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Lehrstellenmarkt

Ausbildungsplatzrekord und Bewerbermangel

Bei den IHK-Berufen kippt der Lehrstellenmarkt

Mitte Oktober wurden die diesjährigen Ausbildungszahlen (Stichtag 30.9.2008) veröffentlicht.

Die IHK Südlicher Oberrhein hat zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres erneut einen Rekord registriert: 4.600 Jugendliche haben eine Ausbildung in Industrie, Handel und Dienstleistungen begonnen. Das war gegenüber dem bisherigen Bestwert aus dem Vorjahr nochmals eine Steigerung von 2,1 Prozent. Darauf verwies IHKHauptgeschäftsführer Andreas Kempffanlässlich eines gemeinsamen Pressegesprächs mit Handwerkskammer und Arbeitsagentur. Allerdings blieben auch 350 Ausbildungsplätze offen, ebenfalls so viele wie seit Jahren nicht mehr.

Vor allem der Hotel und Gaststättenbereich, inzwischen aber auch der Handel haben zunehmend Probleme, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Hier macht sich der Rückgang der Nachfrage von Jugendlichen aus den neuen Bundesländern bemerkbar, der auf den starken Geburtenrückgang nach der Wiedervereinigung zurückzuführen ist.

Sehr erfreulich war dagegen die Entwicklung im gewerblichtechnischen Bereich, wo Angebot und Nachfrage noch weitgehend übereinstimmen. Mit einem Zuwachs an Lehrstellen von 13,5 Prozent gab es hier das deutlichste Wachstum. Besonders zugelegt haben die Berufe in der Metall- und Elektrotechnik (plus 11,7 beziehungsweise plus 19,2 Prozent) sowie in dem Bereich Papier und Druck (plus 22,3 Prozent). Wie Kempff weiter konstatierte, werden die Schülerzahlen in den nächsten Jahren deutlich zurückgehen. Absehbar ist damit, dass der Bewerbermangel weiter zunehmen und sich auch auf andere Branchen als Hotel- und Gaststätten und Handel erstrecken wird. Umso wichtiger wird deshalb das Thema Ausbildungsreife aller Jugendlichen werden.

Die Handwerkskammer Freiburg registrierte zum Ausbildungsjahrbeginn 2.682 neue Lehrverträge, das sind circa drei Prozent weniger als im Vorjahr. Im Handwerk, so Geschäftsführer Michael Wohlrabe, waren noch 230 Lehrstellen unbesetzt, deutlich mehr als zum Stichtag des Jahres 2007. Bärbel Höltzen-Schoh, Chefi n der Arbeitsagenturen Offenburg und Freiburg stellte die Zahlen der Agentur vor. In der Ortenau wurden 2.713 Berufsausbildungsstellen gemeldet, das waren 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr. In Freiburg und Umgebung wurden 3.329 Berufsausbildungsstellen registriert, 6,8 Prozent mehr als 2007.

Da sich gleichzeitig wesentlich weniger Bewerber meldeten (in Freiburg 16,1 Prozent und in der Ortenau circa acht Prozent weniger) konnte Höltzen-Schoh zum ersten Mal seit Jahren feststellen, dass alle Jugendlichen einen Ausbildungsplatz bekommen hätten.

(Redaktion)


 


 

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