Weitere Artikel
Automobilzulieferer

Auto-Kabel setzt auf innovative Produkte wie "Kinetische Energiespeicher"

Der Autozulieferer Auto-Kabel mit Sitz in Hausen im Wiesental rechnet 2009 mit einem Umsatzrückgang in Höhe von 20 Prozent. Geschäftführer Wolfgang Hentschel und seine rund 1300 Mitarbeiter in Europa haben aber neue Technologien entwickelt: Zusammen mit Partnern zum einen den Ersatz der herkömmlichen Blei-Batterie durch eine Lithium-Ionen-Batterie (die werden auch in Handys und Laptops verwendet). Außerdem einen so genannten kinetischen Energiespeicher.

Auto-Kabel hat – der Name sagt es schon – in der Vergangenheit vor allem Kabel hergestellt: Batterieleitungen sind das Kernprodukt, angeboten werden aber auch Teile wie Tüllen, Sicherungen und mehr. In den 80er Jahren war die Batterieleitung nur ein simples, kurzes Kabel. Heute und künftig sind es lange Leitungsstränge, um die Stromquellen, Erzeuger, Speichersysteme und Verbraucher in den Fahrzeugen zu verbinden. Bei der Hybrid-Technologie werden zum Beispiel Sensoren für Hochspannung, spezielle Kabel und mehr verbaut. Auch bei anderen Entwicklungen bei Auto-Kabel geht es um Verbrauchs- reduzierung mittels Elektronik.

Was bei Auto-Kabel in Zusammenarbeit mit dem Batteriehersteller Gaia aus Thüringen entwickelt wurde, ist der Ersatz der Blei-Säure-Starter-/Bordnetzbatterie durch eine " intelligente" Lithium-Ionen-Batterie. Sie ist leichter als herkömmliche Batterien, was zu weniger Spritverbrauch führt, und soll eine höhere Lebensdauer haben.

Komplexer ist der "Kinetische Speicher", bei dem auch ein Entwicklungspartner dabei ist: Compact Dynamics aus Starnberg. Die Funktionsweise: Energie wird gespeichert, in dem ein kleines Gewicht rotiert - mit bis zu 143 000 Umdrehungen pro Minute. Vereinfacht kann man sich das so vorstellen, als ob ein Rad schnell rotiert und bei Bedarf ein Dynamo angelegt wird. Der Speicher soll die Autobatterie unterstützen, wenn viel Strom benötigt wird. Wird wenig Strom benötigt, wird der Dynastore sozusagen aufgeladen, in dem die kleine Masse in Bewegung gesetzt wird. Aktuell werden Prototypen entwickelt, es gibt Kosten-Nutzen-Analysen und Pläne für eine mögliche Fertigung gemacht.

Den wichtigsten Produktionsstandort hat Auto-Kabel in Hausen. Außerdem hat Auto-Kabel Vertriebs- und Ingenieurzentren – auch in Japan und China. Seit 1993 ist die Firma in Europa von 407 Mitarbeitern auf rund 1300 gewachsen, hinzu kame 2006 ein Werk in den USA. Die Produkte von Auto-Kabel sind in Modellen fast aller großen Auto- und Nutzfahrzeughersteller eingebaut.

(Redaktion)


 


 

auto-kabel
wolfgang
hentschel
kinetische
speicher
spritverbrauch
dynamics
gaia

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "auto-kabel" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: