellen weniger (minus 27,6 Prozent) gemeldet als im Vorjahreszeitraum. Sie konnten in dieser Zeit auch 17.494 Stellen weniger besetzen (minus 14,8 Prozent).


 


 

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