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Arcandor: Quelle-Betriebsratsvorsitzender Sindel: „Geld geht zuerst mal in die Mitarbeiter“

Der insolvente Versandhändler Quelle könnte bereits in naher Zukunft einen neuen Investor haben. Über eine bundesweite Transfergesellschaft der von der Kündigung bedrohten Mitarbeiter wird am Montag erneut verhandelt, teilte Arbeitsminister Scholz mit. Wie der für die Primondo Gruppe federführende Insolvenzverwalter Dr. Jörg Nerlich am Freitag in Nürnberg bekannt gab, seien vier große Investoren an der Arcandor-Tochter interessiert. Alle verfügen über Branchenerfahrung, so der Experte. Jetzt müsse abgewartet werden, was deren Unternehmensprüfung ergäbe.

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz machte sich ebenfalls ein Bild von der Situation in Fürth und richtet das Augenmerk auf die Zukunft. Eine eigens gegründete „Taskforce“ solle nun Perspektiven für die Mitarbeiter schaffen. Ab 1. Oktober kommt es zu ersten Entlassungen von Beschäftigten. In Bayern werden diese in einer Transfergesellschaft aufgefangen, in anderen Bundesländern ist die Zukunft der betroffenen Arbeiter noch nicht geklärt. Scholz gab sich aber optimistisch, eine solche Gesellschaft auf weitere Länder auszuweiten. Derzeit gäbe es Verhandlungen des Bundesarbeitsministeriums, „um zu sehen, dass es auch in andern Ländern Perspektiven gibt“, so der Minister. Betroffen seien jeweils zwischen vier und 200 Mitarbeiter.

Der Quelle-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Ernst Sindel lobte indes die gute Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit (BA). „Bürokratie war nicht feststellbar“, so Sindel. Wichtig sei es, nun gemeinsam an dem Fortführungskonzept weiterzuarbeiten. Die BA unterstütze die insolvente Quelle mit der höchstmöglichen Förderung von 12 Millionen Euro. Weitere 5 Millionen Euro stünden für Qualifizierungsmaßnahmen bereit, teilte Scholz mit. Insolvenzverwalter Nerlich betrachte derweil den Personalabbau als notwendig. Für die zukünfitige Ausrichtung sei der Vertriebskanal Quelle Technik-Center nicht von wesentlicher Bedeutung. Ziel sei es, dem neuen Investor einen sanierungsfähigen Kern anbieten zu können. Im Oktober oder November soll es zum Vertragsabschluss kommen.


(Redaktion)


 


 

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