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Arbeitsmarkt im Mai 2009

Arbeitslosigkeit erstmals nicht weiter angestiegen

Jugendarbeitslosigkeit erstmals nicht weiter angestiegen

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai spiegelt sich auch in den Zahlen der
einzelnen Personenkreise wider. Die Quote der arbeitslosen Frauen im Südwesten
ist um 0,2 Prozentpunkte auf nun 4,9 Prozent zurückgegangen. „Frauen profitieren von Wiedereinstellungen, beispielsweise in der Gastronomie“, sagte Strobel. Im Mai waren 129.538 Frauen arbeitslos, das sind 1.905 weniger als noch im April. Die Arbeitslosigkeit bei den Frauen nahm gegenüber dem Vormonat (minus 1,5 Prozent) wesentlich stärker ab als bei den Männern (minus 0,6 Prozent). Im Vorjahresvergleich sind 12.188 Frauen (plus 10,4 Prozent) mehr arbeitslos. Bei den Männern stieg die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vorjahresmonat auf 156.995. Das sind 48.739 Männer mehr (plus 45 Prozent).

Im Mai nahm auch die Jugendarbeitslosigkeit erstmals seit fünf Monaten wieder
ab: Insgesamt waren 31.324 junge Menschen unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet. Das sind 1.151 Jugendliche weniger (minus 3,5 Prozent) als im April und 12.187 mehr (plus 63,7 Prozent) als vor einem Jahr. Die Quote sank auf 4,5 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 2,8 Prozent. Sie weist große regionale Unterschiede auf: Im Stadtkreis Pforzheim (8,0 Prozent) ist sie am höchsten, im Stadtkreis Freiburg (3,0 Prozent) am niedrigsten. 9.889 junge Menschen unter 25 Jahren – das sind 31,6 Prozent aller arbeitslosen Jugendlichen – gehören der Grundsicherung (SGB II) an.

Die politischen Erwartungen an Agenturen und Kommunen im Land sind, dass kein Jugendlicher länger als drei Monate arbeitslos ist. Im März ist das bei 57,5 Prozent gelungen. Bei den arbeitslosen Frauen und Männern, die 50 Jahre und älter sind, waren im Mai mit 75.830 Menschen 347 weniger arbeitslos (minus 0,5 Prozent) als
noch im April. Im Vorjahresvergleich hat die Arbeitslosigkeit bei diesem Personenkreis um 13.996 Menschen (plus 22,6 Prozent) zugenommen. Bei den arbeitslos gemeldeten Ausländern liegt die Quote mit 11,7 Prozent um 0,3 Prozentpunkte unter der des Vormonats. Im Mai waren 69.898 Ausländer ohne
Arbeit. Dies sind 1.044 weniger (minus 1,5 Prozent) als im April. Gegenüber
dem Vorjahresmonat sind 14.570 Ausländer mehr (plus 26,3 Prozent) arbeitslos.

Lage am Ausbildungsmarkt bislang entspannt
Auf dem Ausbildungsmarkt waren im Mai erstmals etwas mehr Bewerber, die
eine Ausbildung suchen, bei den Agenturen gemeldet, wie Ausbildungsstellen.
Seit Oktober 2008 ist die Zahl der Stellen auf 54.226 gestiegen. Das sind 2.234 weniger (minus 3,9 Prozent) als vor einem Jahr. Insgesamt 55.588 Bewerber
suchen über die Agenturen nach einer Lehrstelle. Das sind 4.392 weniger (minus 7,3 Prozent) als zum Vorjahreszeitpunkt.
„Durch die gemeinsamen Anstrengungen des baden-württembergischen Ausbildungsbündnisses aus Landesregierung, Kammern, Verbänden und der
Regionaldirektion sind Voraussetzungen geschaffen worden, dass junge Menschen
bei Kurzarbeit oder sogar einer Insolvenz des ausbildenden Betriebs ihre Ausbildung nicht abbrechen müssen“, sagte Eva Strobel. Beispielsweise habe man Fördermöglichkeiten aufeinander abgestimmt, so dass Betriebe einen möglichst hohen Anreiz erhielten, Auszubildende aus insolventen Betrieben zu übernehmen.

Im Südwesten waren Ende Februar insgesamt 3.869.800 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, dies ist gegenüber dem Vorjahreswert ein
Anstieg um 2.519 (plus 0,1 Prozent). Beschäftigungsaufbau gab es im Gastgewerbe,
im Handel sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Rückläufig war hingegen die Beschäftigung in der Zeitarbeit, im verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe und in der Logistik .

(Redaktion)


 


 

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