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Deutsche Asia Pacific Gesellschaft

Australien, Malaysia, Taiwan, Vietnam — Brückenpfeiler im Asia-Pacific-Raum

Erneuerbare Energien stehen in den Asia-Pacific-Ländern hoch im Kurs, so der Tenor auf dem diesjährigen Forum der Deutschen Asea Pacific Gesellschaft. Hochrangige Landesvertreter – u.a. die Botschafter von Australien und Malaysia, der Leiter der Wirtschaftsabteilung der Taipeh-Vertretung und der Handels-Konsul der Vietnamesichen Botschaft – warben mit dynamischen Märkten um das Vertrauen von Investoren.

Die Deutsche Asia Pacific Gesellschaft e.V. (DAPG) hatte zu ihrem jährlichen Forum in die alt-ehrwürdige "Halle Globale" der HDI Gerling eingeladen und über 100 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Public Sector waren der Einladung gefolgt. Wolfgang Haehn, Vorstandsvorsitzender der DAPG, Dr. Norbert Walter-Borjans, Kölner Wirtschaftschaftsdezernent und Udo Münstermann, Vorstandsmitglied der HDI Gerling Leben AG, begrüßten die Forums-Teilnehmer und betonten die Bedeutung der Asia-Pacific-Länder als Wirtschaftsraum mit enormem Potenzial für deutsche bzw. europäische Unternehmen. Münstermann: " Die Welt wächst zusammen.Was das heißt und wie das funktioniert, das müssen wir verstehen lernen." Australien, so eröffnete der australische Botschafter Ian Kemish die Themenrunde, versteht sich in der Rolle einer wichtigen Brücke zwischen Asia-Pacific und Europa respektive Amerika. Speziell die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Australien seien schon immer gut gewesen. Bei den Direktinvestitionen rangieren deutsche Unternehmen auf Platz fünf. Vice versa lassen sich vermehrt australische Unternehmen in der BRD nieder. "We are more present in the german market as it appears in the public", so Kemish und nannte exemplarisch die Filmindustrie, die Rostocker und Hamburger Häfen sowie Immobilienscout.

Markt für erneuerbare Energien

Ziel der Veranstalter war es, neue Wege für wirtschaftliche Commitments in und mit Australien, Malaysia, Taiwan und Vietnem aufzuzeichnen und über Chancen und Risiken zu informieren. Welche zukünftigen Märkte sich anbieten, stellten die Referenten in eindrucksvollen Zahlen und Prognosen dar. So kristallisierte sich heraus, dass sich der Markt für erneuerbare Energien insbesondere in Australien, Taiwan und Malaysia zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor, der von den jeweiligen Regierungen gepusht wird, entwickelt. Beispiel Australien. Hier nimmt die Nachfrage und das Angebot erneuerbarer Energien stark zu. Business-on.de fragte den australischen General-Konsul und Chef der west-europäischen Handelsvertretung, Peter Rasmussen, in welche Richtung sich dieser Industriezweig bewegen wird, ob mehr Import- oder mehr Export-orientiert. "Beides trifft zu", so der Senior Trade Commissioner. "In den nächsten Jahren werden wir mit Nachdruck daran arbeiten, ausländische Unternehmen, die in Australien investieren oder eigene Präsenzen aufbauen wollen, zu gewinnen. Unser nächstes Ziel ist, ausgereifte Technologien in die Asia-Pacific-Länder zu exportieren." Australien bietet den Investoren ein umfangreiches Förder-Programm seitens Regierung an. Aber keine Steuererleichterungen wie in Malaysia.

Nachfrage nach Industrie-Know how

Sowohl in Malaysia als auch in Vietnam werden ausländische Direktinvestitionen im Manufactoring Sector mit staatlichen Anreizen belohnt. Nguyen Minh Dung, Direktor des Trade Office of Vietnam Embassy, gegenüber Business-on.de: "Manufactoring is the most important branch of Foreign Direct Investments (FDI) to Vietnam (VN). Greater than 50 Percent. Biggest investor country to VN is Taiwan. Germany ranks on place 19 in the list of 82 countries and territories investing in VN. Registered FDI in 2008 is estimated 3 times of 2007." Deutschland sei der wichtigste Import-Export-Partner in der EU mit einem jährlichen Wachstum von 25 Prozent seit fünf Jahren, fügt Dung hinzu. Das Handelsvolumen zwischen Vietnam und BRD betrug 2007 drei Billionen Euro. Für welche Industriezweige werden Investoren in Malaysia gesucht? Zakaria Zulong, Botschafter von Malaysia: "We are looking especially for investments in the area of ICT (Information and Communications Technology), machinery and parts and chemical products." Die malayische Regierung verspricht großzügige Steuererleichterungen für Investments von Herstellern - bis zu 100 Prozent für fünf bis zehn Jahre. Malaysia sei außerdem sehr interessant für Investoren als Sprungbrett in Märkte wie beispielsweise China, Taiwan oder Korea, so Zulong.

Hoher Energiebedarf in Taiwan

Bei Notebooks, LCD-Monitoren und Flachbildschirmen sei Taiwan der Lieferant Nr. 1 in der Welt, so die Direktorin des West-Europäischen Büros des Industrial Technology Research Institute, Rachel Huang. Der hohe Energiebedarf der Insel werde zu 98 Prozent importiert. Das enorme Wirtschaftswachstum habe es bisher verhindert, den Energieverbrauch zu reduzieren. Deswegen habe die Taiwanische Regierung Maßnahmen festgelegt, mit denen die Entwicklung Erneuerbarer Energien forciert werden soll. "Priorized renewable energy industries been identified are Solar Photovoltaic, Wind Power, Bio-fuels and Solar Thermal Water Heating", erklärt die Taiwanin.

(Karin Bäck)


 


 

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