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33 Millionen Euro

Badische Versicherungen BGV investieren in Firmensitz

Der BGV / Badische Versicherungen erneuern für 33 Millionen Euro das Hauptgebäude an der Durlacher Allee. „Der Gebäudetrakt ist nicht nur in die Jahre gekommen, sondern wurde bei einer Untersuchung für stark renovierungsbedürftig befunden. Wir standen vor der Wahl zu sanieren oder abzureißen und haben uns dann für die dritte Variante, einer „Erneuerung“ entschieden“, so der Vorstandsvorsitzende des BGV, Heinz Ohnmacht. „Mit dieser Variante streben wir eine Erhöhung des Raumnutzungsverhältnisses von bisher 50:50 auf annähernd 80:20 an, um den umbauten Raum effizienter nutzen zu können, erklärt Ohnmacht weiter.

Moderne Architektur wird mit effizienter Nutzung und ökologischer Nachhaltigkeit verbunden. Es gibt ein innovatives Energiekonzept: Durch den Einsatz einer Absorbtionskälteanlage wird Wärme, die dem Fernwärmenetz entnommen wird, in Kälte umgewandelt. Diese Variante wurde möglich, da zurzeit ein Wärmeverbund zwischen der MIRO und dem Fernwärmenetz der Stadtwerke Karlsruhe erstellt wird. In den Sommermonaten wird die Fernwärme fast ausschließlich über die Abwärme der MIRO zur Verfügung gestellt und kommt als umgewandelte Kälte im neuen Hauptgebäude zum Einsatz.

Schlaueres Heizen und Kühlen soll zu einer Gebäude-Zertifizierung nach dem von der Europäischen Kommission ins Leben gerufenen „GreenBuilding“-Programm führen. Damit handelt das Unternehmen entsprechend seines Leitbildes, das wirtschaftliches Handeln und Umweltschutz keine Gegensätze darstellen.

Laut Ohnmacht wird der Bau bis Dezember 2010 / Anfang 2011 abgeschlossen sein. „Wir sind optimistisch, diesen Termin einhalten zu können, haben wir doch mit der Karlsruher Firma Vollack archiTec einen Partner an der Seite, der zu den großen Gesamtplanungs- und Projektsteuerungsgesellschaften in Deutschland zählt“. Ein weiterer Grund wird angeführt: Leider konnten nicht alle 700 Mitarbeiter auf die anderen Gebäude verteilt werden. Eine mehr als adäquate Unterbringung wurde für rund 150 Personen in Ettlingen, in den Räumen der Assekurenz Herrmann, gefunden.

Umzug bereits in vollem Gange

Stuhl für Stuhl, Tisch für Tisch wird das Hauptgebäude bereits geräumt. Über 300 interne Umzüge sind notwendig, um das Gebäude zu leeren und eine optimale Nutzung der verbleibenden Büroflächen zu erzielen. Eine logistische Herausforderung, denn der Zeitrahmen ist straff gesteckt. Der Umzug soll bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Büros sind heute mehr als Räume mit Schreibtischen. Um Arbeitsabläufe zu vereinfachen, müssen sie sich in der Gestaltung von Arbeitswelten wiederfinden. Team- und Projektarbeit haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen, Unterhaltungen von Angesicht zu Angesicht werden immer wichtiger. Kommunizieren wird zur Haupttätigkeit im Büro, eigens dafür eingerichtete Bereiche auf den Etagen sollen den Austausch vereinfachen. Außerdem werden Zonen zur Entspannung, für Projektarbeiten oder Seminare ergänzt. Mit endlos langen Gängen und aneinandergereihten Bürotüren haben die neu gestalteten Etagen nichts gemeinsam: Es entsteht ein komplexerer und gleichzeitig offenerer und abwechslungsreicherer Grundriss; Zonen unterschiedlicher Nutzung gehen ineinander über. Die Gestaltung ist aber auch flexibel, kann jederzeit verändert und damit an wechselnde Arbeitsbedingungen angepasst werden. 

Moderne Architektur, neuartige Raumaufteilung und ein innovatives Energiekonzept – das neue BGV-Hauptgebäude ist nicht nur ein optischer Leckerbissen, der die Umwelt schont. Er setzt Maßstäbe für die zukünftigen baulichen Entwicklungen des BGV.

(Redaktion)


 


 

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