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Auch Familienunternehmen planen Entlassungen

Wie erleben und bewältigen deutsche Familienunternehmen die aktuelle Krisenentwicklung in ihrer jeweiligen Branche? Um das herauszufinden führte das Wittener Institut für Familienunternehmen der Universität Witten/Herdecke eine Studie durch. Das Ergebnis: Auch Familienunternehmen wollen auf die Wirtschaftskrise inzwischen mit Entlassungen reagieren.

Nahezu 75 Prozent der befragten Unternehmen hat einen zum Teil dramatischen Nachfrageeinbruch zu beklagen, vielfach noch begleitet von einem erheblichen Verfall des Preisniveaus. Dies führt zwangsläufig zu Umsatzrückgängen, die  mit den üblichen Kostensenkungsmaßnahmen nicht ausgeglichen werden können. Die Krisenwahrnehmung entspricht jedoch in Summe nicht dieser Bedrohungslage. Dafür mag die durchschnittlich hohe Eigenkapitalquote bei Familienunternehmen verantwortlich sein.

Bei der Bewältigung der Krise stützen sich die befragten Familienunternehmen zwar auf die bewährten Stärken dieses Unternehmenstyps, das heißt hohe Eigenfinanzierungskraft, große Bereitschaft der Belegschaft sich  mit eigenen Opfern an der Bewältigung der Krise zu beteiligen und Rückendeckung durch Familie und Gesellschafterkreis – die Studie zeigt allerdings auch die Bereitschaft der Unternehmen, wenn erforderlich, zu massiven Personalabbaumaßnahmen zu greifen. Diese Maßnahmen sind zu erwarten, wenn die jetzige Talsohle länger anhält und einschneidende Kapazitätsreduktionen erforderlich werden.

So planen 41 Prozent der befragten Unternehmen in den nächsten Monaten Personal abzubauen. Je größer das Unternehmen, desto eher werden dabei Mitarbeiter freigesetzt. Um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, haben 65 Prozent bereits eine Reihe von einschneidenden personalpolitischen Maßnahmen ergriffen. Hervorzuheben ist bei Familienunternehmen allerdings die hohe Bereitschaft der Mitarbeiter monetäre Zugeständnisse gegenüber ihren Arbeitergebern zu machen. In Unternehmen, die personalpolitische Maßnahmen eingeleitet haben, verzichtet über ein Drittel auf Prämien und fast 30 Prozent akzeptiert einen vorübergehenden Gehaltsverzicht.


(Redaktion)


 


 

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