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Beschäftigungsstatistik

Mehr Teilzeit und Minijobs in Baden-Württemberg

Im Zeitraum von 2000 bis 2010 ist in Baden-Württemberg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Teilzeitbeschäftigten um rund 184 000 (+35 Prozent) und die der Personen, die ausschließlich einem Minijob ausübten, um über 92 000 (+15 Prozent) angestiegen.

Gleichzeitig ging die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um über 99 000 (-3 Prozent) zurück. Wie das Statistische Landesamt nach Auswertung der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit mitteilt, erhöhte sich damit der Anteil der angestellten Arbeitnehmer, die einen Teilzeit- oder Minijob ausübten, innerhalb der letzten zehn Jahre von 26 auf 31 Prozent. Zur Jahresmitte 2010 waren im Südwesten knapp 4,6 Millionen angestellte Arbeitnehmer tätig, davon arbeiteten rund 717 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Teilzeit, gut 696 000 Personen hatten ausschließlich einen Minijob mit einer Verdienstgrenze von bis zu 400 Euro monatlich und rund 3,2 Millionen sozialversicherungspflichtige Männer und Frauen waren in Vollzeit tätig.

Diese Entwicklung spiegelt den seit langem zu beobachtenden Wandel der Erwerbsformen von der früher klassischen Vollzeitbeschäftigung hin zu neuen Formen der Erwerbstätigkeit wider. Davon profitieren vor allem Frauen, die häufig aus familiären Gründen Teilzeitbeschäftigungen bevorzugen. Allein in den letzten 10 Jahren stieg die Zahl der teilzeitbeschäftigten Frauen um rund 146 000 auf über 611 000 an. Die zunehmende Zahl an Minijobs kam Männern wie Frauen in etwa zu gleichen Teilen zugute. Gleichwohl sind die neuen Erwerbsformen eindeutig eine Domäne der Frauen. Rund 68 Prozent der Minijobs und 85 Prozent aller Teilzeitarbeitsplätze wurden zur Jahresmitte 2010 von Frauen ausgeübt.

Die regionale Auswertung der verschiedenen Beschäftigungsformen zeigt, dass es im Zeitraum von 2000 bis 2010 in allen 44 Stadt- und Landkreisen des Landes einen Beschäftigungsanstieg bei Arbeitnehmern gab, die ausschließlich einen Minijob ausübten. Auch die Zahl der Teilzeitbeschäftigten nahm mit Ausnahme des Landkreises Rottweil in allen Kreisen zu. Den größten Zuwachs an Minijobs konnte der Landkreis Karlsruhe (+7 200 Beschäftigte bzw. +34 Prozent) verbuchen, den höchsten absoluten Anstieg an Teilzeitarbeitsplätzen die Landeshauptstadt Stuttgart (+17 400 Beschäftigte bzw. +40 Prozent). Dagegen hatten 34 Stadt- und Landkreise einen Verlust an Vollzeitbeschäftigten zu verkraften, allen voran der Stadtkreis Stuttgart mit über 23 000 Vollzeitarbeitsplätzen (-8 Prozent). Prozentual betrachtet hatte der Stadtkreis Baden-Baden mit +41 Prozent den stärksten Anstieg an Minijobs, der Bodenseekreis mit einem Plus von 53 Prozent den höchsten Zuwachs an Teilzeitbeschäftigten. Bei den Vollzeitarbeitsplätzen reichte die Spannweite von +11 Prozent im Landkreis Heilbronn bis zu -13 Prozent im Zollernalbkreis. Die Zahl der angestellten Arbeitnehmer fiel in der Gesamtbilanz bei 9 Stadt- und Landkreisen negativ aus. In diesen Kreisen reichte der Zuwachs bei Teilzeitbeschäftigten bzw. Minijobbern nicht aus, um den Rückgang der Vollzeitbeschäftigten auszugleichen.

(Statistisches Landesamt B.-W.)


 


 

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