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Badisches Zimmererhandwerk

Auftragslage noch befriedigend! Leichte Aufhellung im Wohnungsbau – Günstige Entwicklung im Bereich Modernisierung/Sanierung

Holzbau Baden fordert mehr öffentlichen Bauin-vestitionen und reduzierte Mehrwertsteuer für ar-beitsintensive Dienstleistungen

Bühl, -Das badische Zimmererhandwerk verzeichnet im Herbst 2008 eine insgesamt noch befriedigende Auftragssituation. „Trotz des Wirtschaftsabschwungs können sich die Zimmererbetriebe mit ihrem umfassenden Leistungsspektrum bisher am Markt behaupten“, stellte Verbandspräsident Rolf Kuri anlässlich der Präsidial- und Obermeisterversammlung von Holzbau Baden am 14./15. November 2008 in Bühl fest. Zu kämpfen haben die Firmen nach wie vor mit der schlechten Zahlungsmoral der Auftraggeber.

Im Hinblick auf die befürchtete gesamtwirtschaftliche Abschwächung fordert Kuri Gegenmaßnahmen der Politik, um die Baukonjunktur zu stützen. „Das von der Bundesregierung beschlossene Maßnahmenpaket geht im Wesentlichen in die richtige Richtung, ist aber nicht weitreichend genug“, so der Präsident. Dringend erforderlich sei vor allem eine deutliche, bedarfsgerechte Aufstockung der öffentlichen Bauinvestitionen. Dieser Bereich sei seit Jahren unterfinanziert, so dass inzwischen ein Verfall der öffentlichen Infrastruktur, z.B. im Bereich der Schulen, festzustellen sei. Zusätzlich fordert Holzbau Baden die Einführung eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes für arbeitsintensive Dienstleistungen. Dies würde erhebliche Beschäftigungschancen im Zimmererhandwerk mit sich bringen.

Wie eine Erhebung von Holzbau Baden unter seinen Mitgliedsbetrieben im Oktober 2008 ergab, hat sich die Nachfrage im Ein- und Zweifamilienhausbau nach dem Einbruch in den Jahren 2006 und 2007 jetzt wieder etwas erholt. Dies spiegelt sich in der Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau, die in Südbaden im ersten Quartal 2008 um 19 %, im zweiten Quartal um 6 Prozent und im dritten Quartal um 5 Prozent angestiegen sind. Eine leichte Abschwächung der Auftragsbestände melden die Firmen im Wirtschaftsbau, während sich die Lage im öffentlichen Hochbau geringfügig aufgehellt hat.

Bauen im Bestand ist wichtiger Zukunftsmarkt

Einen Lichtblick für die Branche stellt weiterhin die günstige Situation im Bereich Modernisierung/Sanierung dar. Hier melden mehr als vier Fünftel der Unternehmen verhältnismäßig große oder ausreichende Auftragsbestände. „Wir sehen im Bauen im Bestand, vor allem in der energetischen Aufrüstung von Gebäuden, einen wichtigen Zukunftsmarkt“, erläuterte Kuri. Im Sinne der Zukunftssicherung sei die Erschließung dieses wichtigen Marktsegments eine vordringliche Aufgabe für die Zimmerer- und Holzbaubetriebe und ihre Verbände. Aufgrund der umfassenden Ausbildung und der ständigen Weiterbildung der Unternehmer, Führungskräfte und Mitarbeiter sieht Kuri das Zimmererhandwerk bestens für die kommenden Herausforderungen gerüstet.

(Redaktion)


 


 

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